Isabelle Grossenbacher-Grob, Sie sind Präsidentin der Regionalgruppe Bern des Schweizerischen Pudelclubs. Da können Sie uns bestimmt sagen, woher der Pudel seinen drolligen Namen hat.
Das Wort Pudel geht auf den alten Ausdruck Pfudel zurück, was so viel wie Pfütze heisst. Seinen Namen erhielt der Pudel, weil er alles andere als wasserscheu ist und früher oft bei der Wasserjagd eingesetzt wurde.
Auch der Pudel ist aber nicht einfach ein Pudel, welche Arten sind zu unterscheiden?
Es gibt vier verschiedene Grössen. Die kleinen Toypudel, deren Schulterhöhe weniger als 28 cm beträgt, die Zwergpudel (28–35cm), die Mittelpudel (35–45cm) sowie die Grosspudel (45–60). Alle diese Grössen gibt es ausserdem in Schwarz, Weiss, Braun, Silber und Apricot.
Was ist bei der Pflege des Pudels zu beachten?
Damit die Wolle nicht verfilzt, muss der Pudel regelmässig gekämmt werden. Der Pudel verliert kein Haar wie beispielsweise der Golden Retriever, dafür muss er regelmässig geschoren werden. Zur Pflege gehört auch das Krallenschneiden, das Zupfen der Ohrhaare und das Zähneputzen.
Welche sind die wichtigsten Pudelfrisuren?
Es gibt Modeschuren, den Puppy-Clip, den Continental-Clip. Aber eigentlich sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Man kann an den Füssen Pompons stehenlassen, auf dem Kopf eine Haube. Das ist das Schöne am Pudel: Dank seinen verschiedenen Grössen, Farben und Haararten kann ihn jeder so haben, wie er ihm am besten gefällt.
Was schätzen Sie sonst noch am Pudel ganz besonders?
Der Pudel lernt enorm schnell und ist sehr aufmerksam. Er hat ein fröhliches Gemüt, ist sehr verspielt und anhänglich. Viele Leute meinen, der Pudel sei ein verwöhnter Schoss- und Modehund. Das ist völlig falsch: Mit einem Pudel kann man sehr wohl auch lange Spaziergänge bei jedem Wetter unternehmen oder erfolgreich im Hundesport arbeiten.
Isabelle Grossenbacher-Grob, Schweizerischer Pudelclub, Regionalgruppe Bern, Lontschenenweg 37, 3608 Thun.