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Vereinsleben -- Unsere Frauen
Von Mikael Krogerus
Rita Gerber, am 21. März ist der Welttag der Hauswirtschaft. Sie sind Präsidentin des Hausfrauenvereins Huttwil – was plant Ihr Verein?
Oh, davon wusste ich gar nichts! Wir haben jetzt nichts geplant. Wir treffen uns immer bloss am ersten Dienstag des Monats.
Was passiert da?
Wir stricken Handschuhe, Pullover, Socken, Schals, Topflappen, Babykleider und so fort, die wir dann sechs Mal im Jahr am Märit verkaufen – die Einnahmen gehen an die Alterssiedlung Huttwil. Ausserdem betreiben wir ehrenamtlich unser kleines «Hausfrauen-Lädeli» im Dorf. Da sitzen wir und stricken und verkaufen die Handarbeiten. Gute Kunden bekommen noch einen Kaffee.
Sind alle Vereinsmitglieder Hausfrauen?
Es gibt schon einige, die berufstätig sind, aber die meisten sind Hausfrauen.
Wo steht Ihr Verein in der Geschlechterfrage?
Also, ich bin der Meinung, wenn man kleine Kinder hat, sollte die Frau zu Hause bleiben.
Weil Frauen für die Hausarbeit besser geeignet sind?
Ach, ich trau den Männern schon etwas zu. Es gibt sicher Wohnungen, die besser aussehen, wenn der Mann sich drum kümmert. Aber ich finde die Aufteilung: der Mann geht arbeiten, die Frau kümmert sich um den Haushalt, absolut in Ordnung.
Kennen Sie das Buch von Eva Hermann?
Nein. Worum geht es da?
Sie sagt darin ungefähr, dass Frauen sich aufgrund ihrer biologischen Disposition lieber um die Kinder kümmern sollten als um die Karriere.
Hmm.
Was heisst «hmm»?
Es kommt darauf an, wie es in einer Familie aussieht. Wenn eine Frau die Möglichkeit hat, mehr zu verdienen als der Mann, dann soll sie ruhig ran.
Wäre das nicht ein Thema für Ihr nächstes Dienstagstreffen?
Nein, das ist nicht so aktuell für uns.
Hausfrauen-Lädeli, Friedhofsweg 4, 4950 Huttwil. Öffnungszeiten: Dienstag- und Freitagnachmittag.
Mikael Krogerus ist NZZ-Folio-Redaktor
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