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NZZ Folio 05/96 - Thema: Entführt!   Inhaltsverzeichnis

Ein Volk von Hirten und Kidnappern?

Wie die sardischen Banditen ihre Ehre verloren.

Von Thomas Kreyenbühl

SPÄTESTENS BEI DER ENTFÜHRUNG des achtjährigen Farouk Kassam haben sich die Wege von Graziano Mesina und Mateo Boe, den beiden berühmtesten sardischen Banditen, gekreuzt: Graziano Mesina, der letzte respektable Vertreter des alten sardischen Banditismo, und Mateo Boe, der Schuft, die Inkarnation des Neuen, Brutalen, Ehrlosen, das an die Stelle einer stolzen, im Volk tief verankerten Banditenkultur getreten ist. So einfach und falsch will es immer wieder die italienische und seltener auch die sardische Presse.

Die Gespräche zwischen Mesina und Boe werden sich kaum nur um Lösegeld und die Modalitäten der Freilassung gedreht haben, als sie im Sommer 1992 zusammentrafen; der eine als Entführer und der andere als Vermittler im Auftrag von Farouks Vaters, einem Hoteldirektor an der Costa Smeralda. Allzu viele Erfahrungen verbinden sie. Kaum ein italienisches Gefängnis, in dem Mesina in seinen 29 Haftjahren nicht unterirdische Fluchtwege gegraben, Wände durchstossen oder Gitter durchsägt hat. Boe wiederum ist bisher als einzigem die Flucht aus dem Hochsicherheitstrakt auf der Insel Asinara gelungen. Die beiden verfügen über einen respektablen Erfahrungsschatz als Gauner, Räuber und Entführer, sie verbrachten Jahre als «Latitanti», als Flüchtige, im schwer zugänglichen und menschenleeren Innern der Insel - und beide kennen sie bestens die Eigenheiten der komplizierten sardischen Volksseele.

Mesina kam 1942 in Orgosolo zur Welt. Noch ein Kind, wurde er von den Eltern bereits in die Berge zu den Hirten geschickt. Der 15 Jahre jüngere Boe, ebenfalls aus der Provinz Nuoro stammend, wuchs in einem ähnlichen Milieu auf, verbrachte aber mehr Zeit an den Schulen. An der Universität von Bologna soll er zudem für politische Fragen sensibilisiert worden sein.

Von den 667 Entführungen, die man in Italien seit 1969 verzeichnet, wurden lediglich 106 auf Sardinien verübt. Die Lombardei hatte 155 Fälle und Kalabrien 128. Wenn das Delikt «sequestri di persone» im ganzen Land gleichwohl mit Sardinien und dessen Banditismo assoziiert wird, dann hauptsächlich darum, weil die grosse, in den siebziger und achtziger Jahren ganz Italien erfassende Entführungswelle auf der Mittelmeerinsel schon lange vorher ins Rollen gekommen war.

Die Ursprünge gehen auf den «Abigeato» zurück, den wenig ergiebigen Diebstahl von Schafen und Kühen. In den fünfziger Jahren folgten erste Erpressungen; die in den Bergen versteckten Banditen und Latitanti verlangten von den Wohlhabenden der Region Überlebenshilfen. Zur kurzen, ein bis zwei Tage dauernden Verschleppung der Erpressten war es nur mehr ein kleiner Schritt. In den sechziger Jahren erfuhr das Geschäft mit Entführungen eine gewisse Perfektionierung. Die Lösegeldforderungen wurden höher und überstiegen oft die finanziellen Möglichkeiten der Angehörigen. Es mussten Vermittler, die das Vertrauen der Entführer genossen, eingeschaltet werden. Noch wurde das Leben der Geiseln geschont, noch handelte es sich wenn nicht gerade um Kavaliersdelikte, so doch um Vergehen, die dem Rechtsempfinden der staatsfernen Hirtengesellschaft im Innern der Insel nicht widersprachen. Wer sich auf der Flucht in den Bergen herumtrieb, tat dies oft, weil er den in seiner Umgebung herrschenden Normen von Ehre und Ehrverteidigung entsprochen hatte und deshalb vom Staat verfolgt wurde.

