«ICH BIN ODYSSEUS, Laertes' Sohn, durch mancherlei Klugheit // unter den Menschen bekannt; mein Ruhm reicht bis in den Himmel. // Aber in Ithaka wohn' ich, der sonnigen . . .» So lässt Homer im ersten grossen Roman unserer Kultur Odysseus die Erzählung seiner Irrfahrten beginnen, und zwar in dem Moment, als der Held die Trümmer von Ilion hinter sich lässt, die Segel hisst und mit den Gefährten die Heimreise antritt, nachdem er das Kap Maleia umschifft hat. Die Reise führt ihn von Osten nach Westen, in die Weite des Meeres, in bodenlose Tiefen, in unbekannte Gegenden, wo nach und nach alles schreckenerregend, heimtückisch und zerstörerisch wird. Der Seefahrer begegnet Zauberinnen, Riesen und unvorstellbaren Ungeheuern, seine Reise führt ihn durch Verirrungen und lebensbedrohende Gefahren, zu Magie und Vergessen.
Die Erzählung von Odysseus ist voller Phantastik, genährt vom Dunklen und Unbekannten. Dunkel und unbekannt war der Westen des Mittelmeeres, wenngleich von prähomerischen Schiffsfahrenden, die sich bis dorthin vorgewagt hatten, schon entdeckt und zum Mythos erhoben. Sie hatten mit dem offenen und verräterischen Meer Bekanntschaft gemacht, mit seinen unheilvollen Windstillen und den verheerenden Stürmen, mit den von wütenden Winden gepeitschten Inseln. An den Küsten ragten furchterregende Vulkane empor, dicht bewachsen von geheimnisvollen Wäldern, durchsetzt mit Wiesen, auf denen ungezähmte heilige Tiere weiden und wilde, ungeheuerliche Wesen.
Die homerische Geographie kann nicht einfach auf der Karte nachvollzogen werden. Es gibt jedoch Orte, die durch Charakteristik und Benennungen tatsächlich auffindbar sind. Zu diesen gehört Trinakrien, also Sizilien. Hier befindet sich der feuerspeiende Ätna mit seinen Dünsten und Lavaströmen, in seinen Abhängen gründen die Höhlen, in denen die Zyklopen hausen, Wesen, die weder die Landwirtschaft kennen noch die einfachste Technik, eine Hütte oder ein Boot zu bauen. Da lebt auch der stumpfsinnigste unter ihnen, der grauenhafte Polyphem. Und in der Meerenge vor Sizilien, jener kurzen Meeresstrasse, die die Insel vom Festland trennt, leben die furchtbarsten aller Ungeheuer, Skylla und Charybdis, die ihre Opfer erspähen, mit den Krallen packen und, zerhackt und zu Brei zermalmt, wieder ausspucken. Kaum jemand entkommt diesem Unglück. Hier gerät Odysseus in höchste Gefahr, und Dante wird später, im Mittelalter, als man den Lebensraum des Mittelmeers schon besser kannte, die Gefahren der Meeresenge zu den Säulen des Herkules verschieben und seinen Helden in den unbekannten Atlantik schicken, in eine «menschenlose» Welt, wo er untergehen wird.
Jenseits der Dichtung, in der Geschichte, sind es ägäische, syrische, anatolische Abenteurer, und allen voran die Phönizier, die als erste diesen unbekannten Teil des Mittelmeers der Fabelwelt entreissen und ihn der realen Welt zurückgeben. Sie knüpfen mit den Menschen an den Ufern Beziehungen, tauschen mit ihnen Waren und die Kenntnis unterschiedlicher Kulturen aus. Ausgehend von Handelsplätzen in Afrika, Spanien, Sizilien oder Sardinien, verbreitet sich das Wissen vom Reich der Ägypter, der Assyrer, der Griechen und der Juden. Gleichzeitig erreicht den Orient Kunde von der Weite, der Unberührtheit und dem üppigen Reichtum der westlichen Gebiete.
Auf den von den Phöniziern eröffneten Seewegen bewegen sich denn auch die ersten griechischen Auswanderer - abenteuerliche Bruderschaften mit ihren Anführern -, die in Sizilien und in Süditalien ihre Kolonien gründen. Sie bauen prachtvolle, mächtige Städte wie Syrakus, Agrigent, Gela, Selinunt und jenseits der Meeresenge Reggio, Crotone, Paestum, Metaponto, Neapel . . .
