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Spektrum der Wissenschaft -- Handarbeit
Von Reto U. Schneider
MIT DER UNTERSUCHUNG «Händeschütteln, Geschlecht, Persönlichkeit und erste Eindrücke» (Journal of Personality and Social Psychology, Vol. 19, S. 110–117) hat sich die Wissenschaft angeschickt, den letzten weissen Flecken auf der Landkarte der Psychologie zu erforschen: den Händedruck.
Als Vorbereitung erhielten vier der fünf Autoren «einen Monat lang Training im Schütteln von Händen». Sie übten dabei «ihre Hand neutral anzubieten, um ein Händeschütteln zu initiieren». Die Hand wurde dabei «gerade aus der Hüfte ausgestreckt, mit der Handfläche nach links zeigend und dem Daumen in einem 45-Grad-Winkel nach oben». Dann folgte der schwierige Part: «Bei Kontakt mit der Hand einer Versuchsperson schlossen die Handschüttler ihre Hand um die andere, warteten aber darauf, dass die Versuchsperson die Stärke des Griffs bestimmte und das Aufwärts- und Abwärtsschütteln einleitete.» Nach vollzogenem Schütteln mussten die Händeschüttelexperten den Händedruck nach acht «Handschütteldimensionen» beurteilen: Griff, Temperatur, Trockenheit, Stärke, Dauer, Kraft, Textur und Augenkontakt.
Nach 448 Handschlägen von 112 Versuchspersonen kamen die Forscher zum Schluss, dass Leute mit einem festen Händedruck eher extravertiert und offen sind als scheu und neurotisch. Welche Überraschung.
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