MACHT FARBE KRANK? «Würde man den in letzter Zeit publizierten Meldungen in der Presse Glauben schenken, müsste diese Frage klar mit Ja beantwortet werden», schreibt der Schweizerische Maler- und Gipsermeisterverband in einer Broschüre mit dem Titel «Der Maler und seine Produkte». Die Lack- und Farbenbranche habe alles unternommen, um den Anteil von gesundheitsgefährdenden und umweltschädigenden Lösemitteln in den Farben auf ein Minimum zu reduzieren. Dieser lobenswerte Einsatz verdient darum unsere spezielle Beachtung, weil damit die Maler, ohne es eigentlich zu beabsichtigen, erfolgreich in ein ihnen bisher verschlossenes Berufsfeld vorgedrungen sind. «Nicht vergessen darf man in diesem Zusammenhang» - so steht es in der Broschüre - «die Wirkung der Farbe auf die Psyche des Menschen. Würde man unsere Gebäude nicht mehr mit Farbe schützen, was wirtschaftlich verheerende Folgen hätte, und unsere Städte und Dörfer würden ein tristes Einerlei, so muss man annehmen, dass die Selbstmordrate höher wäre. Der Maler hilft also, auch wenn das ganze Jahr niemand darüber spricht, unsere psychische Gesundheit zu erhalten. Farbe macht darum, richtig angewendet, nicht krank, sondern Farbe hilft über vieles hinweg und macht gesund und fröhlich.»