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NZZ Folio 09/05 - Thema: Krankenkassen Inhaltsverzeichnis
Vereinsleben -- Erbsenzähler
Von Mikael Krogerus
Hermann Jenny, Sie sind Vorstandsmitglied des Internationalen Controllervereins (ICV). Was macht eigentlich ein Controller?
Zu Beginn waren wir «Erbsenzähler». Heute hat ein Controller allerdings andere Aufgaben. Er ist der Coach des Managers, also einer, der Zahlen des Rechnungswesens und der Fibu analysiert, kommentiert und sie dem Manager zur Verfügung stellt.
Was unterscheidet einen Controller von einem Buchhalter?
Lassen Sie mich ein Bild bemühen: In einem Auto schaut der Buchhalter in den Rückspiegel, der Controller schaut nach vorn. Buchhaltung hält die Vergangenheit in Zahlen fest, Controlling ist eine Art Kontrolle in die Zukunft.
Wie kam es zur Vereinsgründung?
1975 gründeten Absolventen der Controller-Akademie im deutschen Gauting einen Club. Daraus wurde der Controllerverein. Heute haben wir 41 00 Mitglieder im deutschsprachigen Raum, allein in der Schweiz über 500.
Was läuft im Controllervereinsleben?
Wir bezeichnen uns gern als «Zunft der praktizierenden Controller». Neben dem Vorstand gibt es 45 Arbeitskreise. Sie sind die eigentlichen Stützen des Vereins, hier findet der fachliche Austausch statt. Ausserdem organisiert der ICV jedes Jahr den Controller Congress sowie verschie dene Regionaltagungen. Am 6. September haben wir übrigens die 1 6. Controllertagung in Dättwil bei Baden.
Worum geht es da?
Zum Beispiel um den «Beitrag des Controllers zur Strategieentwicklung», um «Manager und Controller – wirksame Zusammenarbeit», und dann gibt es noch wie jedes Jahr einen exotischen Leckerbissen, diesmal «Reputationsrisiken vs. Unternehmenskommunikation».
Der deutsche Aphoristiker Ron Kritzfeld sagte: Kontrolle ist eine aus dem nordischen Wort «Trolle» (Unholde) entwickelte Bezeichnung für das Zusammenwirken mehrerer Prüfer.
Den kenn ich nicht. Das deutsche Wort Controlling bedeutet aber mehr als Kontrolle. Wir zählen uns eher zum Management als zum Rechnungswesen.
www.controllerverein.com
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