NZZ Folio 02/01 - Thema: Interaktiv   Inhaltsverzeichnis

Verlorene Zeit

Ein persönlicher Blick auf das Medium, das Geschichte schrieb.

Von Heribert Seifert

Am Tag, als der Fernseher kam, war unser Wohnzimmer ein anderes. Es war eine Zauberkiste, die da Einzug hielt, obwohl ihre Gestalt keine Geheimnisse versprach: ein brauner Holzkasten mit einer Frontscheibe, die ausgeschaltet wie das blinde Brillenglas der Kriegsinvaliden ins Zimmer sah und dieses graugrün spiegelte. Die verschiedenen Zonen des Zimmers erhielten neue Bedeutungen, das Arrangement der Möbel veränderte sich, und plötzlich galt eine neue Sitzordnung.

Die Sesselecke, in der wir Kinder uns so gern schmökernd hingeflätzt hatten, verlor an Attraktivität. Der Tisch vor dem Sofa, bisher der Hausaltar der Familie, um den wir uns jeweils zur Erfüllung der elterlich geforderten Kommunikationspflichten versammelten, wurde zur blossen Abstellfläche, auf die wir Gläser, Teller, Tassen achtlos absetzten, während unser Blick unverwandt auf den Fernseher gerichtet war. Denn die Tischrunde war aufgebrochen, wir waren zu Zuschauern geworden, die ihre Stühle auf jene Zimmerecke ausrichteten, in der der Fernseher stand.

Dort öffnete sich auf Knopfdruck unser Fenster zur Welt, während das wirkliche Fenster mit der Jalousie verschlossen werden musste, da sonst der Lichteinfall dem Fernsehbild die Kontraste genommen hätte. Der Blick in die Welt war fortan vor allem ein Blick in den Fernseher. Er rückte uns das Fernste ganz nah heran, während das Nahe seine Bedeutung verlor.

Als 1964 der Fernseher in unsere Wohnung kam, war zunächst alles genau so, wie es fernsehfeindliche Kulturkritiker beschrieben hatten. Wir nutzten nicht einfach ein neues Gerät, sondern das Gerät unterwarf seine Nutzer. Günther Anders hatte 1956 in «Die Antiquiertheit des Menschen» die Grundfigur dieser Fernsehkritik vorgegeben: «Was uns prägt und entprägt, was uns formt und entformt, sind eben nicht nur die durch die <Mittel> vermittelten Gegenstände, sondern die Mittel selbst, die Geräte selbst: die nicht nur Objekte möglicher Verwendung sind, sondern durch ihre festliegende Struktur und Funktion ihre Verwendung bereits festlegen und damit auch den Stil unserer Beschäftigung und unseres Lebens, kurz: uns.»

Der Alltag bekam eine neue Struktur, und zwar die, die das Programm vorgab. Zeit wurde vor allem Fernseh-Zeit: Der Samstag erhielt seine Signatur durch die «Sportschau», das Quiz mit Hans Joachim Kulenkampff, die Übertragungen aus dem Hamburger Ohnsorg-Theater. Am Sonntagmittag verband sich der Geruch des Bratens untrennbar mit dem Palaver in Werner Höfers «Internationalem Frühschoppen». Und später am Nachmittag, während die Eltern ruhten, war «Bonanza»-Zeit, da hatte ich den Fernseher ganz für mich alleine. Am Abend setzte die «Tagesschau» um acht Uhr die Zäsur, die den Rückzug der Familienmitglieder von den Pflichten draussen ins nur noch Private markierte.

