UNTER DEN INFORMATIONSMEDIEN ist Fernsehen das besitzergreifendste. Es diktiert Zeitpunkt und -ablauf der Nachrichten, erwartet die Aufmerksamkeit von Auge und Ohr und zwingt sein Publikum zu reglosem Sitzen mit fixiertem Blick. Das Radio dagegen gewährt Bewegungsfreiheit, und die Zeitung ist geradezu das Medium der individuellen Informationsgewohnheiten. In Anbetracht dieses Vergleichs ist es eigentlich erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit die Menschen sich dem Fernsehen unterziehen. Das Phänomen ist nur zu erklären mit der Faszination der bewegten Bilder, mit der Lust am Zuschauen. Fernsehen entschädigt die Menschen offenbar so reichlich, dass sie sich die Disziplinierung vor dem Bildschirm gern gefallen lassen. Vierzig Jahre nach seiner Einführung ist die Anziehungskraft des Fernsehens ungebrochen. Die ebenfalls vier Jahrzehnte der kulturkritischen und volkspädagogischen Beargwöhnung des Bildschirms haben seiner Faszination keinen Abbruch getan.
Zwei Stunden verbringen die Deutschschweizer im Durchschnitt täglich vor dem Bildschirm (Zahlen von 1991). Das Radio lassen sie über drei Stunden pro Tag laufen; ein beträchtlicher Teil davon dürfte allerdings auf akustische Berieselung entfallen. Die Lektüre von Tageszeitungen beansprucht durchschnittlich 30 Minuten täglich. Diese Zahlen stimmen in den Grössenordnungen überein mit den Daten der umfangreichen deutschen Studie «Massenkommunikation 1990», so dass die in Deutschland ermittelten Einzelheiten in der Tendenz vermutlich auch für die Schweizer Verhältnisse zutreffen. Der Fernsehkonsum, der in früheren Jahren etwas gesunken war, steigt wieder an, wobei gerade die besser Gebildeten sich vermehrt dem Fernsehen zuwenden. Auch die Nutzung des Radios nimmt zu, während die Lektüre von Tageszeitungen rückläufig ist. Die Wertschätzung sämtlicher Medien ist gegenüber früheren Befragungen gestiegen; das kann mit dem gesteigerten Informationshunger in der bewegten Zeit (Fall der Mauer, Prozess der Wiedervereinigung) zusammenhängen. Auf die hypothetische Frage, welches Medium sie behalten würden, wenn sie sich für eines entscheiden müssten, nennen 52 Prozent das Fernsehen (Tendenz steigend), 26 Prozent das Radio (sinkend) und 20 Prozent die Tageszeitung (konstant). Die daraus zu schliessende starke Bindung an das Fernsehen ist bei unterhaltungsorientierten Anhängern der Privatprogramme besonders ausgeprägt. Da mag es erstaunen, dass die politische Information des Fernsehens generell positiv bewertet wird. Die Befragten sind überwiegend der Meinung, das Fernsehen berichte klar und verständlich, vollständig und schnell, diene der persönlichen Meinungsbildung und bewähre sich als Orientierungshilfe in der heutigen Welt. Als «objektiv» wird zu 33 Prozent das Fernsehen, zu 24 Prozent das Radio und zu 16 Prozent die Tageszeitung eingeschätzt, und bei der Frage, welches der drei Medien das glaubwürdigste sei, entscheiden sich 63 Prozent für das Fernsehen, 22 Prozent für die Tageszeitung und 14 Prozent für das Radio.
