Wenn es dem Kombinat gut geht, geht es auch uns gut, sagen die Leute in Magnitogorsk, der Stadt mit der grössten Stahlschmiede Russlands. Auf dem Markt gibt es Ananas und Kiwi, mitten im Winter. Am Eingang des Kaufhauses an der Sowjetskaja steht ein neuer Geldautomat, drinnen verkauft eine Abteilung Alarmanlagen und Sicherheitsschlösser. An der Strassenbahnhaltestelle Karl-Marx-Prospekt bieten Babuschkas eingemachte Beeren, gepökelte Gurken, Sauerkraut, Wurst und Wodka feil. Eine hält einen Rinderkopf in der Hand - für Sülze. Irgendwie muss man sich durchschlagen, das hat man in den letzten Jahren auch in Magnitogorsk gelernt.
Schlechter als die Retortenstadt am Ural war kaum eine russische Region auf den Kollaps des Sowjetsystems vorbereitet. Stalin hatte die Stadt in den dreissiger Jahren als Muster für die Industrialisierung der UdSSR und als Schmiede für den neuen Menschen aus dem Steppenboden stampfen lassen. Um den Absatz seiner Jahresproduktion von 16 Millionen Tonnen Stahl (1988) musste sich das Metallkombinat nie kümmern; es brauchte keinen Profit zu machen, kannte keine Konkurrenz. Es galt bloss, den Plan zu erfüllen. Die Einnahmen waren eigentlich Zuteilungen von Moskau, die Preise fix und die Nachfrage gesichert. Die Rüstungsindustrie verbrauchte Unmengen Stahl, der Traum der Kommunisten von der lichten Zukunft wuchs in Eisen und Fertigbeton.
Am Ende der Sowjetzeit beschäftigte das Kombinat über 70 000 Leute. Die Kindergärten, Krankenhäuser, Lebensmittelläden, die Strassenbahnen der Stadt, der Wohnungsbau gehörten zum Magnitogorsker Metallurgischen Kombinat, MMK oder Magnitka, wie die Bewohner sagen. Dazu kamen Sowchosen, also Staatsfarmen, wie zum Beispiel eine Molkerei oder eine Grossmetzgerei. Über 40 Leichtindustriebetriebe unterstanden als Abteilungen dem Stahlwerk. Die Stadtverwaltung war bloss ein Anhängsel. Der Kombinatsdirektor regierte Magnitogorsk, und natürlich war er auch ein Parteiboss.
Die Modellstadt war wirtschaftlich eine Fehlplanung und ökologisch ein Albtraum: Die Kohle musste aus 2000 Kilometer Entfernung herbeigeschafft werden. Aus 35 Martinsöfen stieg ungefilterter Rauch, der Schnee war schwarz, die Leute husteten. Die Stahlkocher erstrecken sich über 30 Kilometer dem Ostufer des Uralflusses entlang. Schlote und übermächtige Rohranlagen beherrschen die sanfte Landschaft.
1991, mit dem Ende der Planwirtschaft, brach die Produktion des MMK zusammen. Viele Leute verloren ihre Arbeit, andere wurden in einen unbezahlten Urlaub ohne Ende geschickt. Wirtschaftlich kam die Stadt zum Stillstand. Doch endlich konnte man in Magnitogorsk wieder atmen. Und es kamen Waren in die Läden, die man zuvor bloss vom Bildschirm her kannte. Aber auch die Preise schnellten in die Höhe, während das MMK immer schlechter und zögerlicher zahlte - wenn überhaupt. Viele Leute begannen, nach Moskau zu reisen, in den Süden oder ins Ausland, dort kauften sie Walkmen, Computer, Fertigsuppen und Wäsche ein, Kaugummi und Ramsch. Zu Hause in Magnitogorsk verkauften sie das Zeug auf dem Markt oder auf der Strasse. Manche dieser «Shuttle-Trader» flogen mehrmals im Monat hin und her. Sie nannten sich «Bisnismeni», und einige erarbeiteten sich damit das Grundkapital für kleine Handelsimperien. Andere begannen als Handwerker schwarz zu arbeiten, auf der Datscha Gemüse zum Verkauf zu ziehen, inoffiziell Taxi zu fahren.
