NZZ Folio 05/97 - Thema: Jugendkultur   Inhaltsverzeichnis

Das dreckige Dutzend

Die neue Umweltschützerbewegung aus England.

Von Hanspeter Künzler

ES IST EIN IDYLL wie im Pfadilager. Zwischen den Baumwipfeln zwitschern die Vögel. Zelte schmiegen sich an den Rand des Wäldchens, in der Mitte das Gemeinschaftszelt und das Kochzelt mit dem hoffnungsvollen Spruch: «Wasch deine Sachen selber ab - es macht Spass.» Die Seitenwände sind hochgerollt, über dem Feuer dampft die Kanne, rundherum wird munter geplaudert, gewitzelt, Tabak ausgetauscht und Holz zersägt. Drei Hunde können sich nicht entscheiden, ob sie herumtollen oder den Abfall durchwühlen wollen.

Auf einmal der Weltuntergang: ein Donnern wie in den besten Szenen von «Apocalypse Now», dann die Silhouette eines Düsenflugzeuges, so niedrig, dass man ums Wohl der Wipfel bangt. «Das ist noch gar nichts!» brüllt Andy mit dem grünen Bürstenschnitt und steckt resigniert sein Handy weg. «Am Freitagabend startet der Jumbo von Pakistan International. Denen ist es Wurst, dass sie eine Busse zahlen müssen, wenn sie zu tief bleiben, das machen sie mit einem vollen Frachtraum mehr als wett. Der Jumbo braucht dann aber die volle Länge der Piste und schafft es am Ende kaum über den Zaun. Von der Baumhütte im Zion Camp kann man buchstäblich ins Cockpit hinunterschauen. Die Panik im Gesicht des Piloten solltest du sehen!»

Tabak, Baumhütte, Jumbos? Nein, ein Pfadilager ist das doch nicht ganz. Vielmehr handelt es sich beim Camp um die neueste Aktion der sogenannten Road Protesters. Das Phänomen gehört seit zwei Jahren zu den täglichen News in England: die «direct actions» militanter junger Umweltschützer. Den Teddy Boys, den Beatles, den Mods, den Punks, den Rastas, den New Romantics, den Grufties, den Ravers, den Fussballfans und erst recht den von Teens und Twens bevölkerten Socialist Workers Party und Workers Revolutionary Party war die Umwelt gleichgültig gewesen. «Grüne» Fragen, so hiess es noch in den achtziger Jahren, seien ein Zeitvertreib derer, die sich sonst keine Sorgen zu machen brauchten. Vegetarier galten als Spinner.

Jetzt, eine Dekade später, ist es einer diffusen Allianz von vornehmlich jungen Aussenseitern gelungen, alle möglichen Umweltfragen - vom Naturschutz über das Fleischessen bis hin zur Anti-Treibjagd-, Anti-Pelz- und Anti-Tierversuchs-Bewegung - auf die Frontseiten der Zeitung zu bringen. Dazu hat sie es geschafft, die anfänglich durchwegs negative Berichterstattung in ein manchmal geradezu enthusiastisches Echo - selbst in der Boulevardpresse - umzuwandeln. Mehr noch: Steven Norris, bis 1996 Staatssekretär im Transportministerium der Tory-Regierung, erklärte im März dieses Jahres in der BBC-Sendung «Panorama», er habe nun eingesehen, dass die Road Protesters recht hätten, man müsse die Strassenbaupolitik unbedingt revidieren.

«Flywood Camp» ist der neueste Coup der Protesters. Diesmal geht es nicht um eine Umfahrungsstrasse durch unberührtes Grünland, sondern um eine zweite Piste für den Flugplatz von Manchester. Um deren Bau zu verhindern, sind vorerst um die siebzig Protesters zur «direkten Aktion» geschritten. Im Dunkel der Nacht haben sie sich die «erstaunliche Nachlässigkeit» der Flughafenbewachung zunutze gemacht und dürfen sich nun dem Schutz des Gesetzes anvertrauen: wer in Grossbritannien gewaltlos eine Liegenschaft oder ein Gelände besetzt und glaubhaft machen kann, dass er an dem Ort nun auch wohne, kann nur per Gerichtsentscheid vertrieben werden.