Der Einzug des Fernsehers ins Wohnzimmer war das Ende eines Kampfes. Den Erwerb des neuen Mediums hatten wir Kinder gegen die lange widerstehende Mutter durchgesetzt. Mit einem Bündel aus bildungsbürgerlichen Vorbehalten gegen die Bildermaschine, moralischer Sorge um die Folgen einer «Reizüberflutung» und sozialkonservativer Befürchtung von Veränderungen im Familienalltag hatte sie das Drängen der beiden Söhne abgewehrt. Der Anschluss des privaten Haushalts an das «mächtigste Medium der Kulturindustrie» (Theodor W. Adorno) schien ihr bedrohlich. Sie ahnte, dass mit dem Gerät private Existenz und Öffentlichkeit kurzgeschlossen werden würden. Was da von aussen hereinkam, entzog sich der elterlichen Kontrolle. Das stellte die braune Kiste unter Verdacht. Fernsehen eignete sich von Anfang an für eine Rolle als «Gesamtschuldner» (Lutz Hachmeister), dem alle schädlichen Folgen gesellschaftlicher Modernisierung angelastet werden konnten.

So galt auch in unserer Familie wie in bürgerlichen und in intellektuellen Milieus der Nichtbesitz eines Fernsehgeräts durchaus als Unterscheidungsmerkmal. Er erlaubte, wenigstens im wolkigen Reich des ideologischen Selbstbewusstseins Anspruch auf einen Status geltend zu machen, den die materielle Egalisierung im Wirtschaftswunderland längst hatte prekär werden lassen. Angesichts der raschen Ausbreitung des Mediums geriet die Pose des Fernsehfeindes allerdings schon bald ins Skurril-Elitäre: In den ersten zehn Jahren stieg die Zahl der angemeldeten Geräte von 12 000 (1954) auf sechs Millionen (1963). Und 1973 waren es schon 18 Millionen Haushalte, die einen Fernseher hatten. Wer sich jetzt noch verweigerte, galt als Sonderling.

Dieser Abwehrkampf hatte allerdings auch ganz unerwünschte Folgen: Da ich zu Hause so lange keinen Fernseher zur Verfügung hatte, besuchte ich eben die Grosseltern, die gleich 1954, beim Sendestart des ARD-Programms, ein Standgerät erworben hatten. Die ganz Alten pflegten mit Wonne eine Form von medientechnologischer Innovationslust, die durchaus gegen die Imperative bürgerlicher Haushälterei verstiess: 1954 kostete ein Apparat zwischen 1000 und 4000 Mark, während Monatsverdienste von 400 Mark für die Mehrheit der Bevölkerung die Regel waren und Rentner dieses Einkommen noch unterschritten.

Die Alten setzten sich aber nicht nur über ökonomische Bedenken bei der Anschaffung des Fernsehers hinweg, sondern hatten auch nicht die medienpädagogischen Vorbehalte unserer Eltern. Auf diese Weise erzeugte die Fernsehkiste ganz neue Konflikte: War es im Sinne des familiären Zusammenhalts sehr erwünscht, dass der Enkel die Grosseltern regelmässig besuchte, so gab deren Medien-Libertinage doch auch zur Sorge Anlass. Da musste sich Grossvater dann anhören, welche Sendungen er für den Jungen freigeben sollte und welche nicht. Er scherte sich wenig darum und genoss es, zusammen mit dem Enkel das Verbotene zu tun.

Häufiger noch war ich freilich zu Gast bei televisionär versorgten Freunden. Das aber waren ausgerechnet Arbeiterkinder, die eigentlich nicht zum gewünschten Umgang zählten. So schuf das Fernsehen unter uns Kindern und Jugendlichen eine klassenübergreifende Geselligkeit, die unvermeidlich auch mit anderen häuslichen Gepflogenheiten vertraut machte: Hier konnten wir stundenlang vor der verpönten «Glotze» sitzen und uns einfach der Programmfolge ausliefern. Hier erlebten wir, wie die Mahlzeiten vor dem Gerät eingenommen wurden und nicht einem eigenen Ritual gehorchen mussten. Gegen diesen Reiz plebejischer Formlosigkeit waren alle Verbote machtlos.

