Beim Telefon denkt man an einen Apparat. Dieser Apparat repräsentiert allerdings nur einen peripheren Aspekt des Phänomens. Zentral ist das Netzwerk: indem zusätzliche Hardware oder verbesserte Software an den Netzwerk?Knoten hinzugefügt wird, erhalten die Abonnenten immer neue Möglichkeiten, während ihr «Telefon» stets das alte bleibt.
Das Wunder des Telefons besteht darin, dass es am andern Ende der Leitung jemanden gibt. Das heisst nun allerdings nicht, dass auch stets jemand da ist, wenn die Verbindung hergestellt wird. Es kann auch ein Computer sein, der den Anruf entgegennimmt, und ein Getränkeautomat, der anruft. Psychologen vermuten, dass für telefonierende Menschen der Austausch harter Fakten weniger wichtig ist als das vage Gefühl, ein anderer Mensch sei da. Ingenieure arbeiten aber unter Hochdruck daran, das Telefon zu einem Werkzeug für elektronische Datenverarbeitung zu machen.
Das Fräulein vom Amt ist heute ein Computer oder, wie die Fachleute sagen, ein System zur interaktiven Sprachverarbeitung. Solche Systeme stellen sicher, dass ein Anrufer wirklich derjenige ist, der er zu sein vorgibt, sie verwandeln mündliche Anweisungen in Computerbefehle oder lesen elektronisch gespeicherte Texte vor, beispielsweise E-Mail-Botschaften. Der Markt für Interactive Voice Response Systems ist sehr dynamisch, geprägt von zahlreichen kleineren Firmen, deren Namen kaum ein PC-Anwender und kaum ein Telefonbenutzer kennt. Gemäss einer Studie der amerikanischen Marktforschungsfirma Frost & Sullivan wird dieser Markt von rund 570 Millionen Dollar im vergangenen Jahr auf mehr als 1,1 Milliarden Dollar im Jahr 2004 wachsen. Zu den führenden Entwicklern von Basistechniken gehört Dialogic, an der sich zu Beginn dieses Jahres Microsoft beteiligte und die vor wenigen Wochen von Intel übernommen worden ist.
Um zu zeigen, was Computer als Gesprächspartner beim Telefonieren leisten können, verweist man gerne auf eine von Philips entwickelte Anwendung, die unter anderem im Dienste der Schweizerischen Bundesbahnen den Reisenden mit Fahrplanauskünften weiterhilft. Der Anrufer ist in der Gestaltung des Dialogs völlig frei, der Computer bemüht sich, die Wörter, die eine Frage ausmachen, zu erkennen, sein Verständnis allenfalls durch Rückfragen zu präzisieren und schliesslich die gewünschte Information aus dem Kursbuch vorzulesen. Die Ingenieure haben dem System sogar beigebracht, auch beim Sprechen noch zuzuhören, weil die menschlichen Gesprächspartner, statt zuzuhören, gerne dreinreden. Die Marketingverantwortlichen haben für diese Fähigkeit den Begriff «True Dialog» geprägt.
Gemäss Angaben von Philips versteht das System 10 000 Wörter und weiss auch mit grammatikalisch unkorrekt oder in regionalen Sprachvarianten formulierten Anfragen umzugehen; die «Dialogerfolgsrate» betrage 94 Prozent. Doch darf man das als Erfolg bezeichnen, wenn sich jemand, der nach Gasel BE reisen wollte, bedankt, nachdem ihm die Abfahrtszeiten der Züge nach Basel vorgelesen wurden? Tests der SBB haben ergeben, dass bestenfalls 75 Prozent der Anfragen zur Zufriedenheit der Anrufenden erledigt wurden. Die Zahl der Anrufenden blieb konstant bei rund 300 bis 400 pro Tag. Im Internet wird der SBB-Fahrplan hingegen täglich von mehr als 43 000 Leuten konsultiert, Tendenz steigend. Und rund 1500 Leute lassen sich die Abfahrtszeiten von Zügen mittels Short Message Service (SMS) auf ihrem Handy anzeigen. Gegenüber diesen Zahlen ist die Popularität des sprechenden und Sprache verstehenden Computers gering, und die SBB planen deshalb, ihn noch vor Ende Jahr abzuschalten.
