Die Steinlaus
Redaktionen von Lexika, die etwas auf sich halten, legen grossen Wert darauf, in ihren Nachschlagewerken zumindest einen sogenannten Nihil-Artikel (nihil, lateinisch für «nichts») unterzubringen. Darunter versteht man einen Lexikoneintrag, der frei erfunden ist, in Tonfall und Wortwahl hingegen möglichst authentisch zu klingen versucht.
Diesen Brauch pflegen auch die Macher des klinischen Wörterbuchs «Pschyrembel». 1983 findet sich dort unter dem Buchstaben S zum ersten Mal der Eintrag «Steinlaus: (engl.) stone louse; syn. Petrophaga lorioti; kleinstes einheimisches Nagetier (Grösse 0,3–3 mm)». Doch eine Steinlaus hat es nie gegeben. Ihre lexikalische Existenz verdankt sie dem deutschen Satiriker Loriot, der sie 1976 für eine Parodie auf den deutschen Zoologen Bernhard Grzimek erfunden hat.
Beschwerden über den falschen Eintrag gibt es kaum. Einzig als die Redaktion in der 257. Ausgabe die Laus entfernte – das Werk sollte seriöser werden – hagelte es Proteste. Im aktuellen Pschyrembel steht sie wieder drin mit dem Zusatz: Diagnose- und Therapiemassnahmen bei Steinlausbefall seien mit dem Modernisierungsgesetz der gesetzlichen Krankenversicherung aus dem Leistungskatalog gestrichen worden.
Die christliche Zeitrechnung
Im beginnenden 6. Jahrhundert wollte der Papst ein für alle Mal festlegen, an welchem Datum jeweils das Osterfest zu feiern sei. Bisher legten die Diözesen den entsprechenden Termin selbst fest, und jede folgte dabei anderen Berechnungsmethoden. Ein heilloses Durcheinander, mit dem Machtanspruch Roms nicht zu vereinbaren. Das Problem war jedoch, dass der römische Papst damals weit von seiner heutigen Machtfülle entfernt war. Er hatte eben erst die Spaltung der christlichen Kirche vermieden und wollte sich nicht in einen neuerlichen Machtkampf mit den Patriarchen verstricken. Es musste also eine unanfechtbare Begründung für einen einheitlichen Ostertermin her. Und weil es die nicht gab, bedienten sich die Beteiligten einer Lüge.
Um Ordnung in den Terminwirrwarr zu bringen, beauftragte Papst Johannes I. im Jahr 526 den Mönch Dionysius Exiguus, eine Ostertafel zu erstellen. Dazu bediente sich der Mönch der Berechnungen des Patriarchen Kyrill von Alexandria und legte die Ostertermine auf 95 Jahre hinaus fest. Doch wie konnten diese Berechnungen als einzig gültige legitimiert werden? Dionysius Exiguus führte dazu eine der höchsten greifbaren Autoritäten ins Feld: den Heiligen Geist. Er behauptete einfach, die Osterberechnungen des Kyrill gingen auf einen Beschluss des Konzils von Nizäa von 325 zurück und der Heilige Geist habe den Beteiligten dabei die Hand geführt.
Einmal dabei, korrigierte Dionysius Exiguus gleich die gesamte Zeitrechnung, deren Basis bis dahin der Regierungsantritt von Diokletian gewesen war, des römischen Kaisers und fanatischen Verfolgers der Christen. Der naheliegende Gedanke des Mönchs war es, die Zeitrechnung auf das wichtigste Datum der Christenheit auszurichten, die Geburt Jesu. Ausgehend von der Auferstehung Christi, legte der Mönch das Jahr 754 römischer Zeitrechnung als das Geburtsjahr von Gottes Sohn fest und machte daraus das Jahr 1.
Die Folgen dieser Lüge bestimmen bis auf den heutigen Tag unser aller Leben. Vor allem die Jahrtausendwende demonstrierte, welche Wirkung so etwas Willkürliches wie Jahreszahlen auszulösen imstande ist.
Der Kuckuck
Einer der vielen Vorteile von Lügen ist es, dass sie das Leben leichter machen. So erspart beispielsweise die Fähigkeit mancher Tiere, die Umwelt über ihr wahres Wesen hinwegzutäuschen, ihnen eine Menge Arbeit und Ärger: Weil der Hornissenschwärmer – ein harmloser Schmetterling – das Aussehen der Hornisse nachahmt, wird er ebenso gefürchtet wie sein gefährliches Vorbild. Doch es funktioniert auch umgekehrt: Besonders gefährliche Tiere passen sich weniger bedrohlichen an, um ihre Umgebung von ihrer Harmlosigkeit zu überzeugen.