So haben die Protesters von Manchester ein paar Wochen lang Zeit, ihren an den Vietcong erinnernden Trick in die Tat umzusetzen: Zusätzlich zu den aus Blachen und Brettern errichteten Zelten haben sie hoch über unseren Köpfen eine Reihe von Baumhütten gebaut, die durch ein Netz von Seilen miteinander verbunden sind. Wem es in solchen Höhen schwindlig wird, der kann statt dessen im labyrinthartigen Höhlensystem graben, das bis zu 15 Meter unter die Erdoberfläche reicht und dessen Gänge täglich weiter in den Hügel getrieben werden. «Nein, Würmer hat es da unten schon längst keine mehr!» zerstreut der gertenschlanke Matt (23), der früher im Gesundheitswesen tätig war, meine Bedenken. «Hingegen hat es eine Menge Tausendfüssler. Staubig ist die Sache auch.» Er schüttelt sich wie ein Pudel und wird von einer Staubwolke eingehüllt. «Aber das macht uns nichts aus. Wir sind alle vom Tunnelfieber gepackt. Plötzlich wird das Graben zur Obsession. Ich träume ständig vom Tunnel. Es ist wie eine Sucht. Mein Schlafzimmer liegt nun in 42 Fuss Tiefe.»

Wenn der Räumungstrupp der Firma, die für den Pistenausbau zuständig ist, heranrollt, werden sich die Baumbewohner gemäss Plan in Windeseile in ihre windigen Hütten zurückziehen und mit den Häschern über die zwischen den Bäumen gespannten Stricke Katz und Maus spielen. Die Höhlenbewohner indessen werden sich tief in der Erde hinter Stahltüren verbarrikadieren und sich dann, wenn die Ordnungshüter fast zu ihnen vorgedrungen sind, mit Handschellen an Betonklötze fesseln. Bei der letzten solchen Aktion, im Januar dieses Jahres in der Nähe des südwestenglischen Honiton, brauchte der private Ordnungsdienst eine ganze Woche, bis er den letzten Höhlenbewohner ausgegraben hatte. Swampy - alias Daniel Hooper (23), Sohn eines Bankiers - avancierte dadurch zum Medienstar. Andy war damals auch dabei: «Viele von den Männern, die uns hätten herausholen sollen, waren uns freundlich gesinnt. Sie holten uns zur Seite und verrieten Tricks, wie wir ihnen die Arbeit hätten schwerer machen können. Verwinkeltere Gänge, mehr Auf und Ab, stärkere Türen - das alles haben wir nun korrigiert.»

LONDON, SAMSTAG, 13. JULI 1996. Mobilisiert durch telefonische «Buschtrommelwerbung», finden sich Tausende von Anhängern der Organisation Reclaim The Streets (RTS) in King's Cross ein. Mit der U-Bahn oder dem Velo bewegen sie sich auf ein «geheimes» Ziel zu - den Beginn der Autobahn M 41, der mitten in der Stadt liegt, im Quartier Shepherd's Bush. Die paar Polizisten können nicht verhindern, dass die Demonstranten den Verkehr stoppen, auf der leeren Autobahn sogleich ihre Sound Systems einrichten und die ganze Gegend mit Rave-Musik volldröhnen. Im Lärm geht unter, dass die Überholspur mit einem Pressluftbohrer aufgerissen wird und Bäume gepflanzt werden. 7000 Menschen hat die Demoparty angelockt, ehe sie sich gegen Mitternacht nach zehn Stunden auflöst . . .