Gegen Ende der sechziger Jahre war das Potential an möglichen Entführungsopfern in der wirtschaftlich kargen Barbagia im Innern Sardiniens erschöpft. An der angrenzenden Costa Smeralda aber tummelten sich seit kurzem zahlungskräftige Financiers und Industrielle aus der ganzen Welt, allerdings meist gut beschützt in Villen aus Zement und Kristallglas. Sie zu entführen bedingte einen recht hohen Organisationsgrad und einiges an Geld. Die Forderungen der Entführer stiegen, die Verhandlungen dauerten immer länger, und automatische Waffen hatten die Schrotflinten abgelöst. Im Milieu des linken Terrors glaubte man an einen klassenkämpferischen Aufstand der Hirten und Bauern in Aga Khans Ferienparadies und besorgte die nötigen Gewehre. Diese übernahmen die sardischen Banditen dankend, nie aber die mitgelieferte Ideologie.

Wirtschaftliche Not und die wegen der wachsenden Kriminalität in der Barbagia verschärften Familienfehden trieben in den sechziger Jahren Tausende in die Emigration auf das italienische Festland. Damit einhergehend verbreitete sich sardisches Entführungs-Know-how über ganz Italien. In den zehn Jahren nach 1974 stieg die Zahl der Entführungen im ganzen Lande massiv an. An den Delikten waren, wie die Untersuchungen der Behörden zeigten, fast immer Sarden beteiligt.

Die geographische Verbreitung des in den unzugänglichen Bergen Sardiniens gewachsenen Banditismo, aber auch dessen zunehmende Brutalisierung bewirkten am Ursprungsort eine zunehmende gesellschaftliche Ächtung der Entführer. Während der sechziger und frühen siebziger Jahre war es noch zu stürmischen Sympathiekundgebungen für die Banditen gekommen, die internationale Presse glaubte eine «sardische Widerstandsbewegung» entdeckt zu haben, die sich mühelos in die Aufbruchstimmung jener Jahre einfügen liess. Mesina berichtet, dass er zu jener Zeit zwei Studentinnen zur Erledigung der Fanpost beschäftigen musste. In der zweiten Hälfte der siebziger Jahre wurden die Stimmen in der heimischen Gesellschaft, die den Kampf der Banditen «gegen die fremden Mächte auf der Insel» bis dahin legitimiert hatten, immer seltener.

Das Verhalten der Entführer entsprach nicht mehr dem sozialen Kodex der Barbagia, des «Landes der Barbaren», das sich erfolgreich nicht nur gegen die Kolonisatoren von Karthago und Rom gewehrt, sondern auch den Mauren, Byzantinern, Aragonesen, Genuesen, Pisanern, Piemontesen und wer die Insel sonst noch beherrschen wollte, Kopfzerbrechen bereitet hatte. Dieser Kodex ordnet das Zusammenleben nach den Werten einer sich selbstverwaltenden, archaischen Hirtengesellschaft. Er regelt die Anwendung von Gewalt, die er als angemessene Reaktion teilweise legitimiert, gleichzeitig aber vor dem Feind auch Respekt verlangt. Der britische Sozialwissenschafter Eric Hobsbawm erkennt in Sardinien ein klassisches Beispiel für den Sozialbanditismus, wie er sonst nur noch in einigen ländlichen Gegenden in Peru, China, Indonesien und der Ukraine überlebt hat. Die Banditen in den Bergen wurden von der lokalen Bevölkerung nicht als Delinquenten, sondern als Helden, als Verteidiger legitimer Ansprüche oder auch im Sinne eines Robin Hood empfunden. Zur Verteidigung gesellschaftlich anerkannter Werte darf der Sozialbandit dem Konflikt mit fremden Herrschern nicht ausweichen - selbst wenn es sich dabei um den italienischen Staat handelt. Er wird in seinem Tun von der Bevölkerung entsprechend unterstützt.