So begann in Magnitogorsk die Marktwirtschaft. Oder eher: So wurde der Markt erstmals allgemein sichtbar. Denn die Schattenwirtschaft hatte immer schon nach Marktprinzipien funktioniert, wenngleich das Zahlungsmittel früher nicht Geld war. Man war angewiesen auf Verbindungen zu Leuten, die Zugang zu knappen Gütern hatten.
Die Sowjetunion war ein Land ohne eigentliche Währung, dem Rubel fehlten fast alle Eigenschaften, die Geld zu Geld machen. Er wurde nicht überall im Land und nicht für alle Güter akzeptiert. Mangelware - also fast alle Waren - gab es für Rubel allein nicht zu kaufen. Der Rubel taugte nicht zur Wertspeicherung, viermal in 70 Jahren annullierte die Sowjetmacht die Sparguthaben ihrer Bürger. Und im Austausch zwischen Produktionsbetrieben spielte er ebenfalls keine Rolle, als Investitionsmittel schon gar nicht. Das reduzierte den Rubel zu einem Vouchersystem; Rubel waren wie Gutscheine, mit denen die Bevölkerung beim Staat Lebensmittel, Kleider, Fahrkarten und zuweilen ein bisschen Unterhaltung einlösen konnte.
Ohne informelle Netze, in denen Freunde sich gegenseitig vermittelten, was offiziell nicht zu bekommen war, konnte man in der Sowjetunion nicht überleben. Diese Netze nannte man Blat. Eine Frau, die in einem staatlichen Milchladen arbeitete, schob Butter, Milch und Käse für Freunde und Freunde der Freunde beiseite. Dafür versorgte ein Arzt sie mit raren Medikamenten. Der Arzt brauchte indessen keine Milch, dafür Benzin oder einen Studienplatz für seine Tochter. Eine andere Frau benötigte Milch, konnte aber nur Zündkerzen auftreiben oder Lichtschalter. Eine dritte hatte Zugang zu Wurst in ihrem Fabrikladen.
Weil Handel und Geldtransaktionen für Private verboten waren, weil man jedoch selten jemanden traf, der genau das tauschen wollte, was man gerade suchte, und weil sich überdies viele dieser Transaktionen regelmässig wiederholten - deshalb entstand Blat. Alle, die an einem dieser fluktuierenden, offenen Netze von Freunden beteiligt waren, bezogen, was sie benötigten, auf «Kredit» oder für den staatlich festgelegten Rubelpreis, der dem Tauschwert des entsprechenden Gutes indes niemals entsprach: also gegen den Rubelpreis plus Blat. Dem Geber schrieben die Freunde das Gelieferte gleichsam an. Er hatte nun beim Netz ein «Guthaben». Dabei führte niemand Buch, aber alle Beteiligten kannten ihre jeweiligen Saldi ungefähr. Viele Blat-Netzwerke knüpften sich um eine zentrale Figur, Vermittler und Schiedsrichter in einem, sehr oft eine Frau, im Russischen «Blatmeister» genannt. Selbst viele Grossbetriebe beschäftigten solche Mischler, russisch «Tolkatsch», deren einzige Aufgabe es war, über Blat aufzutreiben, was anders nicht zu bekommen war.