In solchen Fernsehbesuchen lebten Schwundformen der kollektiven Rezeption fort. Solange die Verbreitung der Geräte noch sehr beschränkt war, fehlte es nicht an Versuchen, in neu eingerichteten «Fernsehstuben» und Kneipen den Empfang des Programms auch im öffentlichen Raum zu verankern. Bei den Übertragungen wichtiger Fussballspiele war das noch bis in die siebziger Jahre erfolgreich: Am Tresen fand sich der Männerbund der Fans zusammen, der hier das Spiel unter Experten kommentieren konnte. Und die grossen Fernsehrunden auf Studentenbuden anlässlich der Fussballweltmeisterschaften in Mexiko 1970 und in Deutschland 1974 gehören selbst für einen nur mässig enthusiastischen Fussballfreund noch heute zum festen Erinnerungsbestand des universitären Bildungsromans.

Jenseits solcher geschlechtsspezifischer Fernsehnutzung gab es kollektiven Empfang auch noch bei den TV-Abenden, die befreundete Familien einander wechselweise ausrichteten. Es war überraschend, wie schnell die lange verteidigten Dämme der überlieferten Alltagskultur zusammenbrachen, als der Fernseher auch unser Wohnzimmer erobert hatte. Die sechziger Jahre habe ich als die hohe Zeit der «Häppchen» erlebt, als kometenhaften Aufstieg einer fernsehtauglichen schnellen Küche, deren Produkte auch ohne aufwendige Esslogistik verzehrt werden konnten. Der von Mutter geschätzte «Hawaii-Toast» erwies sich dabei als zu schwierig für den programmbegleitenden Verzehr. Gefüllte Eier, der kleine Krabbencocktail, die «Schinkenröllchen Frau Antje» waren einfacher zu handhaben und auch in jener Fülle anzubieten, auf die der vom Fernsehbild gebannte achtlos Essende immer wieder zurückgreift.

Ohne Fernseher hätten sich Chips und Erdnüsse nie durchsetzen können. Zu den festen Ritualen, die sich im Umgang mit dem Fernseher herausbildeten, gehörte auch die Verknüpfung bestimmter Sendungen mit den immer gleichen Speisen: Als Jugendlicher, der sich auch über das politische und wirtschaftliche Weltgeschehen unterrichten wollte, gehörte eine Zeit lang der «Weltspiegel» am Sonntagabend zu meinem Programm. Die einmal dazu verzehrten Spargelröllchen entwickelten sich zum zwingend geforderten Begleitmedium, so dass ich Ereignisse wie die Bürgerkriege in Afrika und die Kubakrise bis heute mit dem Geschmack von Stangenspargel aus der Dose verbinde. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit stösst man in Fernsehbiographien eben auf andere Erinnerungsträger als im Lebensroman kultivierter französischer Grossbürger.

So war das, was an einem trüben Märztag 1964 in unserem Wohnzimmer aufgestellt wurde, weit mehr als nur eine mit Elektronik vollgestopfte Kiste. Es war ein Möbel, das die Beziehungen der Bewohner untereinander veränderte und bis in die Küche hinein wirkte. Hätten wir damals gewusst, was Adorno im seinem «Prolog zum Fernsehen» schon 1953 geschrieben hatte, so hätten wir ihn nicht verstanden: «Jene fatale <Nähe> des Fernsehens, Ursache auch der angeblich gemeinschaftsbildenden Wirkung der Apparate, um die Familienangehörige und Freunde, die sich sonst nichts zu sagen wüssten, stumpfsinnig sich versammeln, befriedigt nicht nur eine Begierde, vor der nichts Geistiges bestehen darf, sondern vernebelt obendrein die reale Entfremdung zwischen den Menschen und zwischen Menschen und Dingen.»

Wir hatten uns viel zu sagen und fühlten uns durchaus auch nicht als jene «Masseneremiten», zu denen wir nach Günther Anders durchs Fernsehen geworden sein sollten. Unablässig produzierte der Apparat kollektive Gesprächsthemen, vergesellschaftete uns durch seinen Rezeptionszwang. Wer sich dem entzog, riskierte den Ausschluss aus den Gesprächen der Gruppe. Alles war jetzt öffentlich und konnte öffentlich verhandelt werden, ohne dass wir deshalb die wohlige Privatsphäre der eigenen vier Wände verlassen mussten.

