PFEIFEN WERDEN aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt. Neben der weitverbreiteten Pfeife aus Bruyèreholz finden sich vorab Stücke aus Meerschaum, Ton oder Porzellan im Handel.
Etwas aus der Mode gekommen ist die Erdpfeife, die zu den ältesten Rauchgeräten gehört, deren man sich auf dem Schwarzen Kontinent schon bediente, noch bevor man den Tabak kannte. Gerade im Vorsommer, wenn es einen ins Freie zieht und trockene Witterung den Aufenthalt im Garten erlaubt, bietet die Erdpfeife ein Vergnügen, das man sich nicht entgehen lassen sollte, zumal sie nahezu kostenlos und ohne grossen Aufwand auch vom handwerklich nicht sonderlich begabten Raucher selbst gefertigt werden kann.
Alles, was es dazu braucht, ist ein Stück vorzugsweise etwas lehmigen Bodens. Mit blossen Händen formt man aus angefeuchteter Erde einen kokosnussgrossen, unten abgeflachten Klumpen, in den man zuvor einen Strohhalm, wie er etwa in Drinks Verwendung findet, horizontal eingebettet hat. Genau da, wo im Innern der Halm endet, wird von oben eine gut daumengrosse Öffnung in den Klumpen gedrückt. Sie dient als Pfeifenkopf. Das Ganze wird an eine Stelle placiert, wo man (siehe Figura) bequem zu liegen kommt, und daselbst in der Sonne getrocknet.
Wem dies noch zu umständlich erscheint, der mag sich mit einer kleinen Mulde im Boden begnügen, zu der seitlich mittels eines Bleistiftes ein als Rauchkanal dienender Tunnel vorgetrieben wird.
Auf die beschriebene Weise lassen sich auch Erdpfeifen mit mehreren Anschlüssen herstellen. Dabei ist darauf zu achten, dass den nun sternförmig angeordneten Freunden des Tabakgenusses weder Rasenmäher noch Gartengrill noch Hausfrau im Wege sind.