Die griechische Kultur hat Licht in diesen Teil des Mittelmeerraums gebracht, hat ihm eine Identität verliehen und den Sinn für die Polis und für die Demokratie. Sie durchmischte sich mit den Mythen und Sprachen der Ureinwohner. Die Griechen brachten die chthonischen, die unterirdischen Gottheiten an die Oberfläche und stellten sie in stolze, lichte Tempel. Sie bauten offene Versammlungsplätze und schlugen muschelförmige Theater aus dem Fels, die den Blick freigaben auf das Spektakel der Meere, der Inseln und Vulkane. Sie lehrten Philosophie, Wissenschaften, Kunst und Dichtung. Die griechische Kolonisierung Siziliens und der «Magna Graecia», also Grossgriechenlands, war der Beginn einer tiefgreifenden Veränderung und einer neuen Ära aussergewöhnlicher intellektueller und moralischer Errungenschaften, deren Erbe zur Kultur ganz Europas werden sollte. In die reiche Stadt Syrakus kamen die grossen Lyriker aus dem Mutterland: Pindar, Simonides, Bacchylles. Hier entwarf Platon sein Werk «Der Staat». In Gela komponierte Aischylos die Orestie, das Werk der Verdammnis und der Familienmorde, der unentrinnbaren Verfolgung durch die Erinnyen, aber auch das Werk des Vergebens und der Gnade der Götter. In der griechischen Kultur des Mittelmeers blühen die Schulen der Philosophen und Mathematiker. Das koloniale Griechentum hinterlässt im westlichen Mittelmeerraum eine erste tiefe Spur.
Die Römer verwandeln die Idee der Polis in die der Urbs, nehmen die griechische Zivilisation und Kultur auf und verbreiten sie in der Welt. Alle Zivilisationen, alle Kulturen, die sich in diesem Teil des Mittelmeers ablösen, können das Vermächtnis dieses Ursprungs nicht mehr auslöschen: die Römer so wenig wie die Byzantiner, die zwar noch einmal die Erinnerung an das klassische Griechenland aufleben lassen, aber die «Magna Graecia» in den Strudel ihres Untergangs mitreissen. Kalabrien, Apulien, Lukanien, Kampanien werden trotz dem allmählichen Absinken in bescheidenes Landwirtschafts- und Hirtenleben und trotz immer neuen Invasionen die griechische Dimension ihrer Gebräuche, ihrer Riten und ihrer Sprache nicht verlieren.
Sizilien aber, wie auch dem südlichen Spanien, war ein anderes Schicksal beschieden: jene zweite grosse Kultur, die über zwei Jahrhunderte den Ton angab, die islamische Kultur. Sizilien erlebte nach dem römischen Raubbau und dem byzantinischen Verfall unter dem Islam seine zweite Wiedergeburt.
Die «Rückeroberung» und die Herrschaft der Normannen bereicherte diese sicilo-arabische Kultur später zusätzlich. Die Normannen brachten zwar die feudale Monarchie und die Willkür der Barone nach Sizilien, wo sie während Jahrhunderten dominant blieben und Verwüstungen anrichteten, aber sie selbst «islamisierten» sich sofort und nahmen arabische Sitten und Bräuche an. Die verschiedenen Könige liessen wunderbare Bauten in arabisch-normannisch-byzantinischem Stil erbauen, Kirchen, Paläste und kostbare Villen, und auch sie übten Toleranz gegenüber den verschiedenen Religionen und Kulturen.
Dieses wundersame Gleichgewicht sollte in Sizilien und in Süditalien bis zum Reich des grossen Friedrich II. bestehen bleiben. Es zerbrach erst unter den Anjous, mit dem Krieg der Sizilianischen Vesper, welcher der Herrschaft Aragons und Kastiliens die Tore öffnete. Die katholischen Könige fügten der Insel mit der Inquisition, als sie die Juden und die Araber vertrieben, eine unheilbare Wunde zu. Das westliche Mittelmeer wurde zum grauenhaften Schlachtfeld im Krieg zwischen den Grossmächten und den beiden grossen Glaubensströmungen, der katholischen und der islamischen. Beide Seiten führten Freibeuterkriege, betrieben Piraterie gegenüber Menschen und Gütern. Fernand Braudel schreibt in seinem grossartigen Buch «La Méditerranée et le monde méditerranéen à l'époque de Philippe II»: «Im ganzen Mittelmeerraum werden die Menschen vertrieben, eingesperrt, verkauft und gefoltert.» Auch Cervantes musste in Algier die Gefangenschaft erdulden, nachdem er in der Schlacht von Lepanto eine Hand verloren hatte. Mit der Eroberung von Algier durch die Franzosen findet 1830 der Freibeuterkrieg ein Ende. Aber gleichzeitig öffnet sich die Wunde des Kolonialismus im Maghreb.
