AN TATTOO CONVENTIONS wie der Motor City Tatoo Expo in Detroit oder der Easyriders Bike & Tattoo Tour in Rüsselsheim - war es Rüsselsheim? - hat auch uns das Tintenfieber gepackt. Nachdem wir in einschlägigen Magazinen verschiedene Flashes studiert hatten, kamen wir indes zur Überzeugung, uns nicht einen solchen, sondern ein Custom Work im Fantasy-Bereich inken zu lassen - wenn auch noch nicht einen vollen Suit. Vorsorglich besorgten wir uns ein Dutzend Dosen der Sonnencrème Deep Cover (Schutzfaktor 50), um unsere kostbare Body Art auch im Freilichtmuseum der Badeanstalt nicht ausbleichen zu lassen, und betraten dann zuversichtlich das Dead Rebel Studio. Dessen Inhaber, war uns von Szenenfreaks versichert worden, verfügt nicht nur über einen funktionierenden Autoklaven, sondern trägt auch bei seiner Arbeit - «maximale Leistung mit minimalen Schmerzen» - Chirurgenhandschuhe, bereitet die Pigmente im Wegwerftöpfchen zu und praktiziert kein Needle-sharing. (Dass er Alf-Diamond-Farben verwendet, versteht sich ja.) So entschlossen wir uns, bei soviel chirurgischer Fachkenntnis, gleich aufs Ganze zu gehen: Wir tragen, diskret wie wir sind, unser Tattoo unter dem Herzen - auf welcher unserer Innereien, bleibt tipptopp secret!