Erst das Ende der Sowjetunion brachte Russland ins Zeitalter der Geldwirtschaft zurück. Als Privatperson war man von Blat her mit Marktmechanismen einigermassen vertraut und somit weit besser auf die neuen Bedingungen vorbereitet als Riesenbetriebe wie das MMK. Plötzlich musste es sich seine Kunden selber suchen. Es sollte nun Preise und Konditionen aushandeln, und dies zu einem Zeitpunkt, da Russlands Maschinenindustrie ihrerseits zusammenbrach: für Waffen hatte der Staat kein Geld mehr, gebaut wurde immer weniger, niemand kaufte Traktoren und Lastwagen. Obwohl der Verkehr immer dichter wurde, konnte die Automobilindustrie ihre völlig veralteten Modelle nicht loswerden; die Leute kauften lieber importierte Gebrauchtwagen als fabrikneue russische Autos. Exportieren konnte das MMK ebenfalls nicht, dazu fehlten ihm die Kontakte. Überdies zweifelte man im Ausland an der Qualität russischer Produkte. Wer wollte da noch Stahl aus Magnitogorsk?
Doch die Stadt am Ural hat nie etwas anderes produziert als Rohmetalle, alle ökonomischen Aktivitäten in Magnitogorsk dienten direkt oder indirekt der Stahlproduktion.
Als die Bautätigkeit allmählich anzog, einige der Automobilhersteller Nischen fanden und die Waffenproduktion neu in Gang kam, hatte auch das MMK wieder Kunden. Ein Markt entstand, man feilschte um Preise und Konditionen, schloss Verträge ab, lieferte. Weil die Kunden nicht in der Lage waren, mit Rubel oder Dollar zu bezahlen, schrieben sich die Firmen die Schulden nach dem Muster von Blat gegenseitig an. Allerdings gab es zwei wesentliche Unterschiede: Erstens schalteten sich in den geldlosen Handel von Stahl gegen Baumwolle gegen Benzin gegen Schweinehälften gegen Transportkapazität selbsternannte Broker, neuartige Blatmeister, ein. Als Bankiers des Äquivalententausches führten sie Handelspartner zusammen und wickelten die Transaktionen ab. Mit den Provisionen, die sie für ihre Vermittlungsarbeit einzogen, haben einige der heute Superreichen ihre ersten Millionen gemacht. Zweitens wurden im geldlosen Verkehr der Firmen, neurussisch Barter-Trade genannt, im Gegensatz zum Blat der Privaten die Preise durchaus festgelegt. Man rechnete auch ab; die Firmen zahlten nur nicht - nicht mit Geld und oft nicht zur Zeit. Russlands Wirtschaft türmte so einen enormen Schuldenberg auf, zumal jedermann, da ja nicht mit Geld bezahlt wurde, mit überhöhten Preisen operierte.
Der «virtuelle Markt», der sich so herangebildet hatte, funktionierte, solange niemand die Preise, mit denen gerechnet wurde, in bar ausbezahlt haben wollte. Denn dazu hätte keine Partei ausreichend Geld gehabt. Sehr oft fehlte das Geld sogar für die Löhne, die deshalb oft auch in Naturalien ausbezahlt wurden: Die Arbeiter einer Textilfabrik in Wladiwostok, Männer und Frauen, erhielten während einiger Zeit sieben bis neun Büstenhalter als Monatsgehalt. Wie sie die verkauften, mussten sie dann selber sehen. Auch im Verkehr mit dem Staat herrschte der Barter-Handel vor. In Tscheljabinsk, nicht weit von Magnitogorsk, zahlen zwei Baufirmen ihre Steuern, indem sie der Stadt eine - eher unnötige - U-Bahn bauen. Eine der grossen Autofabriken entrichtet ihre Steuern, indem sie ihre Stadtverwaltung alljährlich mit Neuwagen ausrüstet. Was mit den Autos nach einem Jahr passiert, wird diskret verschwiegen.
Parallel zu diesem Barter-Kapitalismus entstand in Russland ein moderner Finanzmarkt, der auch hochspekulative Investitionsinstrumente wie Optionen und Futures zulässt. So koexistierte im Russland der neunziger Jahre eine primitive Marktwirtschaft, die auf multiplen Tauschgeschäften basierte und mit überhöhten Preisen operierte, mit einem State-of-the-art-Finanzmarkt, der zu Spekulationen geradezu einlud. Die Börse boomte, und bald standen die Kurse in keinerlei Relation zur realen Wirtschaft.