In Süditalien, in Sizilien klaffen die inneren Wunden stärker, während bis zur Herrschaft der Bourbonen ein Regime das nächste ablöst. Es verbreitet sich eine Gesellschaft, durch die sich ein Graben zieht: auf der einen Seite die Feudalherren, die Barone, nicht zu vergessen die Kirchenvertreter, auf der anderen die produktive Klasse der Bauern, Handwerker und Handelstreibenden, der sämtliche Steuer- und Abgabelasten aufgebürdet werden. Als eine primitive Form sozialer Rebellion breitet sich das Banditentum aus, das in Sizilien zur Mafia wird. In diesem kriminellen Auswuchs wird die Rebellion zum Konformismus, zur geheimen Gesellschaft, die selbst die Arbeiter ausbeutet und enge Beziehungen zur Kaste der Barone und zu den Institutionen des Staates unterhält. Die Hoffnung der bäuerischen Massen auf Befreiung, die Garibaldi und das Risorgimento entzündet hatten, werden durch die Machtverhältnisse im neuen Staat, dem geeinten Italien, sofort enttäuscht. Nach 1861 verschlechtern sich die Bedingungen der Bauern im Süden weiter.
Die italienischen und ausländischen Reisenden im 18. und 19. Jahrhundert, die Intellektuellen, die die Wiederentdeckung Süditaliens zur Mode erhoben hatten, suchten nach den längst verstummten Zeugnissen der Griechen, den Skeletten ihrer Tempel, Theater und Amphitheater. Sie sahen nichts anderes, weder die Ablagerungen der byzantinischen, muselmanischen, gotisch-katalanischen oder barocken Schichten noch das griechische Erbe, das in den einfachen Bauern weiterlebt und nichts mit der Suche der dekadenten Ästheten in Capri oder Taormina zu tun hat.
Diese Reisenden kamen mit dem Gepäck ihrer Vorurteile im Mittelmeer an, mit dem Ballast von Renaissance und Neoklassik, mit den strengen Massstäben eines Winckelmann oder Palladio. Einzig Goethe erkannte die unauslöschliche erste Prägung der Insel und floh voll Abscheu vor dem entfesselten Barock der Villa des Prinzen von Palagonia in der Nähe von Palermo. «Was den Homer betrifft, ist mir wie eine Decke von den Augen gefallen (. . .) nun ist mir erst die Odyssee ein lebendiges Wort», schrieb er in seiner «Italienischen Reise». Und er schloss: «Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele: hier ist erst der Schlüssel zu allem.»
Wenig später beginnt die erste industrielle Revolution in der Lombardei, im Piemont, in Ligurien ihre Sogwirkung zu entfalten. Giovanni Verga findet sich mitten in dieser Revolution wieder. Der Schriftsteller aus Catania ist der Vorläufer all jener Schriftsteller aus dem Süden, die aus dem Bedürfnis, in die Zentren von Kultur und Sprache vorzudringen, der Peripherie entfliehen. Nach Verga, Pirandello, Quasimodo, Brancati, Vittorini verlassen noch andere Sizilien. Verga lebt zuerst in Florenz und lässt sich dann in Mailand nieder. Zu diesem Zeitpunkt, 1872, ist die Stadt in vollem Aufruhr und inmitten tiefgreifender Umwälzungen. Werkstätten und Fabriken werden eröffnet, neue Quartiere wachsen aus dem Boden, neue Bahnhöfe entstehen. Der Schriftsteller taucht in diese Welt ein, die er nicht kennt und nicht versteht. Und er zieht sich zurück. Soviel Modernität weckt sein Misstrauen. Die Krise, in die er verfällt, führt ihn zu einer radikalen Kehrtwendung, zu einem neuen literarischen Selbstverständnis. In der Erinnerung kehrt er in die archaische, unbewegte Welt seines Siziliens zurück. In seinen Novellen und Romanen erklärt er, dass das Schicksal des Menschen unverrückbar ist, bestimmt vom griechischen Fatum, und dass jedes Wesen, was es auch unternehmen möge, schliesslich zu Schmach und Niederlage verurteilt ist. Vergas Fatalismus beeinflusst die Literatur Süditaliens nachhaltig. Es gibt aber auch die Philosophen, Anthropologen, Wirtschaftswissenschafter und Soziologen, rationalistische Autoren, die den Ursachen dieses Grabens zwischen Norden und Süden nachgehen und die «Questione meridionale», die Frage des Südens, erforschen.
Das Problem des Südens wird natürlich weder vom Faschismus noch von der Herrschaft der Christdemokraten in der Nachkriegszeit gelöst. Zu einer Wende kommt es mit der zweiten industriellen Revolution der sechziger Jahre, aber nicht in der Richtung, die sich die Intellektuellen und die Arbeiterklasse erhofften. Das sogenannte italienische Wirtschaftswunder macht aus Italien, einem Land mit tausendjährigen bäuerlichen Wurzeln, plötzlich und chaotisch ein industrialisiertes Land. Im Süden geht die Wende einher mit Landflucht; Schwefelminen werden verlassen; Bauern und landwirtschaftliche Taglöhner wandern aus und verwandeln sich im sogenannten Industriedreieck des Nordens und in der Schweiz, in Belgien, in Deutschland und Frankreich in Arbeiter.