Doch das Leben in den Dörfern und Städten der Barbagia wird heute nicht mehr von Hirten bestimmt. Das über Jahrtausende hinweg konditionierte Rechtsempfinden sitze aber, so belegt der sardische Anthropologe Bachisio Bandinu in zahlreichen Untersuchungen, bei den Bewohnern im Innern der Insel immer noch sehr tief; tiefer jedenfalls als das Verständnis für modernes italienisches Zivil- und Strafrecht. Dass die «Sardità» als kulturelle Eigenart dem Einfluss des in die hintersten Bergtäler fliessenden Kommunikationsbreis aus den Küchen von RAI und Fininvest erfolgreich standhält, zeigt auch die anhaltende Beliebtheit der sardischen Improvisationskunst an Dorffesten oder die ungebrochene Popularität der grossen sardischen Lyriker.

Seit einigen Jahren wird in Sardinien aber eiskalt gemordet. Entführungsopfer bleiben monatelang in Grotten und Höhlen eingesperrt und werden im Laufe der Verhandlungen mit Angehörigen praktisch immer geschändet. Nicht länger prägt der Stolz einer autochthonen Gesellschaft, sondern der Hass der sozial Benachteiligten das Verhalten. Wer heute im Ruf steht, der jungen Klasse brutaler Krimineller anzugehören, hofft vergeblich auf die historisch gewachsene Protektion und Solidarität der Bevölkerung. Nicht der Gesetzesbruch, sondern die Missachtung des ungeschriebenen Ehrenkodexes wird geächtet. Todesopfer aus dieser neuen Klasse Krimineller werden im kleinen Kreis engster Familienangehöriger und ohne das Geläute von Totenglocken auf den Friedhof begleitet. Im letzten Sommer verweigerte Don Salvatore Delogu, Pfarrer in der Ortschaft Chilivani, einem Gangster die Totenmesse. Dieser hatte sich, nach einem fehlgeschlagenen Überfall auf einen Geldtransporter schwer verwundet, aus Angst vor einer Verhaftung eine Kugel in den Kopf geschossen.

Auch Don Delogu befolgte letztlich die traditionellen Verhaltensnormen, die den Umfang berechtigter Gewaltanwendung genau abgrenzen und damit einen wirksamen Schutzwall gegen die Ausbreitung anderer Gewaltformen aufwerfen. Die Banditen in den Bergen versuchen nun, dem alten Rechtsempfinden zumindest nach aussen hin zu entsprechen. Als Flüchtige brauchen sie die Unterstützung der Bevölkerung. Um die Latitanza, die Zeit auf der Flucht, einigermassen erträglich zu gestalten, sind sie auf das stille Einverständnis der Bevölkerung angewiesen. Sie wollen den Kontakt zu ihren Familien aufrechterhalten oder zumindest hie und da ein Dorffest oder eine Diskothek besuchen können. Das Beispiel Mateo Boes ist typisch. Bis vor kurzem noch als ein klassischer Bandit weitherum geachtet, sank sein Prestige praktisch über Nacht ins Bodenlose. Er hatte gestanden, bei der Bewachung des kleinen Farouk Kassam und bei der Teilamputierung von dessen Ohr dabeigewesen zu sein. Trotz seinen eindrücklichen Kommunikationsfähigkeiten dürfte auch Mesina den Bogen überspannt haben. Seit vermutet wird, dass einer seiner Neffen bei der Entführung Farouks dabeigewesen war, bröckelt sein Ruf in der Barbagia ab. Dass Banditen in Zukunft aber von der Bevölkerung denunziert werden, ist unwahrscheinlich. Zur Aussage bereite Personen bezahlten dies mit dem Leben, denn der Staat vermag ihnen den nötigen Schutz nicht zu bieten.