Noch grössere Ambitionen hat ein Team von vorwiegend an deutschen Hochschulen tätigen Forschern, die unter dem Namen Verbmobil ein System entwickeln, das gesprochene Sprache nicht nur verstehen, sondern in Echtzeit auch in einer anderen Sprache wiedergeben soll. Das Projekt wurde 1993 gestartet und kostete bisher rund 170 Millionen Mark, die vom deutschen Staat und von verschiedenen Firmen, darunter Alcatel, IBM, Philips und Siemens, aufgebracht wurden. In einer ersten Phase wurde ein Gerät geschaffen, das Terminvereinbarungen vom Deutschen oder Japanischen ins Englische übersetzen kann. Nächstes Jahr soll das System auch Dialoge in den Bereichen Reiseplanung und Hotelreservation zwischen Deutsch und Englisch oder Deutsch und Japanisch jeweils in beiden Richtungen dolmetschen können.
Verbmobil II, dessen Premiere für die Weltausstellung Expo 2000 geplant ist, soll nicht nur automatisch erkennen, ob ein Anrufer Deutsch, Japanisch oder Englisch spricht, sondern auch den Klang der Stimme erfassen und sogar in der Lage sein, Emotionen zu erkennen und richtig zu interpretieren. Schliesslich, so verspricht der Projektleiter Wolfgang Wahlster vom Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz in Saarbrücken, wird Verbmobil II Telefongespräche auch protokollieren und schriftlich fixieren können. Derzeit seien 74,2 Prozent der automatisch generierten Übersetzungen «approximativ korrekt», das heisst, sie geben den vom Sprecher intendierten Inhalt in der Zielsprache verständlich wieder.
Wenn es darum geht, das Telefon der Zukunft anschaulich darzustellen, werden meist sehr kleine Geräte mit sehr grossen Bildschirmen gezeigt. Man sieht etwa ein sympathisches junges Paar im Auto über Land fahren. Ein Druck auf die Taste Hotel, und das Autotelefon ermittelt die nächstgelegene standesgemässe Übernachtungsgelegenheit, wählt die Nummer und lässt auf dem Bildschirm neben dem Steuerrad die freundlich lächelnde Empfangsdame erscheinen. Während das junge Paar noch immer über Land gondelt, kann es freie Zimmer besichtigen, die Buchung vornehmen und auch gleich noch aus einer reich bebilderten Speisekarte das Nachtessen auswählen. Wenn es auch tatsächlich so ist, dass in zwei, drei Jahren Mobiltelefonnetze der dritten Generation bis zu zwei MBit pro Sekunde transportieren können - also auch für die Übertragung von bewegten Bildern geeignet wären -, so wird doch Videoconferencing als Alltäglichkeit das bleiben, was es seit rund 50 Jahren ist: Stoff für Vorabendfernsehserien.
Interessantere Anwendungen versprechen Cellular Engines, Mobiltelefone ohne Tasten und Bildschirm, ohne Mikrophon und Lautsprecher. Unter den 2,4 Millionen Mobiltelefon-Abonnenten in der Schweiz gibt es auch solche, die keine Augen, keine Ohren, keinen Mund und keinen Zeigefinger haben: etwa den Zigarettenautomaten auf dem Matterhorn, der seinen Vorrat an Rauchwaren über das Global System for Mobile Communications (GSM) an die Zentrale meldet, oder das Werbeplakat am Strassenrand, das über Mobilfunk mit neuen Inhalten aufgeladen wird. Das Geschäft mit Cellular Engines wird von Siemens dominiert und ist stark im Kommen. In Europa wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 150 000 Engines verkauft, in den nächsten zwölf Monaten sollen 500 000 Stück abgesetzt werden. In der Schweiz, so schätzen Branchenkenner, werden sich im gleichen Zeitraum 8000 bis 10 000 Stück verkaufen lassen.
