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Spektrum der Wissenschaft -- Toilettenkollaps
Von Reto U. Schneider
«PROBLEME, die aus dem Gebrauch von Toiletten folgen, nehmen in der medizinischen Literatur keine prominente Stellung ein.» Zu diesem Schluss kommen die Autoren der Untersuchung «Der Zusammenbruch von Toiletten in Glasgow» (Scottish Medical Journal, Vol. 38, S. 185), die drei Fälle dieses seltenen Unglücks beschreibt. Das Wasserklosett «weist im jahrelangen Entsorgen von Exkrementen eine gute Sicherheitsbilanz auf». Umso überraschender waren die Fälle des 14-jährigen Mädchens (83 Kilogramm) sowie eines 34-jährigen und eines 48-jährigen Mannes (70 und 76 Kilogramm), unter deren Körpergewicht die Toilette zusammengebrochen war. Auf der Suche nach einem Grund wurden die Opfer zu «Alter und Herkunft» der Schüsseln befragt, gaben aber nur an, sie seien «alt und aus weissem Porzellan» gewesen.
Weil sich bisherige Reporte von solchen Verletzungen vor allem auf die «Behandlung der Penis-Toilettensitz-Verletzungen - Bericht von zwei Fällen» (Canadian Journal of Urology, Vol. 8, S. 1293-1294) beschränkten, konnten sie nichts zur Erhellung der merkwürdigen Serie beitragen. Der Artikel kommt zum Schluss: «Wir würden raten, älteres Porzellan, mit dem so viele von uns vertraut sind, mit einem gewissen Mass an Vorsicht zu behandeln.»
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