Das Fernsehen geniesst als Informationsmedium offensichtlich ein grosses Vertrauen. Ein viel zu grosses, wie manche meinen. Der Kommunikationswissenschafter Bernward Wember schreckte 1975 die Medienwelt mit seiner Untersuchung «Wie informiert das Fernsehen?» auf. Anhand von ZDF-Berichten über Nordirland wies Wember in einem berühmt gewordenen Fernsehfilm Punkt für Punkt nach, dass die üblichen Gestaltungsmittel der Fernsehberichterstattung bloss Augenkitzel bewirken, nicht aber visuelle Information. 80 Prozent der Zuschauer hatten in einem Test die Fernsehberichte als «sehr informativ und klar verständlich» eingeschätzt, gleichzeitig aber hatten nur 20 Prozent die Informationen einigermassen verstanden und behalten. Daraus leitete Wember den Verdacht ab, Fernsehinformation enthalte «Giftstoffe», die das Publikum zugleich betören und einlullen.
Wembers Kritik, so unbestritten sie weithin war, hat auf die Dauer wenig bewirkt. Fernsehreporter tappen immer wieder in die Fallen, die ihnen das Medium stellt. Oberflächlich dramatisierte und unnötig dynamisierte Bilder, Füllbilder ohne Informationswert, hektische Schnittfolgen, Text-Bild-Scheren und zu komplizierte Sprache sind täglich vielfach anzutreffen. Die Ursachen dürften heute wie damals die gleichen sein. Der Zeitdruck bei der Vorbereitung, beim Drehen und Bearbeiten lässt wenig Raum zur Reflexion. Und so hält man sich notgedrungen an die Routine, bebildert Themen nach gängigen Vorstellungen von visueller Attraktivität und entscheidet im Zweifelsfall für Verlegenheitsbilder statt für den Verzicht auf das Filmbild.
Wir haben versucht, an zwei Tagen im Februar dieses Jahres je sieben Nachrichtensendungen zu vergleichen und zu bewerten. Die Qualitätsunterschiede sind eklatant. «RTL aktuell» und «Sat 1 News» (beide um 18 Uhr 45) suchen als Informationssendungen privater Kanäle begreiflicherweise einen anderen Stil als die Nachrichten öffentlichrechtlicher Veranstalter. Ihr Rezept ist ein ausgesprochener Fernseh-Boulevardjournalismus. Die RTL-Crew präsentiert sich gewissermassen in einem Dauerzustand exaltierter Lebensfreude. Jedes Thema wird kurz und in flottem Ton abgehandelt, als gälte es zu beweisen, dass man mit RTL alles etwas leichter nehmen könne. Zwar gibt es auch da die Krise im Ruhrgebiet. Im Filmbericht sind ein Dutzend Kumpel im Halbkreis um die Reporterin versammelt, und einer berichtet von trüben Aussichten. Er könne Alimente und Schulden nicht mehr zahlen ohne seinen Job. Darauf die Reporterin triumphierend: «Wir sehen, hier stehen Existenzen auf dem Spiel.» Und weg sind Szene und Thema. Nachrichten werden hier angepriesen und verkauft, und es herrscht ein marktschreierischer, selbstgefälliger Ton. Genauigkeit und Verständlichkeit werden häufig dem Tempo geopfert. «RTL aktuell» hat sich der Werbung, von der das Programm lebt, perfekt angeglichen. Die agierenden Personen könnten hier und dort dieselben sein, und an Farbigkeit und Rasanz steht die Information der Werbung kaum nach.
Bei «Sat 1 News» geht es kaum anders zu. Die Informationshäppchen sind vielleicht noch kurzatmiger als bei RTL. In den Nachrichtenblocks sind die einzelnen Meldungen oft so rudimentär, dass man auch als aufmerksamer Zuschauer kaum etwas mitbekommt. Bei Bildberichten fallen schnelle Schnittfolgen auf, und in den Texten verrät sich der Drang zur grösstmöglichen Emotionalisierung. Sprechendes Beispiel ist eine Meldung über die Flüchtlingsnot in Bosnien. Der Moderator schliesst die Ankündigung des Filmberichts über die Flucht aus dem belagerten Gorazde mit dem Satz: «Ein mörderischer Treck durch Schnee und Eis.» Und der Kommentar zum Film schliesst an: «Durch die eiskalte Dunkelheit schleppt sich ein Treck erschöpfter Menschen. Seit zwölf Stunden kämpfen sie sich durch den Schnee. Nacht für Nacht wagen Hunderte die Flucht durch die Berge. Der einzige Weg, dem Hungertod zu entgehen. Ihre Führer leiten sie durch Kampfgebiet. Jedesmal gibt es Verletzte, jedesmal Tote. Auf ihrem Pfad kommt ihnen ein Ponytreck entgegen, beladen mit Lebensmitteln für die belagerte Stadt. Einige von ihnen werden nie wieder nach Hause zurückkehren.» Etwa so tönt es im gleichen Programm auch in der Sendung «Retter», die zu den umstrittenen Reality-TV-Shows zählt.
