NZZ Folio 04/94 - Thema: Südafrika   Inhaltsverzeichnis

Raucherfreuden -- Wege zum Ruin

Von Peter Haffner

Nur Mangel an Erfahrung und Unachtsamkeit können schuld daran sein, wenn man das Rauchen voller Verzweiflung wieder aufgibt, sagt Alfred H. Dunhill, der sich um diese edle Kunst grosse Verdienste erworben hat. Was die Pfeife betrifft, pflegen Eitelkeit, ästhetisches Empfinden und bisweilen auch der Geldbeutel ihre Wahl zu bestimmen; ausschlaggebend sollte jedoch sein, welchen Tabak man daraus zu rauchen beabsichtigt. Eine breitgeschnittene Mixture oder ein grobflockiger Flake erheischen einen kräftigeren Pfeifenkopf - etwa der Fasson Pot -, während feingeschnittene Tabake sich in kleineren Köpfen mit dünnem Holz - wie beispielsweise in einer Prince - besser rauchen lassen.

Da man nicht nur unterschiedlich zubereitete, sondern auch verschiedene Tabaksorten geniessen will, deren jede - des Geschmackes wegen - ihre eigene Pfeife verlangt, sind den Begehrlichkeiten wenig Grenzen gesetzt. Und weil eine Pfeife, soll sie ihre guten Eigenschaften bewahren, nach dem Rauchen Ruhezeit braucht - es gibt Aficionados, die von vierzehn Tagen reden -, wird der Kenner seine Sammlung ebenso eifrig wie umsichtig ausbauen.

Kurz und gut - Pfeiferauchen bleibt eine der unterhaltsamsten Arten für einen Mann, sein Konto, seine Ehe und seinen Ruf als vernünftiges Mitglied der Gesellschaft zu ruinieren.


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