Die Drahtzieher der sardischen Kriminalität entstammen heute in der Regel nicht mehr dem traditionellen Hirtenmilieu. Das Geschäft liegt in den Händen von Kaufleuten, Industriellen, Bankiers oder auch Advokaten, die in der Lage sind, die nötigen Kontakte zu Geldwäschern oder zu Waffenhändlern herzustellen. Die Latitanti, die der neuen Delinquenz weiterhin einen Anstrich von Legitimität geben sollen, kommen einzig noch als Bewacher der Verschleppten, als Beobachter der Lebensgewohnheiten angepeilter Opfer oder für andere untergeordnete Aufgaben zum Zuge. Der typische Entführerboss von heute lebt in der Stadt. Sein Motiv ist Geldgier.

Es stellt sich somit die Frage, ob die gesellschaftlich zunehmend isolierten Banditi genügend autonom sind, um sich von fremder Einflussnahme freihalten zu können. Oder werden sie bald schon unter den Einfluss der schlagkräftigeren organisierten mafiosen Kriminalität anderer Teile Italiens geraten? Der Sarde Giampiero Scanu, ein Mitglied der parlamentarischen Antimafiakommission, stellt heute in Sardinien die gleichen Vorzeichen fest wie vor zehn Jahren im damals noch sauberen Apulien, das heute so fest in der Hand der Sacra Corona Unita ist wie Sizilien in jener der Cosa Nostra. Erste Kontakte des sardischen Milieus zur neapolitanischen Camorra konnten in Fällen von Geldwäscherei bereits nachgewiesen werden. Auch die Art der verwendeten Waffen lässt auf gute Verbindungen zur organisierten Unterwelt Italiens schliessen.

Scanu erkennt die Handschrift der Mafia überdies in der zunehmenden kriminellen Diversifizierung wie Schutzgelderpressungen und Raubüberfällen. Ein weiterer Hinweis sind die wachsende Brutalität, das schonungslose Morden von Wachpersonal und das Niederstrecken verwundeter, fluchtunfähiger Komplizen. Fast täglich berichten sardische Lokalmedien von Überfällen auf Postbüros, Bankfilialen und Geldtransporte durch vermummte, bis an die Zähne bewaffnete Ganoven.

Noch kann in Sardinien allerdings von einer politischen Gebietskontrolle durch Verbrecherorganisationen, dem typischen Merkmal mafioser Kriminalität, nicht die Rede sein. Noch sind die grossen staatlichen Investitionen, die in andern Teilen Italiens zu krimineller Unterwanderung von Parteien und Institutionen Anlass gaben, auf der Insel nicht angekommen. Die Verbrecherbanden sind nur locker zusammengefügt und lösen sich nach begangener Tat sofort wieder auf, meist im Streit. Das weitverbreitete Misstrauen gegenüber allen Gruppen, die grösser sind als der eigene Familienverband, behindert den Aufbau dauerhafter Organisationen. Vielleicht darum besteht in Italien heute einzig noch in Sardinien eine gewisse Gefahr von Entführungen, während in den kriminell besser organisierten Regionen lukrativere und weit weniger riskante Geschäfte mit Drogen, Wucher und Schutzgelderpressungen blühen.

Der Erfolg in diesen Sparten hängt von effizienten und dauerhaften Organisationsstrukturen ab. Spektakuläre Entführungsfälle aber ziehen normalerweise Ordnungshüter in grosser Zahl an. Aus diesem Grund hat die Cosa Nostra schon seit längerem einen tiefen Widerwillen gegen Entführungen entwickelt. In Sizilien ist denn auch seit über zehn Jahren kein Fall mehr vorgekommen. Die 'ndrangheta hat ebenfalls reagiert. Die letzte Entführung in Kalabrien liegt drei Jahre zurück.

