NZZ Folio 12/08 - Thema: Geschwister   Inhaltsverzeichnis

Rätselhaft -- Wright or wrong

© Fabienne Roth
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Von CUS
Für alle Brüder einer Familie gibt es einen eigenen Ausdruck: «Gebrüder». Für alle Schwestern zusammen gibt es keinen Begriff – «Geschwestern» klänge ja auch zu dämlich. Bleiben wir also bei den Gebrüdern. Da fallen uns die Gebrüder Wright ein, also Orville und Wilbur Wright, zwei der vielen Erfinder des Motorflugs. Das Luftfahrt-Gen steckte schon in den Gebrüdern Montgolfier, Joseph Michel und Jacques Etienne, den Erfindern des Heissluftballons. Am bekanntesten wurden die Gebrüder Grimm, Jacob und Wilhelm, denen wir die Hausmärchen verdanken und das mit Abstand grösste Wörterbuch deutscher Sprache. Heute gibt es kaum noch Gebrüder, jedenfalls keine, die noch so bezeichnet werden. Allenfalls in Firmennamen kommen sie noch vor: «Actienbrauerei Gebr. Kumpfmüller und Nachfahren». Nun könnten wir den oft gedankenlos verwendeten Begriff Gebrüder einfach stehen lassen. Doch dann hätten wir kein Rätsel. Darum: Welche der drei obengenannten Geschwisterpaare, Wright, Montgolfier und Grimm, waren denn tatsächlich Gebrüder?

Auflösung des Rätsels aus Folio 11/08:

Generationen von Lateinschülern kennen Cäsars «De bello Gallico» (vom Gallischen Krieg. Oder, «de bello gallo» falsch übersetzt, vom «schönen Hähnchen»). Cäsar verfasste die Schrift in sehr einfachem Latein als Selbstdarstellung und Propagandamittel im Kampf um die Macht in Rom. Die Helvetier tauchen gleich im ersten Absatz auf, und in der Folge schlägt Cäsar die aus der heutigen Schweiz ausgewanderten Migranten.

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