Cellular Engines kommen in der Schweiz beispielsweise in Mietautos der Genossenschaft Mobility Carsharing zum Einsatz und befreien die Kunden davon, das Fahrtenbuch nachzuführen; die entsprechenden Daten werden automatisch an die Zentrale gemeldet. 50 Autos sind bisher mit solchen Systemen ausgerüstet, bis Ende Jahr sollen es 300 bis 400 sein. Cellular Engines fahren auch an Bord von Geldtransportern durch die Schweiz. Sie sind mit einem GPS-Empfänger gekoppelt, der laufend den Ort des Fahrzeugs ermittelt. Im Minutentakt wird die aktuelle Position an die Leitstelle übermittelt. Verlässt der Transporter die vorgegebene Route, wird automatisch ein Alarm ausgelöst und die Benzinzufuhr unterbrochen.
Während es bei E-Mail-Kontakten nicht einfach herauszufinden ist, ob die Brieffreundin und die Buchhändlerin im Haus gegenüber identisch sind oder ob ein Hund am anderen Ende der Welt die Mails verfasst hat, weiss die Telefongesellschaft bis auf 20 Meter genau, wo sich ein Mobilteilnehmer befindet. Und während in der Internet-Ökonomie alles gratis zu sein scheint, gilt in der Telekommunikationsbranche bei der Bewertung neuer Techniken die Devise: «If you can't bill it, kill it.» Diese Einstellung ist einer der Gründe, warum es in jedem Handy eine Chipkarte hat. Diese ist in erster Linie ein Subscriber Identity Module (SIM) und verrät dem Netzbetreiber, wem er die Rechnungen schicken kann.
Das Plastic-Kärtchen ist in der gängigen Variante 25 mal 15 Millimeter gross. Es ist nicht einfach ein Stück Plastic, sondern ein Computer, das heisst eine universell programmierbare Maschine. Typischerweise ist es mit einem 8-Bit-Mikroprozessor ausgestattet und verfügt über 256 Bytes Hauptspeicher (Random Access Memory, RAM), 16 KByte Festwertspeicher (Read Only Memory, ROM) sowie 8 KByte, die nichtflüchtig sind und doch jederzeit verändert werden können (Electronic Erasable and Programmable ROM, EEPROM).
Die Swisscom hat 1995 mit der SIM Card Application Platform (SICAP) ein System vorgestellt, bei dem das kleine Kärtchen im Mobiltelefon zusammen mit einem SICAP-Server ein verteiltes Datenverarbeitungssystem bildet. Der für die Übermittlung von schriftlichen Kurznachrichten entwickelte Short Message Service (SMS) dient als Transportmechanismus, via den die unterschiedlichsten Anwendungen durch die Luft nachgeliefert und auf dem Telefon installiert werden - lange nachdem Handy und SIM-Card die Produktionsstätten verlassen haben. Die wohl bekannteste SICAP-Anwendung ist Natel easy. Mit dem SIM-Toolkit hat die internationale GSM-Association eine Technik standardisiert, die ähnliches leistet wie SICAP.
Auch wenn es erfahrungsgemäss sehr schwer ist, eine Telefonrechnung anzufechten: eine SIM-Card ist aus juristischer Sicht kein genügender Identitätsnachweis. Sie bietet nicht, was eine Unterschrift oder ein digitales Zertifikat, wie sie in der Schweiz von Swisskey ausgegeben werden, garantieren: Vertraulichkeit, Integrität der übermittelten Daten sowie Authentizität und Nichtabstreitbarkeit des Ursprungs. Die ehemalige Telecom Finnland, die jetzt Sonera heisst, hat den SIM-Chip mit Kryptographie-Funktionen erweitert und so die Voraussetzung geschaffen für Anwendungen, die hohen Sicherheitsanforderungen genügen müssen, etwa Finanztransaktionen. Mit Diax hat Sonera hierzulande einen Partner gefunden. Details über ihre Handy-Banking-Lösung will Diax in den nächsten Monaten publizieren. Auch Swisscom wird im September Teile ihrer Handy-Banking-Plattform enthüllen. Diese Lösungen werden es erlauben, dass man mit dem Handy den Kontostand abfragen, Rechnungen bezahlen oder Aktien kaufen kann.