Auch in Sardinien keimte einmal die Hoffnung, dass die Entführungswelle gestoppt werden könnte. Die Aussagebereitschaft von zwei Kronzeugen in den Jahren 1978 und 1982 führte dazu, dass im Vorfeld der beiden Grossprozesse rund hundert Personen verhaftet werden konnten. Doch die Kronzeugenregelung sorgte auch für neue Konflikte. Erneut flammten die in den letzten Jahrzehnten weitgehend eingeschlafenen Familienfehden wieder auf. Die Mordfälle häufen sich seither und - für das übrige Italien völlig untypisch - auch die Entführungen. Seit 1990 wurden elf vollzogene Geiselnahmen sowie mehrere gescheiterte registriert. Derzeit gelten die Mitte Mai letzten Jahres verschleppte Bäuerin Vanna Licheri und der im Februar gleichen Jahres entführte Kork-Kaufmann Giuseppe Sircani als vermisst. Anfang Oktober letzten Jahres wurde Giuseppe Vinci, ein Kleinhändler aus der Ortschaft Macomer, nach zehn Monaten Haft in einer feuchten Grotte freigelassen. Zwei Wochen später erlangte der Römer Unternehmer Ferruccio Checchi, während über sechs Monaten unter Tag in Fesseln gelegt, in Sardinien wieder die Freiheit. Die Familie Checchi hat angeblich nicht bezahlt. Vincis Angehörige jedoch werden sich vor Gericht für die Zahlung von etwa 5 Millionen Franken Lösegeld verantworten müssen.

Ein im Jahr 1992 erlassenes Gesetz verbietet die Zahlung von Lösegeld bei Entführungen, was eine erhebliche Verlängerung der Geiselhaft zur Folge hatte. Die neue Norm hat sich aber auch aus andern Gründen als Rohrkrepierer erwiesen. Weil Vermittlerdienste bei Strafandrohungen ebenfalls verboten wurden, sind die traditionell aufgebotenen Priester nicht mehr zu Hilfestellungen bereit. Die Angehörigen von Entführungsopfern müssen sich an dubiose Figuren der Unterwelt wenden, die ihrerseits Gewinne aus den Entführungen schlagen. Damit sind die Chancen auf einen gütlichen Ausgang von Entführungen stark gesunken. Piero Mannironi, ein sachkundiger Journalist aus Nuoro, schätzt das Todesrisiko im Entführungsfall heute auf etwa 25 Prozent.

Sardische Juristen werfen dem Staat vor, die neuen Bestimmungen selbst nicht einzuhalten. Im politisch hochsensiblen Fall Farouk, der die öffentliche Meinung Italiens während Monaten beschäftigt hatte und dem Tourismussektor äusserst ungelegen kam, wurde Mesina von den italienischen Geheimdiensten zur Vermittlung eingeladen und darum aus seinem Zwangsaufenthalt in Norditalien entlassen. Farouks Familie behauptet, die 177 Tage dauernde Verschleppung sei ohne Bezahlung von Lösegeld beendet worden. Doch selbst die Präsidentin der Antimafiakommission, Tiziana Parenti, macht kein Hehl daraus, dass hie und da auch der Staat aushelfe - im Fall Farouk offenbar mit etwa 1,6 Millionen Franken.

Mit dem Gesetz aus dem Jahre 1992 werden sich Entführungen in Sardinien nicht verhindern lassen. Zu Hoffnung bestehe wenig Anlass, behauptet der Richter Sandro Norfo aus Nuoro und verweist auf die wachsende Zahl von Latitanti, die sich in letzter Zeit wieder in der Barbagia herumtrieben und als Entführungshelfer anböten. In kriminellen Kreisen habe die grosse Zahl hängiger Prozesse einen derart grossen Geldbedarf geschaffen, dass schon bald mit einem erneuten Aufblühen des archaischen Geschäftes zu rechnen sei.

Thomas Kreyenbühl ist Wirtschaftskorrespondent der NZZ in Rom.


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