Eine besondere Form tierischer Lüge (in der Wissenschaft Mimikry genannt) praktiziert der Kuckuck. Er brütet nämlich nicht selber, sondern legt je ein Ei in fremde Nester, meist in die von Singvögeln. Um den Betrug zu kaschieren, greift der Kuckuck zu zwei Strategien: Er frisst eines der fremden Eier auf; und er verleiht den Kuckuckseiern eine ähnliche Färbung und Sprenkelung, wie sie jene des Wirtsvogels haben. Kaum ist der Kuckuck geschlüpft, wirft er die anderen Eier beziehungsweise geschlüpften Jungen aus dem Nest, um alleiniger Nutzniesser der elterlichen Zuwendung zu werden.
Die Lüge des Kuckucks macht sich die Loyalität der Vogeleltern zu ihren Kindern zunutze. Indem er sie ausbeutet, erspart er sich, selbst für seinen Nachwuchs sorgen zu müssen. Zugleich dezimiert er die Zahl der neugeborenen Vögel.
Der Klonforscher Woo Suk Hwang
Im Februar 2004 präsentierte die American Association for the Advancement of Science (AAAS) anlässlich ihrer Jahrestagung einen Artikel ihrer Zeitschrift «Science» – eine Publikation, die den südkoreanischen Klonforscher Woo Suk Hwang zuerst weltberühmt, dann berüchtigt machen sollte. Darin hiess es, dem Wissenschafter sei es erstmals gelungen, menschliche Embryonen zu klonen und aus ihnen Stammzellen zu gewinnen. Ein Traum für all jene Menschen, die darauf hofften, sie würden mit Hilfe dieser Ersatzzellen geheilt werden.
Mai 2005 folgte die zweite «Science»-Veröffentlichung, die wiederum Revolutionäres verkündete: Woo Suk Hwang behauptete, er habe seine Methode so verbessert, dass sie tatsächlich zur Heilung von Menschen eingesetzt werden könne.
Der Triumph währte nicht lange: Im Dezember 2005 ergaben die Überprüfungen eines Untersuchungsausschusses der Universität Seoul, dass die sieben Monate zuvor publizierte Arbeit eine blanke Lüge war; am 10. Januar 2006 stellte sich auch die Publikation von 2004 als Fälschung heraus. Dem Klonforscher war tatsächlich nur etwas gelungen: Er schaffte es, die exakte Kopie eines Hundes anzufertigen. Snuppy verdiente jedoch aufgrund der einfachen Klontechnik keine weitere Beachtung.
Seine Lügen begruben die konkreten Hoffnungen vieler schwerkranker Menschen auf Heilung. Zudem beschädigten sie den Ruf der Stammzellenforschung, der viele Menschen ohnehin mit einer gewissen Skepsis begegnen.
Eine einzige Ursache dafür, dass Wissenschafter während ihrer Arbeit nicht bei der Wahrheit bleiben, gibt es nicht. Vielmehr spielen von Fall zu Fall unterschiedliche Motive eine Rolle. Sie reichen von zunehmender Konkurrenz, Erfolgsdruck, der Notwendigkeit, möglichst umfassende Forschungsprojekte zu präsentieren, hohen Erwartungen von Wirtschaft und Gesellschaft, der fortschreitenden Arbeitsteilung der Forschung bis hin zu Eitelkeit, Geltungsbedürfnis und dem Wunsch nach wirtschaftlichem Erfolg. Welche Motive bei Woo Suk Hwang die tragende Rolle spielten, wird wohl erst aus historischer Sicht klar werden. Ein Faktor dürfte dabei auch die koreanische Mentalität sein: Selbst als Hwang seine Verfehlungen gestanden hatte, unterstützte ihn die Bevölkerung weiter. Die Journalisten, die ihm auf die Spur gekommen waren, wurden hingegen unter Druck gesetzt.
Die Potemkinschen Dörfer
Im Jahr 1787 reiste Katharina II. per Schiff auf die Krim, um sich einen Eindruck von der vier Jahre zuvor annektierten Halbinsel und der Arbeit Potemkins zu verschaffen. Um ihr und ihren internationalen Begleitern die dreimonatige Reise angenehmer zu gestalten, liess ihr Vertrauter Fürst Grigori Alexandrowitsch Potemkin entlang der Route hölzerne Paläste errichten; an den Ufern tauchten Bauwerke auf, die so reich geschmückt waren, dass sie laut Augenzeugen aussahen wie «durch Zauberei geschaffene Städte», während sie in Wahrheit doch nur einfache Dörfer waren.
Warum Potemkin das getan hatte, ja ob es sich überhaupt um eine vorsätzliche Täuschung handelt: darüber gehen die Meinungen der Historiker auseinander. Für die einen sind die Potemkinschen Dörfer der Versuch, einen Wohlstand vorzutäuschen, den es nicht gab. Für die anderen sind die Kulissen eine Huldigung an die Zarin, die von den politischen Feinden Potemkins instrumentalisiert wurde, um ihm zu schaden.