Dass es vermutlich noch einige Monate dauern wird, bis solche Anwendungen nutzbar sind, hat nichts damit zu tun, dass Patentstreitigkeiten zwischen Swisscom und Diax/Sonera die Markteinführung verzögern, sondern damit, dass Handy-Banking die Zusammenarbeit verschiedener Partner mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen und teilweise widersprüchlichen Interessen erfordert und dass sich zudem am Horizont mit dem Wireless Application Protocol bereits eine neue Technik ankündigt, deren Möglichkeiten es ratsam erscheinen lassen, sich nicht vorschnell auf jene von SMS und SIM-Cards zu beschränken.
Das Wireless Application Protocol (WAP) soll - wie die Systeme für die interaktive Sprachverarbeitung - Informationen, die auf einem entfernten Computer lagern, über Telefonverbindungen verfügbar machen. An die Stelle eines sprechenden und die menschliche Sprache verstehenden Computers tritt ein Programm, das Internet-Inhalte so aufbereitet, dass sie sich über das Mobilfunknetz verschicken und auf kleinen Bildschirmen lesen lassen; anstatt mit gesprochenen Befehlen bringt der Anwender den entfernten Computer mit kurzen Textmeldungen dazu, ihm die gewünschten Informationen in schriftlicher Form zu liefern. Zu den Initianten des WAP gehören die kleine US-Firma Unwired Planet, die mittlerweile Phone.com heisst, und die üblichen Verdächtigen aus der Mobilkommunikationsbranche: Ericsson, Motorola und Nokia. Das WAP-Forum arbeitet mit Internet-Standardisierungsgremien wie dem World Wide Web Consortium oder der Internet Engineering Task Force zusammen. WAP ist eine umfassende Kommunikationsarchitektur, die nach dem Vorbild der Internet-Protokoll-Familie aufgebaut ist und unter anderem anwendungsorientierte Grunddienste und eine XML-kompatible Dokumentenbeschreibungssprache (Wireless Markup Language) definiert.
Im Unterschied zum SIM-Toolkit ist WAP nicht an den GSM-Mobilfunkstandard und nicht an den Short Message Service als Übertragungsmechanismus gebunden. Ob sich die beiden Konzepte ergänzen oder ob allenfalls WAP die auf SIM-Karten beruhenden Techniken ablösen wird, lässt sich derzeit nicht entscheiden. Es gilt aber als sicher, dass WAP in der Mobiltelefonie eine wichtige Rolle spielen wird.
Entsprechend der SIM-Card soll bei WAP ebenfalls eine Smartcard als WAP Identity Module (WIM) Informationen zur Person hüten. Vorgesehen ist, dass mehr als ein WIM-Kärtchen in einem Telefon stecken kann. Von Alcatel und Motorola wird es Geräte geben, die neben einem kleinen ID-Modul auch Smartcards in voller Grösse aufnehmen können. Dieselbe Karte, die man in den Bancomaten steckt, könnte dann auch von einem Mobiltelefon gelesen werden. Nicht alle Hersteller sind jedoch von der Idee der doppelten Smartcard begeistert. Nokia hat dem Vernehmen nach den Schweizer Banken, die um ein Dual-Slot-Gerät gebeten haben, eine Abfuhr erteilt. Den Banken bliebe so für ihre Imagewerbung nur noch der Bildschirm, während der Name des Hardware-Herstellers gut sichtbar auf dem Gehäuse prangt und der Netzwerkbetreiber sich bei den Telefonierenden als Herausgeber der SIM/WIM-Kärtchen in Erinnerung rufen kann.