Jetzt, im März 1997, setzt RTS in einem Seminarraum der School of Oriental and African Studies zum nächsten Schlag an. Die Teilnehmer des Meetings tragen keine «Uniform». Von der Militärausrüstung hungriger Stadtpunks über die studentische T-Shirt-und-Jeans-Montur bis hin zur klassischen Bürolistenkluft ist alles vertreten. Geplant wird eine noch grössere Aktion am 12. und 13. April, dem Wochenende, an dem - wie mit Augenzwinkern konstatiert wird - die Polizei wegen des Londoner Marathons und einer Demonstration streikender Docker aus Liverpool (mit denen RTS sympathisiert) ohnehin schon genug beschäftigt sei.

Bevor die Diskussion losgeht, werde ich hinausgeführt, denn ich könnte ja ein Spitzel sein. Im Korridor erzählt mir Kate - im Sozialwesen tätig - die Geschichte von RTS: «Es begann vor drei Jahren in Leytonstone, Ost-London, als sich einige Leute dagegen wehrten, dass für den Ausbau einer Autobahn alte Häuser und Bäume niedergerissen werden mussten. Das waren nicht professionelle Häuserbesetzer, das war eine heterogene Gruppe von Menschen, denen die Zerstörung der Gegend ans Herz ging.» Die Protestaktion dauerte Monate - und nach der Räumung hatte man Lust auf mehr: «Die Beschäftigung mit der Sache brachte viele von uns darauf, dass es nicht nur um diese eine Strasse ging, sondern um den Autoverkehr überhaupt.»

Die erste Aktion unter dem Banner von Reclaim The Streets war die Besetzung der Hauptstrasse von Camden Town, einem Zentrum für Jugendszenen aller Art, ideal zur Verbreitung der Message. Bei der nächsten Besetzung in Islington wurde mitten auf der Strasse ein Sandkasten für die Kinder eingerichtet. Später blockierte man den Zugang zu einer Autoausstellung und protestierte gegen die Rolle der Firma Shell in Nigeria. «Wir sind nicht hierarchisch organisiert», sagt Kate, «die Dinge geschehen, weil es Leute gibt, die sie geschehen lassen wollen.» Etwa 100 gehören zum harten Kern. Das Durchschnittsalter liegt bei Anfang Zwanzig, die sozialen Hintergründe seien so verschieden, dass man unmöglich verallgemeinern könne.

Kate lässt nur eine entfernte Verwandtschaft mit den Travellers gelten - den von der Londoner Trendpresse wegen ihrer vermeintlich permanenten Dreckkruste auch Crusties genannten Land-Punks, die vor einigen Jahren in ausrangierten Autobussen durchs Land zogen und sich mit den alten Hippies und der Acid-House-Szene zur freien Rave-Szene zusammentaten. «Wir sind politisch stärker motiviert», sagt Kate. «Hinter unseren Aktionen steckt mehr Arbeit als hinter einem Rave. Wem es nur um die Mode geht, der braucht bei uns nicht einzusteigen. Andererseits bewegen wir uns bewusst ausserhalb der konventionellen politischen Szene. Viele von uns werden bei den Parlamentswahlen nicht stimmen. Aber wir wollen desillusionierte junge Menschen aus der Apathie aufrütteln. Viele erleben bei unseren Aktionen zum erstenmal, dass es möglich ist, etwas zu erreichen, wenn man sich zusammentut.»