Von Interessenverfilzung oder vielleicht eher von journalistischer Unbedarftheit zeugt sodann ein reichlich langer Bericht über den Besuch Verteidigungsminister Rühes bei den chilenischen Militärs, der sich von Anfang bis Ende als peinlich beflissene Rechtfertigung der politisch nicht ganz unproblematischen Visite herausstellt. In einem weiteren Fall bei «Sat 1 News» besteht eine Meldung aus nichts als einem Gerücht und einem Dementi: Yassir Arafat soll laut «Bild» für Egon Krenz in der Schweiz ein Konto mit 480 000 DM eingerichtet haben, damit dieser sich ins Ausland absetzen könne. Krenz bestreite dies. Ein Arafat-Portrait mit dem Schriftzug «Konto» wird eingeblendet, wodurch sich die nicht einmal mit einer Zeitangabe näher bestimmte Behauptung auf der visuellen Ebene zum Faktum verdichtet.
Nachrichten sind nicht die Stärke der beiden führenden Privatsender im deutschsprachigen Raum. Zuschauerinnen und Zuschauer, die an die Medien Informationsansprüche stellen, bevorzugen denn auch die öffentlichrechtlichen Programme - dies besagt die Studie «Massenkommunikation 1990». Die qualitativen Programmvergleiche zwischen öffentlichrechtlichen und privaten Sendern, die Udo Michael Krüger vom Kölner Institut für empirische Medienforschung seit 1985 kontinuierlich durchführt, zeigen, dass die Präferenz des informationsorientierten Publikums gute Gründe hat. Krüger spricht hinsichtlich der Sparten Information, Kultur und Bildung von einem wachsenden Niveauunterschied zuungunsten der Privaten.
In unserem Programmvergleich markieren auf der Seite der öffentlichrechtlichen Sender die ARD-Tagesschau und das Informationsmagazin «10 vor 10» des Schweizer Fernsehens DRS die Variationsbreite der Konzepte. Die 20-Uhr-Tagesschau bei der ARD bringt knochentrockene Information. Die Nachrichten werden da verlesen wie amtliche Bekanntmachungen. Tagesschau-Filmberichte zeigen häufig Politikerrunden, wo es nie etwas zu zeigen gibt, weil die Kameras erst nach Schluss oder nur vor Beginn der Sitzung hereingelassen werden, oder irgendwelche Grosskopfeten, die, aus Limousinen steigend und in Portalen verschwindend, noch schnell mitteilen, dass sie zurzeit nichts sagen wollen. Im allgemeinen aber bietet die Sendung solides Nachrichtenhandwerk in Wort und Bild. Sie verzichtet auf jegliche Anbiederung, den Moderatoren scheint jedes Lächeln, Brauenheben oder Augenzwinkern bei Androhung der sofortigen Entfernung vom Bildschirm verboten zu sein. Und diese Sendung hat Erfolg: durchschnittlich 8,5 Millionen Zuschauer, 24 Prozent Einschaltquote. Die ARD-Tagesschau ist in Deutschland seit vierzig Jahren eine publizistische Institution, mit deren Bedeutung sich allenfalls der «Spiegel» und - allerdings im rein quantitativen Sinn - die «Bild-Zeitung» messen können. Kann sein, dass gerade ihr sprödes Auftreten bewirkt, dass die ARD-Tagesschau als besonders glaubwürdig und zuverlässig gilt. Wer von sich wenig Aufhebens macht, dem traut man eben leichter.