Ein Stahlproduzent wie das MMK fand sich naturgemäss an jenem Ende der Zahlungskette, an dem Bargeld völlig fehlte. Entsprechend mies ging es der Stadt. Die Lohnzahlungen kamen mehr und mehr ins Stottern, und auch seinen sozialen Pflichten kam das Kombinat nicht mehr nach. Das MMK war, wie viele andere Betriebe, in eine AG umgewandelt und privatisiert worden. Die neuen Besitzer erkannten, dass sich ein Stahlkombinat zum Kartoffelnziehen und Kinderhüten wenig eignet, und begannen die Sozialdienste und die Zulieferbetriebe abzustossen, das heisst der Stadtverwaltung zu überbürden. Dafür zahlte das Werk nun Steuern - allerdings nicht nur mit Geld, sondern auch mit Wärme und Strom.
Stalins Stahlmetropole, errichtet von politischen Häftlingen, sollte als Musterbeispiel für den Aufbau des Sozialismus dienen, in Wirklichkeit zeigte sie vor allem die destruktive Gigantomanie der Kommunisten, und dann wurde sie zum Modellfall für die postsowjetische Wirtschaftsparalyse.
Als das finanzielle Kartenhaus im August 1998 zusammenbrach - erst rasselte die Moskauer Börse in die Tiefe, dann liess sich der von der Zentralbank lange gestützte Rubelkurs nicht mehr halten, der Staat wurde insolvent, die Banken machten pleite -, da warnten die Theoretiker in den westlichen Russland-Think-Tanks, Chaos, Hunger und ungeheizte Häuser im sibirischen Winter würden einer hässlichen, faschistoiden Diktatur den Weg ebnen. Das Gegenteil geschah. Den meisten Menschen in Magnitogorsk geht es auch heute nicht gut, aber besser denn je.
Die Stadt wirkt sauber und hat im Vergleich zu andern russischen Provinzstädten einen bescheidenen Wohlstand erreicht. Man sieht keine Superreichen und mit Ausnahme der Zigeuner kaum Bettler. Die Luft ist klar, im Winterlicht heben sich die Kamine drüben am Ostufer des Ural gegen den blassen Himmel ab. Der alte Schnee ist nicht schmutziger als anderswo, der neue bleibt einige Tage weiss. Es gibt neue Läden, eine Grossbäckerei. An die Stelle der Staatsorganisationen sind über 6000 private Firmen getreten, von denen die meisten allerdings bloss Handel treiben. Das Stadttheater spielt Tschechows «Kirschgarten», die kleine Oper die «Tosca». Und «Metallurg Magnitogorsk» wurde heuer in Lugano Eishockey-Europameister. Auch auf dem Internet ist die Stadt präsent.
Die sowjetischen Strassennamen hat man beibehalten, die Denkmäler der Kommunisten stehen noch. Auch einige Parteislogans sind geblieben: «Hoch lebe die Arbeit.» Es ist fast, als wäre Magnitogorsk heute dem Sozialismus näher als zur Sowjetzeit, man glaubt eine Art Solidarität zu spüren.
Seit 1997 steigt die Stahlproduktion wieder, 1998 erreichte sie sieben Millionen Tonnen, 1999 7,8 Millionen. Davon exportiert das MMK 60 Prozent, der tiefe Rubelkurs macht seine Preise attraktiv. Nur die USA verschliessen sich - aus innenpolitischen Gründen - noch dem russischem Stahl. Washington beschuldigt das MMK der Dumpingpreise.
Die Wende ist in vielen kleinen Schritten mühsam erarbeitet worden. Das Kombinat hat sich umstrukturiert. Es hat im Westen und in Russland fast zwei Milliarden Dollar aufgenommen, sich dabei in undurchsichtige Skandale verstrickt, das Geld aber in die Erneuerung der Anlagen und die Computerisierung investiert. Westliche Maschinen wurden installiert und die jüngeren Kader ins Ausland geschickt, damit sie die neuen Managementmethoden lernen.
