Mehr als sechs Jahre lang habe ich in diesen Spalten über «Arthritis in flämischen Gemälden (1400–1700)» (British Medical Journal, Vol. 1, S. 1203–1205), über «Griechische und deutsche Verabschiedungen am Telefon» (Pragmatics, Vol. 8, S. 79–94) und über «Augenschäden durch Weihnachtsbäume» (Lancet Nr. 8425, S. 1335) berichtet. Ich habe mich kritisch mit den «Hoden des Kälteingenieurs» (British Journal of Urology, Vol. 65, S. 213) auseinandergesetzt und die «Toilettenpapierdermatitis» (JAMA, Vol. 209, S. 269) enttabuisiert.
Damit ist nun Schluss. Sie lesen gerade die letzte Kolumne aus der Reihe «Spektrum der Wissenschaft». Um die Entzugserscheinungen etwas zu mildern, hier zwei Internethinweise: Die Zeitschrift «Annals of Improbable Research» (www. improb.com) beschäftigt sich seit Jahren mit Humor in der Wissenschaft. Ihr Herausgeber Marc Abrahams ist auch der Gründer der Ig-Nobelpreise für seltsame Forschungen. Der letzte Preis in Chemie ging an die Arbeit «Schwimmen Menschen in Sirup schneller oder langsamer?» (American Institute of Chemical Engineers Journal, Vol. 50, S. 2646–47).
Wer selbst eine Facharbeit schreiben möchte, aber weder die Ausbildung noch das Talent dazu besitzt, dem sei der «automatische Computerwissenschaftsfachartikelgenerator» empfohlen (www. pdos.csail.mit.edu/scigen). Damit lassen sich per Programm völlig zusammenhanglose Arbeiten erstellen. Eine davon wurde bei einem Computersymposium sogar angenommen. Also, auf bald an einer Fachkonferenz.