|
|
NZZ Folio 08/10 - Thema: Patriotismus Inhaltsverzeichnis
Rätsel -- Die Quadratur des Kreuzes
© Anna-Lina Balke
Wer hat eine quadratische Flagge mit Kreuz? Mehr Männer unter Waffen als die meisten? Einwanderer, die es bis ins höchste Gremium schaffen? Raten Sie mit – und gewinnen Sie!
Von CUS
Was passt besser zum Thema Patriotismus als die Nationalflagge? Schön, wenn sie quadratisch ist. Andere Länder machen es bedeutend komplizierter. Da verhalten sich Höhe zu Breite wie 13 : 15 in Belgien, 18 : 25 in Island oder 28 : 37 in Dänemark. Die Flagge eines Landes ist mehr hoch als breit – die Flagge Nepals mit 4 : 3. Eine Flagge besteht aus nur einer Farbe – die grüne Flagge Libyens. Die Flagge von Paraguay hat zwei verschiedene Seiten, und die Flagge Brasiliens zeigt den Sternenhimmel über Rio de Janeiro am 15. November 1889 morgens halb neun (als bestenfalls Hagelvolle Sterne sahen).
Genug, zurück nach Europa, zurück zum einfachen Quadrat mit eingelagertem Kreuz.
Spricht es nicht für patriotische Gesinnung, dass das Land mehr Männer unter Waffen hält als praktisch jeder andere Staat? Rund ein Fünftel aller Staatsbürger sind durch die Rekrutenschule gelaufen und leben nun Seit an Seit mit dem Sturmgewehr. Prozentzahlen, die selbst Nordkorea erblassen lassen, auch wenn unser Land natürlich viel kleiner ist. Dafür ist es Hitlers Truppen, die ringsum an allen Grenzen standen, unbesetzt entgangen.
Das Land ist ein Hort der oft umstrittenen Banken, und die Post funktioniert so gut, dass die Bürger des benachbarten, übergrossen Kantons herbeiströmen und hier ihre Briefe und Pakete ins Ausland aufgeben. Überhaupt, die lieben Einwanderer! Sogar das siebenköpfige höchste Gremium des Landes hat Immigranten in seinen Reihen.
Die Geburtenrate? Die liegt arg darnieder, aus verständlichen Gründen. Dennoch können die immer noch wohlgefüllten Reihen der Wehrmänner ihre schöne quadratische Flagge aufziehen – in welchem Land? (Das Land hat eigentlich einen längeren Namen, uns genügt der gebräuchliche mit sieben Buchstaben.)
Auflösung des Rätsels aus Folio 7/10
Bei den Olympischen Spielen von Paris 1924 wurde die Schweizer Fussballnationalmannschaft Zweite, fegte die Tschechen, Italiener und Schweden vom Platz und unterlag nur im Final Uruguay mit 0:3. Weil es 1924 noch keine Fussball-WM gab, war das olympische Turnier das wichtigste Fussballereignis. Die Schweiz als beste europäische Mannschaft wurde und wird in vielen Quellen als Europameister bezeichnet und Uruguay der Titel des Weltmeisters verliehen. Ein gutes Dossier zum Turnier von 1924 bietet die Website der Schweizer Nationalbibliothek («Le triomphe de nos couleurs»).
CUS ist Rätselmacher, auch für NZZ Folio; er lebt in München.
Einsenden und gewinnen: Wer das Rätsel gelöst hat, kann die Antwort an folioraetsel@nzz.ch schicken (oder per Post an Verlag NZZ Folio, Rätsel, 8021 Zürich). Aus den Einsendern der richtigen Lösung wird ein Gewinner ausgelost, der eine exklusive Folio-Bleistiftbox und ein Folio-Notizbuch erhält. Einsendeschluss ist der 16. August 2010; der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ende 2010 werden alle Monatsgewinner überdies zu einem Nachtessen mit dem Rätselmeister CUS eingeladen. Gewinner des Juli-Rätsels war Johannes Reichen aus Bern.
Teilen
Für 94 Franken pro Jahr gibt es NZZ Folio auch im Abonnement. Näheres hier.
Urheberrecht gilt auch im Internet: Verlinken erlaubt, Kopieren verboten.
|
|
|