NOCH VOR KURZEM hiess das Zauberwort der Wirtschaftskapitäne und -matrosen «Diversifikation». Jeder Chemiekonzern musste sich noch eine EDV-Firma einverleiben oder eine Glashütte, und beim Bäcker war plötzlich auch Eistee zu haben und Thonsalat im Plasticbecher. Bewährt hat sich dies bekanntlich nicht, heute schlägt das Pendel zurück, und es wird allenthalben mit Inbrunst die Konzentration aufs Kerngeschäft gepredigt und betrieben. Etwas, das der Volksmund ja schon immer unter dem Motto «Schuster, bleib bei deinem Leisten» propagiert hatte. Dieses zufällige Hin und Her lässt sich sowohl in der Wirtschaft als auch in der Hauswirtschaft beobachten und im privaten Haushalt ebenso wie im Staatshaushalt.
Überlassen wir letzteren sich selbst und wenden wir uns den Kernfähigkeiten des häuslichen Haushaltes zu. Neben dem Haushalten an sich steht die Zeugung und Erziehung von Nachwuchs im Zentrum des klassischen Familienunternehmens. In finanzieller Hinsicht bleibt dies zwar selbst nach dem Downsizing auf zwei Kinder und dem Outsourcing diverser Bereiche ein unrentables bis ruinöses Geschäft. Allerdings sollte man nicht in kleinkrämerischem Geiz die Kosten für Nahrung, Kleider, Lego und Klavierstunden über Jahre addieren zu abstrakten Summen. Denn Mittel, die in eigene Kinder investiert werden, sind Risikokapital per excellence: fast sicher gibt's keinerlei Return on investment. Doch falls doch, gibt's zuweilen hübsch was zu verdienen.
Dafür jedoch sollten kernfähige Eltern für ihre Kleinen sehr früh die Weichen richtig stellen. Sie müssen vernetzt denken, strategisch planen, taktisch handeln, global träumen und sich marktorientiert entscheiden - also sicher für Sport und noch sicherer für Tennis. Denn es ist spezialisierter als Zehnkampf, ungefährlicher als Boxen, ökologischer als Motorsport, populärer als Schach, trendiger als Biathlon und beliebter als Synchronschwimmen. Deshalb ist Tennis für nachhaltig erziehende Eltern mit Visionen in jeder Hinsicht die einzig richtige Wahl.