«10 vor 10» ist, wie gesagt, das Gegenstück. Das DRS-Informationsmagazin will «Geschichten» bringen, also möglichst das Allgemeine am Einzelfall, das Strukturelle anhand der Story und das Politische im Tun von Personen zeigen. Ein Beispiel dafür war der Bericht über die Schliessung der FAG-Kugellagerfabrik. Statt, wie in solchen Fällen üblich, bloss die Fabrik zu zeigen und zwei Statements einzuholen, nahm «10 vor 10» sich zusätzlich Zeit, einigen Arbeiterinnen und Arbeitern zuzuhören. Der Bericht zeigte die Verlegenheit des Gewerkschaftsvertreters, begleitete eine Gruppe der Belegschaft auf der Fahrt zu einer Demonstration nach Schweinfurt, wo sich der Firmenhauptsitz befindet, und fing so etwas von der beklemmenden Realität ein, die hinter der inzwischen allzu gewohnten Meldung steckt. Die Vorteile eines solchen Konzepts liegen in der verständlichen und einprägsamen Umsetzung von oft abstrakten und komplizierten Themen. Die Gefühlsebene des Kommunikationsvorgangs ist bei diesem Vorgehen bewusst einbezogen. Nachteile dieses Nachrichtenverständnisses zeigen sich immer dann, wenn die «Geschichten» nicht ergiebig und nicht exemplarisch sind. Bei «10 vor 10» ist das Gelingen oder Misslingen der Sendung eigentlich stets das heimliche Thema Nummer eins. Daher erklärt sich das dauernde Bemühen, die journalistischen Taten der Crew ins Licht zu setzen. Mit kleinen Serien wie zum Beispiel den Landstrassen-Geschichten aus Russland und mit einer gewinnenden Moderation bemüht sich das Magazin um Publikumsbindung. Auch dieses Konzept ist erfolgreich. Die Sendung erreicht respektable Einschaltquoten (um 18 Prozent, das sind rund 600 000 Zuschauer) und ist in erstaunlich kurzer Zeit zu einem Prestigeprodukt des Fernsehens DRS geworden.
Die DRS-Tagesschau (Hauptausgabe 19 Uhr 30), in den vergangenen Jahren immer wieder umgebaut und von Querelen erschüttert, scheint sich in letzter Zeit dem Magazin «10 vor 10» konzeptionell angenähert zu haben. Es kommen magazinartige Beiträge vor, zusammengesetzt aus Moderation, Filmbericht und Studiogespräch. Vielleicht ist es der hausinternen Rivalität zu verdanken, dass manchmal Meldungen auftauchen, die in der sonst bei allen Nachrichtensendungen erstaunlich ähnlichen Themenauswahl nicht erscheinen. Die DRS-Tagesschau erreicht mit ihrer Hauptausgabe durchschnittlich eine Million Zuschauerinnen und Zuschauer.