Das Magazin «Panorama» lieferte zuverlässig die politischen Skandale, die noch Folgen hatten und nicht zum alltäglichen Schmierstoff des Medienbetriebs heruntergekommen waren. Die Übertragungen der Kabarettprogramme der Berliner «Stachelschweine», der Münchner «Lach- und Schiessgesellschaft» und des Düsseldorfer «Kommödchens» machten uns vertraut mit der respektlosen Rede über Obrigkeiten. Die Jagd nach dem Halstuch-Mörder im Durbridge-Krimi mobilisierte nicht bloss kriminalistische Kombinatorik, sondern unterwarf mit den Mitteln des kalkulierten Schreckens die ganze Fernsehnation einer Erziehung der Gefühle. Kulenkampffs Scherze provozierten Debatten über Takt, Frisuren und Kostüme der Ansagerinnen lösten Auseinandersetzungen über die Kleiderordnung aus. Der «Beatclub» half, gegen den Widerstand von Schule und Elternhaus die Popkultur als Lebensstil durchzusetzen. Und während wir im Geschichtsunterricht der Schule noch über den Tücken der Indemnitätsvorlage grübelten, mit der Bismarck 1866 das Haushaltsrecht des Parlaments umging, konfrontierte das Fernsehen den Gymnasiasten mit der «Ermittlung» von Peter Weiss und rückte auf einmal die NS-Geschichte ganz nahe. Der schlichte braune Kasten vereinte die Funktionen von Benimmbuch und politischer Aufklärung, von Unterhaltungsmaschine und Modernisierungsmotor der Gesellschaft.

Gerade das, wovor die Kulturkritiker nicht müde wurden zu warnen, zog uns unwiderstehlich an: Dieses Medium entfesselte eine Dynamik der Entgrenzung, der alle traditionellen Autoritäten hilflos gegenüberstanden. Der Erfahrungsvorsprung des Alters verdampfte im Reichtum der hier präsentierten Geschichten. Uns Kindern und Jugendlichen, denen der Wiederaufbau der zerstörten Städte in den fünfziger und sechziger Jahren die Abenteuerspielplätze der Trümmergrundstücke und Brachflächen draussen nahm, erlaubte das Fernsehen, im Rückzug in die Wohnung zugleich in die Weite der abenteuernden Phantasie auszubrechen. Während die Bürgersteige immer mehr mit Autos zugeparkt wurden, genossen wir jetzt die grenzenlose Freiheit am «Fuss der blauen Berge».

Räumliche Distanzen wurden mühelos überwunden, Fremdes war plötzlich vertraut. Ich erinnere mich, wie seltsam in unserer westfälischen Wohnstube zunächst die Dialekte tönten, in denen der Münchner «Komödienstadl», das Hamburger «Ohnsorg-Theater» oder die Kölner Bühne des Willy Millowitsch ihre Stücke spielten. Hier kam ein Integrationsprozess in Gang, der die bundesdeutschen Stämme und Landschaften einander näher brachte. Nach der Wende von 1989 fand das allerdings keine Fortsetzung: Sächsische, thüringische, mecklenburgische Töne sind immer noch nicht so selbstverständlich in der gesamtdeutschen öffentlichen Rede wie die sprachlichen Varianten des alten Westens. Aber als die deutsche Vereinigung kam, war das Fernsehen auch schon ganz anders geworden und das Fernsehkind erwachsen.