Mit Telefon assoziiert man Drähte, mit Radio oder Fernsehen Antennen. Es wird allerdings in den westlichen Industrienationen bald so sein, dass die Mehrheit der Telefonierenden Funkverbindungen nutzt, während Radio und Fernsehen über Kabel verteilt werden. GSM-Mobiltelefone senden und empfangen im 900-, 1800- oder 1900-MHz-Bereich. Sie können über mehrere Kilometer hinweg den Kontakt zu einer der rund 3000 in der Schweiz verteilten Antennen aufrechterhalten. Daneben haben die meisten Handys noch eine zweite Schnittstelle, um sich drahtlos der Umwelt mitzuteilen. Dies ist zumeist ein Infrarot-Sender-Empfänger, der eine Distanz von rund einem Meter überbrücken kann - vorausgesetzt, zwischen den beiden Punkten besteht Sichtverbindung.
Ericsson, Intel, Nokia und Toshiba haben mit Bluetooth eine Funktechnik vorgeschlagen, die Daten im 2,4-GHz-Band über Distanzen von bis zu 10 Metern zwischen zwei oder mehreren Geräten drahtlos überträgt. Die Datenübertragungsrate ist mit 721 KBit pro Sekunde nicht gerade berauschend, die entsprechenden Sende- und Empfangsmodule sollen aber klein, billig und in der Stromaufnahme sehr bescheiden sein. Damit empfehlen sie sich unter anderem für den Einbau in Mobiltelefone, die dann noch einfacher als Zahlungsmittel oder Türöffner benutzt werden können, weil man sie bei der Eingangskontrolle oder beim Ausgang an der Kasse nicht mehr aus der Tasche nehmen muss.
Welche Rolle das Handy in naher Zukunft im Leben der Menschen spielen könnte, zeigt beispielhaft ein Projekt der Firma Agro-Data. Sie wurde 1983 als Tochtergesellschaft des Verbandes landwirtschaftlicher Genossenschaften der Zentralschweiz gegründet und hat als Informatik-Generalunternehmung im vergangenen Jahr mit rund 200 Mitarbeitern 63,4 Millionen Franken Umsatz erwirtschaftet. Im kommenden Dezember wird Agro-Data in Sursee einen neuen Hauptsitz beziehen. Das Gebäude sieht aus wie ein Raumschiff aus einer fernen Galaxie und birgt in seinem Innern eine zukunftsträchtige Informatikinfrastruktur. Es gibt nicht mehr zwei Netzwerke - fürs Telefon und für die Computer -, sondern nur noch eines: Daten und Sprache werden über dieselben Kabel ausgetauscht. Ist ein Mitarbeiter nicht an seinem Platz, wird das Gespräch automatisch auf sein Handy umgeleitet. Mit dem Handy öffnen die Mitarbeiter das Garagentor, mit dem Handy verschaffen sie sich Zutritt zu ihren Computerdaten, und mit dem Handy bezahlen sie das Pausengetränk am Automaten.
Der Telefonapparat der Zukunft wird das sein, was er immer schon war: Anhängsel eines komplizierten Netzwerkes. Die wesentlichen Neuerungen werden sich nicht im Apparat, sondern in den Zentren des Netzwerks abspielen. Das entspricht jenem Trend, der seit einigen Jahren die Informatik prägt und die Hauptlast der Datenverarbeitung weg vom PC hin zum Zentralrechner verschoben hat. Der Komfort, den die Komforttelefone der Zukunft zu bieten haben werden, wird sich nicht in zusätzlichen Knöpfchen und Schaltern am Telefon selbst bemerkbar machen, sondern als ein Stück Software, das der Netzwerkbetreiber als Value-added Service auf seinen Servern installiert.
Der Telefonbeantworter ist bereits aus den Büros und Wohnzimmern verschwunden, er heisst jetzt Combox und ist einfach ein Stückchen Speicherplatz auf irgendeinem fernen Computer. Auch das Telefonbuch, der Terminkalender und das Portemonnaie werden bald dorthin verlegt - die Endanwender haben deswegen nicht weniger in der Hand.
Stefan Betschon ist Redaktor für Medien und Informatik bei der NZZ.