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NZZ Folio 05/04 - Thema: Das Eigenheim Inhaltsverzeichnis
Vereinsleben -- Träumer
Von Andreas Dietrich
Alexandra Sonderegger, Sie sind die Präsidentin des American Dream Club. Wovon träumt man bei Ihnen?
Von Ami-Cars, US-Bikes wie HarleyDavidson, von Country-Musik – von der amerikanischen Kultur halt.
Wer sind Ihre Mitglieder?
Einige unserer etwa 40 Mitglieder hängen den 50er und 60er Jahren nach, andere den Cowboys und Cowgirls, andere eher den Indianern… … und die vertragen sich?
O ja, sehr gut sogar. Manche kombinieren es auch, die tragen gleichzeitig Cowboyhut und Indianerschmuck.
Reden Sie an den Höcks Amerikanisch?
Nein, Schweizerdeutsch. Viele beherrschen die Sprache auch nicht.
Die USA stehen in Europa nicht mehr so hoch im Kurs. Spüren Sie das?
Eigentlich nicht gross. Letzten Sommer veranstalteten wir ein Car- und Musicmeeting, in der Vorbereitungszeit ging der Irakkrieg los. Da befürchteten einige Mitglieder, unsere Veranstaltung könnte gestört werden.
Und, passierte etwas?
Nein, aber es ging andersherum in die Hosen. Die Woche zuvor war wunderschön gewesen, an jenem Wochenende regnete es. Wir machten ein Defizit. Deswegen sprangen auch viele Mitglieder ab, das ist leider so. Sobald man kein Geld mehr hat, hat man keine Freunde mehr.
Das passt aber nicht gut zum Clubmotto «Einer für alle, alle für einen».
Das war eine Ausnahme. Sonst stimmt es bei uns wirklich.
Waren Sie schon in den USA?
Das erste und bisher letzte Mal war ich in den Flitterwochen drüben.
Entsprach das Land den Erwartungen?
O ja, es war traumhaft.
Möchten Sie als Clubpräsidentin ein Wort an die US-Kritiker richten?
Nein. Klar ist Politik bei uns hin und wieder ein Thema, aber wir wollen damit nichts zu tun haben. Bei uns steht der American Dream im Vordergrund. Wenn man von etwas träumt, träumt man nur vom Schönen.
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