Schliesslich war der Feldherr und Staatsmann Grigori Alexandrowitsch Potemkin nicht nur der Berater der Zarin, sondern zeitweilig auch ihr Geliebter und griff ständig in die Staatsgeschäfte ein. Er trieb Russland in einen Krieg nach dem anderen, bereicherte sich – und bescherte trotz alledem dem Land eine Reihe von Erfolgen.
Wie immer die Wahrheit auch lauten mag – die Potemkinschen Dörfer sind sprichwörtlich geworden, und Grigori Alexandrowitsch Potemkin gilt als Inbegriff des politischen Blenders. Eine Einschätzung, die keineswegs zutrifft, denn der Generalgouverneur tat viel für die Krim und förderte massgeblich ihre wirtschaftliche Entwicklung.
Die Clinton-Lewinsky-Affäre
Das Motiv für diese Lüge ist naheliegend. Ein berühmter Mann in den besten Jahren hat eine intime Beziehung mit einer jungen Frau. Ihr Wohl hängt von dem berühmten Mann ab – genauso wie seine Reputation, ja seine politische Zukunft davon abhängen, dass diese Beziehung geheim bleibt. Als die Affäre öffentlich wird, sieht der berühmte Mann den einzigen Ausweg darin, zu lügen.
Der Mann, von dem hier die Rede ist, ist Bill Clinton, und die Geschichte begann so: Als am 12. Januar 1998 eine Angestellte des Weissen Hauses, Linda Tripp, die Tonaufnahmen, die sie von den Telefonaten mit ihrer Freundin Monica Lewinsky angefertigt hatte, dem Sonderermittler Kenneth Starr übergab, brach in den USA ein Skandal los. Auf den Tonbändern war zu hören, wie die damalige Praktikantin Lewinsky ihrer Freundin Tripp erzählte, dass sie eine intime Beziehung zum Präsidenten der USA habe – und das seit über einem Jahr.
Als der Präsident befragt wurde, stellte er in Abrede, eine sexuelle Beziehung zu Frau Lewinsky unterhalten zu haben – eine Behauptung, die sich aufgrund der fanatischen Recherchen von Kenneth Starr von Tag zu Tag weniger halten liess. So sah sich Clinton im Herbst 1998 schliesslich gezwungen, die Beziehung zuzugeben; er entschuldigte sich dafür, gelogen zu haben – und für die ganze Affäre.
Abgesehen davon, dass öffentliche Debatten um ein dunkelblaues Cocktailkleid von GAP, auf dem sich Spermaflecken des US-Präsidenten befinden sollen, nicht dazu geeignet sind, die Würde des Staatsamtes zu heben, kostete seine Lüge Bill Clinton beinahe den Job. Es wurde ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn angestrengt, das im Januar 1999 begann; es fand aber keine Mehrheit. In seiner Autobiographie schrieb Clinton später, die Affäre sei für ihn erniedrigend gewesen. Ausserdem habe er nach ihrem Bekanntwerden monatelang auf einer Couch im Weissen Haus geschlafen.
Die Konstantinische Schenkung
Auf welche Weise konnte eine Institution wie die römisch-katholische Kirche ihren Anspruch auf weltliche Herrschaft und auf territorialen Besitz rechtfertigen?
In unserem konkreten Fall waren es weniger theologische Argumente denn eine handfeste Fälschung, die es den Päpsten möglich machte, sich als Nachfolger des römischen Kaisers zu sehen, die Herrschaft über Rom zu beanspruchen und die Kirche zu dem zu machen, was sie heute ist.
Weder die Autoren noch der genaue Zeitpunkt, wann die Fälschung angefertigt wurde, sind bekannt. Sicher ist nur, dass die Konstantinische Schenkung im 8. Jahrhundert verfasst wurde. Darin hiess es, der römische Kaiser Konstantin der Grosse sei durch die Taufe von der Lepra geheilt worden. Als Dank habe er der römischen Kirche eine Reihe von Vorrechten eingeräumt: Der Papst Silvester I. und alle seine Nachfolger würden im Westen eine Stellung wie die des Kaisers einnehmen und Rom eine Vorrangstellung vor allen anderen Kirchen. Des weiteren ziehe sich der Kaiser nach Byzanz zurück, und Papst wie Klerus herrschten über Rom, Mittelitalien und die Westhälfte des Römischen Reichs. Dass es sich bei der Schenkung um eine Fälschung handelte, wurde erst im 15. Jahrhundert entdeckt; und es dauerte weitere vier Jahrhunderte, bis sich diese Erkenntnis in der katholischen Kirche durchsetzte.