Die Verführung ist gross, beim Blick in die eigene Fernsehbiographie diesen Wandel vor allem als Verfallsgeschichte zu erzählen, gehört es doch zu den kanonischen Mustern autobiographischer Erinnerung, die verlorene Kindheit im Glanz eines goldenen Zeitalters strahlen zu lassen. Wer kann zurückschauend wirklich trennscharf unterscheiden, ob die damalige Faszination des Fernsehens sich seiner Programmqualität verdankte oder ob sie nur dem kindlichen Staunen über die Verfügbarkeit der Welt im Kasten zuzuschreiben war? Fest steht nur, dass in eben dem Masse, in dem der junge Fernseher sich vom Zuhause löste, auch der Apparat seinen Reiz verlor. Die Welt ausserhalb des Fernsehkastens wartete mit ganz neuen Attraktionen.

Es war aber wohl auch eine Folge dessen, was mit dem Fernsehen seit 1984, dem Jahr jenes mediengeschichtlichen Urknalls, geschah, in dem das Privatfernsehen den Sendebetrieb aufnahm. Obwohl die Anzahl der Programme sich seitdem unablässig vermehrte und Fernsehen jetzt jeden Tag auf fast allen Kanälen rund um die Uhr ausgestrahlt wird, hat es seine Aura verloren. Der Videoapparat, die Spartenkanäle und die neuen Variationsmöglichkeiten des digitalen Bezahlfernsehens haben zuvor ungeahnte Chancen für einen immer individuelleren Fernsehkonsum geschaffen, bei dem die früheren Machtverhältnisse zwischen Apparat und Nutzer auf den Kopf gestellt sind.

Die Funktionslogik des Marktgeschehens, der heute nicht bloss die kommerziellen Sender gehorchen, hat den Zuschauer zu einer überlebensgrossen Figur werden lassen, der längst dem Bann der vorgegebenen Programmstruktur entwichen ist und sich selbst von der Dramaturgie der einzelnen Sendung lösen kann. Ausgestattet mit neuer Zeitsouveränität gegenüber dem Apparat und Herr über die ganze Fülle der Optionen, ist er dennoch nicht glücklicher geworden, sondern geradezu habituell missvergnügt. Beim Fernsehen ereignet sich jetzt das Drama des Subjekts der Multioptionsgesellschaft: Der Versuch, das optimale televisionäre Erlebnismanagement zu erreichen, mündet immer wieder im Zweifel, ob nicht gerade auf dem Kanal, den man gerade nicht sieht, das bessere Programm läuft. So ist die Fernbedienung, dieses raffinierte Instrument zur grössten Ermächtigung des Zuschauers, zugleich das Teufelswerk, mit dem er sich immer wieder um den erwünschten Genuss bringt.

Auch in der Fernsehbiographie mündet deshalb die Emanzipation aus der Macht des Apparates in die Desillusionierung: Der älter gewordene Teleflaneur fühlt sich nicht bloss im zerstreuten Hinausschauen auf seine selbst erzeugten Programmmontagen ein wenig verloren, sondern entdeckt auch überrascht bei sich Affekte, die er in den paradiesischen Tagen seiner Fernsehkindheit bei den Eltern bekämpfte: Sendungen wie «Big Brother», «Wer heiratet den Millionär?» oder die telegene Verbreitung der Ehekrise eines Prominentenpaars wecken plötzlich Widerstand gegen das unablässige Weitertreiben jener Entgrenzung, die ihm einst das Medium seiner Freiheit war. Und melancholisch sieht er auf die eigene Tochter, die den Fernseher laufen lässt, während sie am PC ihre elektronische Post erledigt und vielleicht noch eine Musik-CD dazu hört, um zu prüfen, ob sich das Kopieren über den Brenner lohnt. So nebensächlich ist geworden, was einmal die häuslichen Verhältnisse revolutionierte.

Solche Wahrnehmungen machen freilich nicht nur nachdenklich über die Sprünge der Medienhistorie, sondern erinnern auch nachdrücklich ans Fortschreiten der eigenen Lebensgeschichte, der die Mattscheibe so auch noch zum Stundenglas wird.

Heribert Seifert schreibt über Kultur und Medien und lebt in Recklinghausen im Ruhrgebiet.


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