Viele Schriftsteller, Dichter und Sozialwissenschafter schreiben über das Ende der bäuerischen Welt, beklagen die totale Auslöschung der antiken mediterranen Kultur, schreiben über die neuen Übel, die diese Umwälzung mit sich bringt.
Pier Paolo Pasolini hat mit der wunderbaren Metapher vom Verschwinden der Leuchtkäfer die kulturelle Ausrottung angeprangert, den Prozess der kulturellen und sprachlichen Gleichschaltung. Leonardo Sciascia hat die Verwandlung der Agrarmafia in eine Mafia der Unternehmen untersucht. Diese neue Mafia schliesst mit den neuen politischen Gewalten und den staatlichen Institutionen unheilvolle Pakte. Sie geht bis zum Äussersten, sie verübt Morde und richtet unter den Vertretern der Institutionen, die sich ihr entgegenstellen, Blutbäder an: unter den Ordnungshütern und Richtern mit einer neuen Ethik, wie Falcone und Borsellino, die mit totalem Engagement und modernen Untersuchungsmethoden versuchten, das Krebsgeschwür zu bekämpfen.
Im italienischen Süden verschwand ab den sechziger Jahren eine solidarische Gesellschaft, in der individuelle psychologische Befreiung in den Volksfesten, Naturereignissen und den Bräuchen der Jahreszeiten stattfand. Die Häuser waren bis dahin für eine oder mehrere Familien gedacht, nach griechischer, lateinischer oder arabischer Tradition, abgeschlossen gegen aussen und auf die Innenhöfe hin geöffnet. Sie boten Schutz vor indiskreten Blicken wie vor Bedrohung von aussen. Die Plätze hingegen waren der Ort der Begegnung, des Austauschs und Gesprächs, der politischen Auseinandersetzung. In den Riten, den Heiligenfesten und Prozessionen, den Feiern zu Geburt und Vermählung oder im rituellen Betrauern der Toten überlebten antike Sitten. Sie boten Versöhnung mit der Gemeinschaft, die Befreiung von innerer Spannung, die Bestätigung der Zugehörigkeit zu einer Gesellschaft.
Die rasche, chaotische und spekulative Urbanisierung hat alles verändert. In den Städten und Dörfern isolierten anonyme und gleichförmige Wohnblöcke Familien und Einzelne, drängten sie in die Einsamkeit und liessen sie verstummen. In der Abschottung ihrer Wohnungen wurden die Familien durch die Massenmedien nach und nach zu passiven Empfängerinnen der Botschaften einer Warenproduktion, die anderswo stattfindet, im reichen Norden.
So ist denn heute, an der Schwelle zum zweiten Jahrtausend, die Situation im Süden Italiens die einer kulturellen Wüste, einer Ebene mit Ablagerungen aller Arten, aus der jede Erinnerung an die alte Kultur des Mittelmeers verbannt ist. Jeglicher Plan zum Wiederaufbau, zum Neuanfang fehlt. Die Arbeitslosen werden immer zahlreicher, und auf sie prasselt täglich die Aufforderung zum Warenkonsum, was die Frustrationen und Ressentiments noch verstärkt. Ihrer Identität und ihres Gedächtnisses beraubt, fühlen sich die Menschen im Süden - trotz den Anstrengungen progressiver Bürgermeister wie jener in Neapel, Catania oder Palermo - immer mehr verlassen, abgeschnitten, marginalisiert von einem Norden, der jetzt nicht mehr nur italienisch ist, sondern europäisch, auf der italienischen Zielgeraden zur Währungseinheit und zur Europäischen Union. Mit gebanntem Blick auf den eindimensionalen Norden der Unternehmen, der Banken und Börsen, der globalisierten Wirtschaft starrend, fühlen sich die Menschen des Südens immer mehr als Machtlose und Besiegte.
Nur eine Revolution, nicht eine wirtschaftliche, industrielle diesmal, sondern eine kulturelle Revolution könnte dem italienischen Süden zur Wiedergeburt verhelfen. Sein unschätzbarer archäologischer, künstlerischer und landschaftlicher Reichtum müsste wiederentdeckt und aufgewertet werden, sein antikes Erbe und seine mediterrane Seele wiederbelebt. So wird das Auftauchen von prächtigen Statuen aus dem Meer im Süden Italiens, wie die Bronzestatuen von Riace, fast zur Metapher für die riesigen Schätze, die auf seinem Meeresgrund liegen. In dieses von den falschen Werten und der Gewalt der Freier befreite Ithaka könnte auch Odysseus endlich heimkehren und seine Heimat wiederfinden.
Vincenzo Consolo, in Sizilien geboren und aufgewachsen, lebt heute als Schriftsteller in Mailand.