Der Vergleich des DRS-Informationsmagazins mit den Nachrichtenflaggschiffen der ARD und des ZDF liegt nahe. Länge und Sendezeit sind mindestens bei «10 vor 10» und «heute journal» (ZDF) fast gleich; die «Tagesthemen» der ARD sind lediglich etwas später am Abend angesiedelt. In dieser Vergleichsgruppe fällt das «heute journal» in vieler Hinsicht ab. Es gibt in dieser Sendung keine herausragenden Moderatoren und kein griffiges Konzept. Im direkten Vergleich, wie Meldungen in der ZDF- und in der ARD-Sendung bearbeitet und präsentiert werden, sind mir bei der ZDF-Version mehrmals Schwächen aufgefallen. Dazu ein Beispiel: Die Vorschläge der SPD zum Solidarpakt für die wirtschaftliche Bewältigung der Wiedervereinigung wurden im «heute journal» abgehandelt mit einer bemüht satirischen, die Pointen auswalzenden Einleitung (Moderator Alexander Niemetz), einem ironisch eingefärbten Bildbericht von der Präsentation des Vorschlags und einer Reportage über Diskussionen an der Parteibasis, die sich vor allem um die Politvokabel «Schmusekurs» (für ein sanftes, niemanden verprellendes Vorgehen) drehte. Die Grenzen von Bericht und satirischer Kommentierung verschwammen zunehmend, und zu allem Überfluss enthielt die Sendung einen zweiten, diesmal dezidiert satirischen Beitrag über Politiker, die ihre Reisen nicht selber bezahlen, der sich dann aber vor lauter Ausgewogenheit in nichts auflöste. Informativer und interessanter ging es in den «Tagesthemen» zu. Im Beitrag über SPD und Solidarpakt arbeitete die Moderatorin Sabine Christiansen die Positionen der Parteien eingangs klar heraus. Dann interviewte sie via Bildverbindung den Chefökonomen der Dresdner Bank, der das SPD-Konzept aus wirtschaftspolitischen Gründen rigoros ablehnt. Christiansen bewährte sich als zielsichere Befragerin und brachte den Ökonomen und Interessenvertreter zu verständlichen und handfesten Aussagen. Überhaupt, die Moderation: Mit Sabine Christiansen und Ulrich Wickert haben die «Tagesthemen» zwei Stars, denen niemand im deutschsprachigen Fernsehen das Wasser reicht. Beide strahlen Kompetenz und Präsenz aus und sind sprecherisch hervorragend. Vor allem Wickerts entspannte und nuancierte Diktion ist ein Genuss.
Doch was ist nun mit Bernward Wembers Kritik, Fernsehberichterstattung sei Augenkitzel statt Information? Gilt sie noch, und wenn ja, gilt sie für alle Informationssendungen gleichermassen? Die Kommunikationsforscher Hans-Bernd Brosius und Colin Berry haben 25 Jahre nach Wember aus ihren Untersuchungen ein Dreifaktorenmodell der Wirkung von Fernsehnachrichten entwickelt. Wichtigster Faktor des Verstehens ist das Vorwissen des Zuschauers. An zweiter Stelle rangiert die Wichtigkeit, die er einer Meldung beimisst. Den geringsten Einfluss auf das Verständnis hat nach Brosius und Berry die Form, in der eine Meldung präsentiert wird. Wembers Kritik betraf also nur den relativ unwichtigsten Faktor. Der Kommunikationsvorgang hängt zum grössten Teil von den Medienbenützern selbst ab. Nur eins können sie nicht: sich über Dinge ins Bild setzen, über die nicht berichtet wird. Die Regeln, nach denen aus der Flut der Informationen die Meldungen der Nachrichten ausgewählt werden, bestimmen von vornherein das Bild der gegenwärtigen Welt, das man sich durch Medienkommunikation machen kann. Über diese Regeln besteht ein Konsens, der durch lange Übung aller Beteiligten so selbstverständlich geworden ist, dass sie gar nicht mehr als gesetzte und somit veränderbare Regeln wahrgenommen werden. Information durch Presse, Radio und Fernsehen ermöglicht eine schnelle, umfassende und differenzierte Wahrnehmung der gegenwärtigen Welt wie nie zuvor in der Geschichte. Die Wahrnehmungsbeschränkung, die diese Kommunikation trotzdem mit sich bringen kann, ergibt sich aus einer Überschätzung. Wer sich zum Glauben verleiten lässt, die rund um die Uhr verfügbaren News seien die ganze Erfahrung und das erschöpfende Wissen von der Gegenwart, dem bleibt nur ein apparatives Weltbild.
Urs Meier ist der Fernsehbeauftragte der evangelischen Kirchen der Deutschschweiz und Redaktor der Fachzeitschrift «Zoom Kommunikation & Medien».