ZION TREE ist das Camp mit den spektakulärsten Baumhütten. Einige haben sogar Doppelverglasung. Paul (21), eine trollenhafte Erscheinung mit roten Wangen und grünen Gummistiefeln, lehrt einen Fotografenlehrling den Umgang mit der Kletterausrüstung. Er selber kraxelt ohne Hilfsmittel baumauf, baumab. Dann legt er sich zum Ausruhen ins Gras und improvisiert mit unrasierter Stimme ein flott gereimtes Lied über das Leben auf den Bäumen. Weiter oben wartet Peter (23), auf die Rückkehr der restlichen Camp-Bewohner, damit der Cider angebrochen werden kann. Er arbeitete als Strassenbauer bei seinem Vater, ging eines Tages in einem der frühen Road Protesters Camps schnuppern und blieb hängen. Seither zieht er von Camp zu Camp. «Ist dies eine neue Jugendbewegung?» frage ich ihn. «Es kann sein. Viele junge Leute haben eingesehen, dass es so nicht weitergehen kann, und sie haben einen Entschluss gefasst. Andere sagen sich einfach: Besser so was machen als arbeitslos daheim herumsitzen.»

BRIGHTON, AM ÄRMELKANAL GELEGEN, ist eine der charmantesten Städte Grossbritanniens. Für das «junge London» war das leicht lotterige Überbleibsel aus viktorianischen Zeiten schon immer Ziel mancher Spritzfahrt oder sportlicher Schlägerei. Seit die EU die Schmuggler überflüssig gemacht hat, haben sich noch mehr Studenten hier eingefunden. Auch vielen Popstars, die sich in der milden Ärmelkanalluft niedergelassen haben, gefällt die Nähe zu London. «Eine wunderschöne Stadt!» schwärmt Joe Makepeace, «überall geschehen aufregende kulturelle Dinge, Malerei, Musik, Kino, einfach alles.»

Eine wichtige Stellung in diesem Austausch nimmt die Organisation Justice? ein, für die Joe als Sprecher auftritt. Heissen tut er eigentlich nicht Joe - das ist vielmehr der Name, den alle Justice?-Mitglieder in offizieller Mission tragen. Joe stammt aus einer gutsituierten Familie in der Grafschaft Kent, verfügt über einen eigenen Trust-Fonds, besuchte eine Privatschule, war Englischlehrer. Justice? wurde gestartet, um den Protest gegen den Criminal Justice Act zu koordinieren, ein Gesetz, das für die Regulierung illegaler Raves sorgen sollte. Die Rave-Szene organisierte eine Reihe von Protestparties, schickte sich dann aber drein, als das Gesetz im November 1994 in Kraft trat.

Mit der Besetzung des Court House, eines zerfallenen alten Gerichtsgebäudes, weitete Justice? ihr Arbeitsfeld aus. «Mit 193 Pfund», sagt Joe, «renovierten wir das Gebäude und wandelten es in ein Gemeinschaftszentrum um.» Nach 54 Tagen wurde das Court House geräumt, aber Justice? machte weiter, beteiligte sich an einer Vielzahl von lokalen und nationalen Aktionen und ist inzwischen zu einem Kommunikationszentrum geworden: Das Infoblatt «Schnews» informiert über alle «direct actions» und geht jede Woche über Internet und Post in die Welt hinaus (mit «Undercurrents» verfügt die Szene sogar über ein Video-Bulletin).

GEGEN EIN KLEINES ENTGELT für die Gemeinschaftskasse lässt sich Swampy dazu bewegen, zum Plaudern aus seiner Höhle zu klettern. Das tut er nicht für jeden - ein Angebot, unter dem Namen «Swampy & The Swamp Girls» für 500 000 Pfund eine Single mit dem Refrain «I am Swampy the mole, and I live in a hole» aufzunehmen, war ihm nicht einmal eine Diskussion wert. «Ich wäre ruiniert gewesen», erklärt er, «die Platte wäre bei EMI erschienen, und die stellen Waffen her.» Niemand hier scheint das geringste Interesse für Poptrends aufzubringen. Einige nennen erwartungsgemäss die gesinnungsverwandten Chumbawamba, Levellers und Skunks Anasie als ihre Lieblingsbands.

