«Der Gast will bei einem Restaurantbesuch nicht bloss seinen Hunger stillen - der Gast, der will auch etwas erleben.» So dozierten die Marketingstrategen der modernen Gastronomie, und eine Schar von Restaurateuren machte sich auf, den neuen Begriff der Erlebnisgastronomie in Wort und Taten umzusetzen. In einer NZZ-Anzeige des Restaurants Binario Uno des Flughafenbahnhofs Zürich lesen wir nun unter der Überschrift «Blind Date in Venedig»:
«Gehen Sie nicht zu weit! Die Genitalität der Gastköche aus dem Ristorante da Celeste bewahrt Sie zumindest kulinarisch vor bösen Überraschungen. (. . .) Phantastisch, was die Cucina italiana alles anrichtet.»
Neugierig? Ohne zu weit gehen zu müssen, sei hier lediglich angemerkt, dass auch genitalische Genialität in mancher Küche schon einige Überraschungen angerichtet hat. Nicht nur kulinarische, zumindest.