Im Rückblick zeigt sich, dass das MMK es verstanden hat, die Zeit der Krise auf intelligente Art zu nutzen. Die Investitionen schufen Arbeit, und jetzt ist man in Magnitogorsk für die Zukunft gewappnet. Nur noch fünf Martinsöfen verpesten die Luft, die andern dreissig wurden geschlossen und durch umweltfreundliche Elektrokonverter ersetzt. Der Modernisierungsschub beginnt sich auszuzahlen: Die russische Gasindustrie bestellte 30 Millionen Tonnen Stahlrohre, zu liefern im Verlauf der nächsten 20 Jahre. Das Werk zahlt nicht nur die Löhne - ein Metallarbeiter verdient gegen 250 Franken - , sondern auch die Steuern rechtzeitig, teilweise in bar, teilweise mit Gas-, Strom- und Wärmelieferung.
Auch die Buchhaltung hat sich einiges einfallen lassen. Um den Geldengpässen weniger ausgesetzt zu sein, führte sie eine Lohnzahlungsmethode ein, die es dem MMK erlaubt, die Arbeiter zum Teil bargeldlos zu entschädigen, ohne ihnen Naturalien abgeben zu müssen. Wer möchte schon eine Tonne Stahl im Monat nach Hause tragen. Man führte eine Kredit- und Bankkarte ein, die von 20 Kaufhäusern der Stadt akzeptiert wird. Die Hälfte ihres Lohnes erhalten die MMK-Arbeiter auf diese Kreditkarte gutgeschrieben, die sie auch überziehen können. So gelingt es dem Kombinat, die Konsumgüter, die es noch immer über den Barter-Tausch erhält oder auf seinen Sowchosen selber produziert, via den lokalen Handel an die Arbeiter abzugeben. Es kann somit Bargeld sparen, ohne die Konsumfreiheit allzusehr einzuschränken. Auch Ferien bucht man weiterhin über das Kombinat, aber per Kreditkarte. Und wer sich ein Auto kaufen will, erhält vom Betrieb dafür Kredit; der Wagen entstammt einem Barter-Geschäft mit einem Autohersteller an der Wolga.
Ähnliche, bescheidene Erfolgsgeschichten gibt es in Russland inzwischen einige: die Stadt Samara ist eine, Nowgorod eine andere. In beiden Städten haben jüngere Manager und Regionalpolitiker das Heft in die Hand genommen, eine neue Generation, die in aufwendiger Detailarbeit den postsowjetischen Scheinkapitalismus allmählich in eine Marktwirtschaft verwandelt, die diese Bezeichnung auch verdient. Man hat gelernt: Wunder gibt es keine.
Gewiss übt der Monopolist Druck auf die Stadtverwaltung aus; gewiss wuchert auch in Magnitogorsk die Korruption; gewiss konzentriert sich die neue wirtschaftliche Aktivität vor allem auf den Handel - aber der Neubeginn stimmt dennoch zuversichtlich. Die russverschmierten Muskelhelden sind aus der Stadt an der Grenze zwischen Europa und Asien verschwunden, nur in Bronze stehen sie noch herum. Stahlarbeit sieht nicht mehr aus wie sozialistische Schockarbeit, viele Metaller sitzen an Steuercomputern. Russlands Betriebe produzieren nicht mehr für den Plan, sondern für ihre Kunden; Konsum ist plötzlich erlaubt, ja erwünscht.
Die Magnitogorsker heissen den eingeschlagenen Weg gut. Bei den Duma-Wahlen gaben sie der Union der Rechten Kräfte, der Partei der Wirtschaftsliberalen, die meisten Stimmen. Die Kommunisten hatten in Stalins einstiger Musterstadt keine Chance. Denn dem Kombinat geht es langsam besser.
Christoph Neidhart, langjähriger Russland-Korrespondent, ist zurzeit Visiting Scholar am Davis Center for Russian Studies der Harvard University.