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NZZ Folio 02/10 - Thema: Das Ehrenamt   Inhaltsverzeichnis

Rätsel -- Ausserrhodentliche Versammlung

© Anna-Lina Balke
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Nicht manches Ehrenamt ist so exklusiv wie das hier gesuchte, für das lange nur protestantische ­Männer aus einem Kanton in Frage kamen. Aus welchem? Raten Sie mit – und gewinnen Sie!

Von CUS

Kandidat bei der nächsten Papstwahl zu werden ist einfach: Sie müssen nur männlich, katholisch und ledig sein, so lauten die Regeln, auch wenn die Kardinäle üblicherweise einen der ihren wählen. Damit dürften weit über 100 Millionen Menschen «papabile» sein.

Das hier gesuchte Ehrenamt ist viel exklusiver, denn in diesen elitären Zirkel dürfen nur Schweizer Bürger gewählt werden. Immerhin steht das Ehrenamt Frauen offen. Das war freilich nicht immer so. Bis 1918 waren alle Mitglieder des Zirkels Männer, und bis 1923 waren alle Protestanten. Vor allem aber stammten bis dahin alle aus dem gleichen Kanton (wie ein Fachwerk feststellt). Und das, obwohl die Bedeutung des Zirkels weit über die Kantonsgrenzen hinausreicht. Der wohl bekannteste Promi des Zirkels, natürlich aus dem besagten Kanton, starb in Appenzell Ausserrhoden und liegt nicht in seinem Heimatkanton, sondern in einer Schweizer Grossstadt begraben.

Heute gibt es Mitglieder des Zirkels, die nicht einmal in der Schweiz geboren sind. Demnach müssen sie Schweizer geworden sein, allein schon, um den Anforderungen zu genügen. Eine gebürtige Französin blickt uns von der Website des Zirkels an. Sogar, Gott bewahre, ein in Deutschland geborener, promovierter Manager! Na, man kennt das ja. Damit scheint der weltläufige Anspruch, den der Zirkel im Namen führt, sich nicht mehr nur auf rein Schweizer Blut zu gründen.

Oft ist die Nähe zu Bundesbern kritisiert worden. Beim derzeitigen Vorsitzenden ist das nicht anders als bei seinen beiden Vorgängern. Übrigens, und so schliesst sich des Zirkels Kreis, ist der gegenwärtige Vorsitzende ein Ausserrhoder – geboren im gleichen Ort, in dem der erwähnte Promi starb.

In welchem Kanton hat dieser exklusive Zirkel seinen Sitz?

Auflösung des Rätsels aus Folio 1/10

Auf das Rätsel zur Eigernordwand im Dezemberheft haben viele Deutsche und Österreicher geantwortet, das lag in der Natur der Frage. Diesmal waren es fast nur Schweizer Einsender, die den verwunschenen Ort in Graubünden fanden – im Ausland ist er weitgehend unbekannt: Marmorera. 1954 wurde das Dorf vom Marmorera-Stausee geflutet. Oberhalb des Sees liegt der neue Friedhof mit den umgebetteten Toten. Im Spielfilm «Marmorera» taucht eine geheimnisvolle Frau aus dem Stausee auf. Talauf liegt Bivio, das als einzige italienischsprachige Gemeinde nördlich des Alpenhauptkammes gilt.

CUS ist Rätselmacher, auch für NZZ Folio; er lebt in München.

Einsenden und gewinnen: Wer das Rätsel gelöst hat, kann die Antwort an folioraetsel@nzz.ch schicken (oder per Post an Verlag NZZ Folio, Rätsel, 8021 Zürich). Aus den Einsendern der richtigen Lösung wird ein Gewinner ausgelost, der eine exklusive ­­­Folio-Bleistiftbox und ein Folio-Notizbuch erhält. Einsendeschluss ist der 8. Februar 2010; der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ende 2010 werden alle Monatsgewinner überdies zu einem Nachtessen mit dem Rätselmeister CUS eingeladen. Gewinner des Januarrätsels war Karl Müller aus Feldmeilen ZH.

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