Karriere gehört nicht zu den Ambitionen des durchschnittlichen Road Protester: «Irgendwo in Ruhe selbstgenügsam leben zu können», ist das vage Ziel der meisten Beteiligten. Viele haben bereits eine «Karriere» aufgegeben: Ian arbeitete in einem Nationalpark, ehe er fand, als Protester könne er mehr zum Wohl der Natur tun. Bill war Barmann in der Nähe von Honiton und wurde von den dort stattfindenden Protestaktionen angesteckt. Studenten sind Merrie aus Finnland und Scott aus Kalifornien, der als Beobachter der Organisation Earth First vorbeigekommen ist.

Dennoch sind sie alle sichtlich fasziniert vom Starrummel um Swampy. Was immer er tut, ist den Zeitungen eine Meldung wert: «Swampy stank, wurde aus dem Pub geworfen», reportiert der «Daily Mail». «Swampy fordert die Spice Girls auf, ihm beim Graben zu helfen!» weiss der «Evening Standard». «Mit ihrem wuchernden Haar und schlampigen Pullovern wärmt sie das Herz des Ökokriegers», heisst es im «Daily Mail» über die angebliche Romanze zwischen Swampy und Merrie; «6 Prozent der Bevölkerung kennen das Gesicht von Swampy, nur 3 Prozent jenes von Transportminister Sir George Young», konstatiert der «Guardian». Und die Boulevardzeitung «The Mirror» gibt bekannt, 80 Prozent ihrer Leserschaft unterstützten die Sache der Protesters.

Diese Sympathie bekommen die Protesters im Alltag zu spüren. Die ersten Aktionen um die Twyford Downs vor drei Jahren wurden noch fast wie Attacken von Terroristen behandelt. Heute kann sich Flywood Camp auf Unterstützung aus den umliegenden Dörfern verlassen. Die Dorfbewohner bringen Lebensmittel und stellen auch mal ein Badezimmer zur Verfügung. «Es heisst manchmal, was wir machten, sei sinnlos und habe noch keine einzige Strasse verhindert», sagt Matt, «aber erstens stimmt das nicht, und zweitens ist dieser Stimmungsumschwung schon ein Erfolg auf der ganzen Linie für uns.»

Und dann ist es doch fast wieder wie im Pfadilager. «Digger diving! Digger diving! Come along!» geht der Ruf durchs Wäldchen, und aus allen Zelten, Hütten und Höhlen kommen sie herbei, die Boys und Girls, Balaklavas über den Kopf gezogen. Die Baufirma will den Baugrund einzäunen, die Protesters wollen das hinauszögern. Die Baumaschine wird von etwa 30 privaten Ordnungskräften abgeschirmt, die Protesters schleichen um sie herum, versuchen sie abzulenken und durch die Bresche zu hechten. Wenn ein Protester die Maschine berührt, muss der Fahrer sie abschalten - so verlangen es die Sicherheitsbestimmungen. Plötzlich ein Geschrei, ein Gerangel, einer bricht durch und klammert sich am Rückspiegel fest, Motor aus. Protesters und Ordnungskräfte helfen sich gegenseitig auf die Beine, reichen weggeworfene Schutzhelme zurück - und es geht von vorne los.

Später, nach Feierabend, ist die Szene am gleichen Ort eine ganz andere. Jetzt sitzen hier ein halbes Dutzend Ordnungshüter und ebenso viele Protesters friedlich im Kreis und tauschen Flaschen und Anekdoten aus. «Im Grunde finde ich es ja gut, was die Protesters hier tun», sagt ein junges Bürschchen in einer viel zu grossen Uniform. «Ich komme aus der Gegend und weiss, worum es geht. Aber ich brauche einen Job . . .»

«Ob wir eine neue Jugendbewegung seien?» Nadine mit den Nasenringen und der Feuerwerksfrisur denkt nach. «Ich glaube schon. Aber eigentlich sollte das nicht eine Jugendbewegung sein. Es sollte eine Bewegung sein für alle.»

Hanspeter Künzler ist Kulturjournalist in London.


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