HAVANNAZIGARREN werden in den unterschiedlichsten Formaten angeboten, und jede der dreizehn hierzulande vertretenen Marken hat, Lieferschwierigkeiten vorbehalten, eine ganze Reihe davon im Sortiment. Um so bedauerlicher, dass die ungekrönte Königin der Havannas, die Piramide - fälschlicherweise oft als «Torpedo» bezeichnet und von Zino Davidoff unter die Gattung Lonsdales eingereiht -, gegenwärtig nur von zwei Manufakturen erhältlich ist: von Montecristo die Nr. 2 und von Bolivar die Belicoso Fino.
Mit einer Länge von 156 Millimetern und einem Gewicht von 12,19 Gramm (etwas kleiner die Bolivar) gehören die sogenannten Elefantenfüsse zu den grossen Zigarren, die nach einem gesegneten Mahl genossen sein wollen - jenem Vorwand also, den der Aficionado der «trockenen Trunkenheit» hinter sich bringt, um rauchen zu können. Das grosse Brandende der am Kopf spitz zulaufenden Zigarre garantiert just die Fülle des Rauches, die einem erlaubt, all seinen Aromen nachzuschmecken und sie auszukosten, derweil man der Schönen Silhouette studiert.
Es ist ratsam, Havannas (sofern man sie nicht kettenraucht wie Churchill) einzeln zu kaufen. Nicht nur sind sie im Fachgeschäft unter ihresgleichen besser gelagert als im heimischen Humidor; man darf sich jeweils auch die Verheissungsvollste - möglichst aus der oberen Lage - aussuchen.