FÜR ALLE, die sich fragen, weshalb ein Artikel über Whisky in einer Fachzeitschrift über Statistik erscheint, hier die Erklärung: Die Zeitschrift kommt aus England. In der Arbeit «Eine Klassifikation von reinem, schottischem Malz-Whisky» (Applied Statistics, Vol. 43, S. 237 - 257) werden keine mathematischen Mühen gescheut, um dem Geheimnis des edlen Destillats auf die Spur zu kommen. Mit einer «kanonischen Analyse», einer «Matrixkorrelation» und «Vergleichsdendogrammen» mit anschliessendem «doppeltem Permutationstest» und einer «Redundanzanalyse» wollten die Statistiker herausfinden, ob sich die Whiskys aus den 109 schottischen Destillerien erkennbar voneinander unterscheiden. Dazu unterzogen sie die Beschreibungen von Farbe, Bouquet, Körper, Geschmack und Abgang durch Kenner einer Analyse. Alle Beschreibungen ausser jener des Abgangs zeigten eine statistische Übereinstimmung, die eine Klassifikation nach ihrem Charakter und ihrer geographischen Herkunft erlaubte. Weil der Abgang sich nicht ins Bild fügen wollte, verdächtigen die Forscher die Whisky-Prüfer, den Whisky nach dem Kosten wieder ausgespuckt zu haben. Sie enden ihre Arbeit nach zwanzig Seiten mit der Schlussfolgerung: «Malz-Whisky muss auf jeden Fall geschluckt werden.»