Während die Schenkungsurkunde in Byzanz keinen Einfluss hatte, entfaltete sie im Westen eine Wirkung von grosser historischer Tragweite. Sie begründete den Aufstieg einer kleinen Religionsgruppe zu einer geschlossenen, mächtigen Staatskirche. Wann immer es um die Frage der weltlichen Macht, die Rolle Roms und die Vorherrschaft der römisch-katholischen Kirche ging, berief man sich während des ganzen Mittelalters auf das gefälschte Dokument. Als es als solches erkannt wurde, war der Aufstieg der römisch-katholischen Kirche nicht mehr aufzuhalten.
Die Mauer
Bisweilen werden Aussagen erst nachträglich zur brisanten Lüge, obwohl sie im Moment, da sie getan werden, durchaus ehrlich gemeint sein können. Ein bekanntes Beispiel für diesen Fall einer politischen Falschaussage ist der Satz von Walter Ulbricht, dem Staatsratsvorsitzenden der DDR, der am 15. Juni 1961 auf die Frage einer westdeutschen Journalistin antwortete: Niemand habe die Absicht, eine Mauer zu errichten.
Noch im März 1961 war auf einer Tagung des Warschauer Pakts der Plan einer radikalen Absperrung Westberlins verworfen worden. Ulbricht hatte dort vorgeschlagen, längs der Sektorengrenze eine 45 Kilometer lange Stacheldrahtbarriere quer durch die Stadt zu errichten. Zum Vorschlag kam es, weil die Durchlässigkeit der Grenze zwischen West- und Ostberlin für die DDR zum immer grösseren Problem wurde. Während die grüne Grenze zwischen den beiden Deutschland bereits seit 1952 so gesichert wurde, dass eine «Republikflucht» kaum möglich war, genügte in Berlin eine Fahrt mit der S-Bahn. Allein 1960 flüchteten knapp 200 000 DDR-Bürger.
Die Sowjetunion und die DDR schlugen daher im Sommer 1961 vor, Berlin in eine von allen Staaten unabhängige Stadt zu verwandeln; die Kontrolle über die Verkehrswege nach und von Westberlin sollte jedoch bei der DDR liegen. Die Sowjetunion gab dem Westen sechs Monate Zeit zuzustimmen. Die USA entgegneten, sie wollten den freien Zugang zu Berlin zur Not auch militärisch garantieren. Das Ultimatum verstrich, der Flüchtlingsstrom hielt an. Die DDR begann am Morgen des 13. August 1961 mit dem Bau der Mauer.
Die völlige Abriegelung Westberlins kam für die meisten überraschend, obwohl erwartet worden war, dass etwas geschehen würde.
Helmut Kohls «Nein!»
Was läge näher, als einen weitreichenden Parteispendenskandal abwenden zu wollen, indem ein Politiker die Unwahrheit sagt? Genau darum ging es bei dem simplen «Nein!», mit dem Helmut Kohl im Jahr 1985 auf eine peinliche Frage antwortete.
Als 1985 der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU/CSU) vom parlamentarischen Ausschuss zur Untersuchung der Parteispendenaffäre gefragt wurde, ob er wisse, «dass diese staatsbürgerliche Vereinigung als Geld- und Spendenbeschaffungsanlage diente», antwortete Kohl mit einem schlichten «Nein!» – und das dreimal hintereinander. Eine Antwort, die nachweislich falsch war.
Helmut Kohl wurde vor den Untersuchungsausschuss geladen, weil sich sein Name in einem Kassenbuch befand, das im Zusammenhang mit der sogenannten Flick-Affäre eine wichtige Rolle spielte. Mitte der 1970er Jahre hat der Flick-Konzern Aktien im Wert von rund 2 Milliarden D-Mark verkauft. Weil der Konzern argumentierte, die Summe werde reinvestiert, verfügte das deutsche Wirtschaftsministerium unter Otto Graf Lambsdorff eine Steuerbefreiung. Zur selben Zeit erhielten Lambsdorff und der Banker Hans Friderichs (beide FDP) grosszügige Spenden vom Flick-Manager Eberhard von Brauchitsch. Im Zuge der Ermittlungen gegen die beiden Politiker und gegen den Manager wegen Bestechlichkeit weitete sich die Sache zu einer Parteispendenaffäre aus, in deren Verlauf sich herausstellte, dass CDU/CSU, SPD und FDP Spenden in grossem Stil aus der Wirtschaft angenommen hatten.
Kohl entging nur knapp einem Strafverfahren wegen uneidlicher Falschaussage. Im Februar 1986 versuchte Heiner Geissler, der Generalsekretär der CDU, die Lüge mit folgendem Hinweis zu relativieren: «Möglicherweise hat er ein ‹Blackout› gehabt, das kann in einer sehr langen Anhörung ja mal der Fall sein.» Der Begriff «Blackout» gehört seitdem zum rhetorischen Repertoire politikkritischer Kommentatoren.
Christian Ankowitsch ist Autor und lebt in Berlin.