Der Mond ist voll, unter Druck, schwanger
mit Sternen –
Unter Druck bin auch ich, schwanger
mit Marotten –
die üblichen Sorgen blasen auf – denn ja,
ich bin mondsüchtig –
Also eine Qual – ich fühle mich zersplittert, schartig,
zerbrechlich –
Ich bin auch Neptunist, in mir flutet es,
und ich ertrinke unter tellurischen Wellen –
unsicher sogar beim Überqueren von Brücken,
über saugendes Gewässer –
Rastlos wandere ich von Zimmer zu Zimmer,
die grauen Zellen in meinem Gehirn
zerspalten sich gegeneinander, und meine Blutkörper
nehmen die Form von winzigen Stecknadeln an.
Eine Misere –
Einmal habe ich sogar mit dem Kopf
gegen eine Tür geschlagen –
Die Tür ist noch da, die Füllung gespalten –
So viel zum Negativen.
Der Vollmond ist also mit Hochfrequenz empfunden,
ein Amplifikator – Wie viele Bücher
habe ich in diesen drei Tagen, konzentriert,
geschrieben oder gezeichnet,
in einem Schwung, in einem Rausch,
in einem Feuerwerk von Kreativität . . .
Der Vollmond, eine Folterzeit, die drei Tage dauert,
nicht nur geeignet für das Schweineschlachten,
sondern auch für das Schlachten meiner Seelen.