«EIN FÜR ALLEMAL genug davon, ihm dabei zusehen zu müssen, wie er die Leichenteile in seinem Maul zermalmt, die Knochen ausspuckt und sich dann das überschüssige Fett und das eingedickte Blut von den Lippen wischt?»
Die Frage richtet sich weder an Horror-Video-Junkies noch an Besitzer von Pitbull-Terriern, die überzeugt werden sollen, ihr Untier gegen einen Goldhamster auszutauschen. Nein, sie hat die Frauen im Visier, die Vegetarierinnen sind und mit einem Lebensabschnittspartner geschlagen, der ihnen mit jedem Stück, das er sich vom Braten säbelt, einen Stich ins ungeliebte Herz versetzt.
Für sie sind die «Veggie Singles News», die in Manhattan allerorts gratis aufliegen und animieren, den Bund fürs Leben mit einem Bund Radieschen zu besiegeln. Stramme Gurken, Bananen und Maiskolben zieren das Titelblatt der Zeitschrift, in der sich alles ums Frischgemüse dreht. Und worin auch so rührende Geschichten zu lesen sind wie die vom Psychotherapeuten, der, schon der Verzweiflung nahe, endlich eine gleichgesinnte Frau gefunden hat - nach 21 fleischlosen Jahren!