GROSSVATER benötigte exakt sieben Streichhölzer, keines mehr und keines weniger, um seine Zigarre in Brand zu stecken. Wem dies zuviel der Mühe ist, der kann heute unter allerlei anderen Utensilien ausgewachsene, mit Butangas betriebene Flammenwerfer finden, die den Vorgang zeitgemäss beschleunigen. Seit Zigarrerauchen wieder in Mode ist, bemüht sich die Zubehörindustrie, uns mit all dem zu versorgen, was wir nicht brauchen.
Aber nicht alles Neue ist eines Gentlemans unwürdig. Eine feine und erst noch preiswerte Sache ist zum Beispiel der «Tubidor» - der Humidor für die Zigarre, die man auf den Wochenendausflug mitnimmt. Das Ding ist so schlicht wie funktionstüchtig, für jedes Format, ob Robusto, Double Corona oder Lancero, geeignet und hält seinen Inhalt bis zu zehn Tage frisch. Es gibt den Tubidor aus durchsichtigem Plastic oder in Schwarz, wobei die Klarsichtversion vorzuziehen ist, weil es einem dann nicht passieren kann, dass man beim Zusammenschrauben der beiden Teile die Zigarre versehentlich zerdrückt.
Wem eine Zigarre zuwenig ist, der findet im Handel auch Behälter, die mehrere Exemplare aufnehmen und während längerer Zeit frisch halten, wie zum Beispiel das Modell «Airlock», das aus zwei Hülsen besteht, von denen die eine über die andere geschoben wird. Ein ebenfalls verschiebbarer Dichtungsring schliesst die Hülle ab.
Besonders schön sind solche Plasticfabrikate nicht, und gegen die eleganten Lederetuis, die in verschiedenen Grössen und Façons erhältlich sind, machen sie sich aus wie der Schnellimbiss im Vergleich zur gepflegten Küche. Dafür entschädigen sie, hat man letztere genossen, mit einer perfekt zwischengelagerten und nicht ausgetrockneten Zigarre.