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Hochzeit im Aquarium
© Big Australia / Dukas
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| Nicole Kidman auf dem Weg zu ihrer Hochzeit mit dem Country-Musiker Keith Urban am 25. Juni 2006 in der St.-Patricks-Kirche in Manly, einem Vorort Sydneys. |
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Wissenswertes und Kurioses über das Hochzeitsfest, den Ehering und Delphine als Ehepartner.
Ringe an Fingern und Zehen
Ob jemand verheiratet ist, wird in verschiedenen Religionen und Kulturen unterschiedlich signalisiert. Im protestantischen Nordeuropa wird der Ehering am rechten Ringfinger getragen, vermutlich, weil die rechte Hand als die «rechtschaffene» gilt. In der Schweiz sowie in Südeuropa, den USA und Teilen Südamerikas wird der Ehering hingegen links getragen – die Linke ist dem Herzen näher. Dass beide Gatten einen Ring tragen, ist die Folge einer Marketingkampagne von US-Juwelieren in den 1920er Jahren; vorher trugen nur die Ehefrauen einen Ring. Im Hinduismus tragen verheiratete Frauen bis zum Tod ihres Ehemanns Silberringe am zweiten Zeh beider Füsse. Die Bichiya genannten Ringe sind oft reich verziert, Gold zu tragen, ist tabu. In Indien erkennt man verheiratete Frauen auch an der Rotfärbung des Mittelscheitels, dem sogenannten Sindoor. In der nordamerikanischen Glaubensgemeinschaft der Amish ist es nur verheirateten Männern erlaubt, einen Vollbart zu tragen. Unverheiratete müssen sich rasieren. Bei den Mennoniten ist Grün die Farbe für Unverheiratete. Solange die Tochter noch zu haben ist, streichen Mennoniten die Tür ihres Hauses grün. Bei den Zulu verraten die Farben und Symbole der von den Frauen getragenen Perlenketten dem Mann ihren sozialen Status und ihre Herkunft, Charaktereigenschaften, Zivilstand – und ob sie eine unverheiratete Schwester hat.
Die beliebteste Hochzeitsmusik
1. «Taa-taa-ta-taaa» – der Hochzeitsmarsch aus «Ein Sommernachtstraum» (1842) von Felix Mendelssohn Bartholdy. 2. «Taa-taa-ta-taa» – der Brautchor «Treulich geführt» aus der Oper «Lohengrin» (1850) von Richard Wagner.
Die teuersten Hochzeiten
1. Den Rekord hält mit 100 Millionen Dollar Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum, der 1981 Salama heiratete. Die Familie des Fürsten von Dubai liess für das Fest ein Stadion für 20 000 Personen bauen. Das Paar brauchte sieben Tage, um alle Hochzeitsgäste zu begrüssen.
2. Immerhin rund 60 Millionen Dollar gaben Vanisha Mittal und Amit Bhatia 2004 für ihr Fest aus. Die Tochter des indischen Stahlmagnaten Lakshmi Mittal (drittreichster Mann der Welt) heiratete ihren Verlobten in einer sechstägigen Feier im Spiegelsaal zu Versailles; es war das erste Mal, dass die Räume für private Zwecke genutzt werden durften. Und Kylie Minogue sang das Ständchen.
3. Die Vermählung von Kronprinz Al-Muhtadee Billah Bolkiah mit Sarah Pengiran Salleh kostete 52 Millionen Dollar. Der 30-jährige Sohn des Sultans von Brunei ehelichte 2004 die 17-jährige Bürgerliche, deren Mutter Schweizerin ist (geborene Aeby). Die begehrteste Braut
Theresa Vaughn gestand 1922 vor dem Gericht in Sheffield, dass sie in fünf Jahren 61 Männer geehelicht hatte. Durchschnittlich einen pro Monat. Sie wurde wegen Bigamie zu einer Haftstrafe verurteilt.
Tierische Hochzeit
Sharon Tendler heiratete am 28. Dezember 2005 Cindy, ein 35 Jahre altes Delphinmännchen. Die britische Multimillionärin ehelichte das Tier in einem Aquarium in Israel. Trauzeugen waren andere Delphine. Das Glück währte indes nur kurze Zeit: Cindy starb sechs Monate nach der Hochzeit.
Wen Schweizer heiraten
2005 wurden in der Schweiz 14 900 Ehen (37,1 Prozent) zwischen Schweizern und Ausländern geschlossen. Vor 30 Jahren lag der Anteil binationaler Ehen bei 16 Prozent. Schweizer Männer heirateten 2005 am häufigsten Frauen aus: 1. Deutschland (766); 2. Brasilien (654); 3. Thailand (573). Schweizer Frauen heirateten 2005 am häufigsten Männer aus: 1. Italien (1066); 2. Deutschland (652); 3. Serbien-Montenegro (551).
Der beste Heiratsmarkt
Der Geschichtsschreiber Herodot (484 bis 425 v. Chr.) schildert in seinen «Historien» verschiedene Bräuche und Sitten der Babylonier. Der laut seiner Einschätzung weiseste Brauch findet einmal im Jahr in jedem Dorf statt: «Sie holen alle heiratsfähigen Mädchen zusammen und führen sie dicht gedrängt auf einen Platz. Ringsherum stellt sich der Schwarm der Männer. Nun steht ein Herold auf und versteigert der Reihe nach alle Mädchen, die Schönste zuerst. Hat er sie zu einem hohen Preis verkauft, ruft er die nächste aus, die Zweitschönste. Als Kaufbedingung gilt, dass sie geheiratet würden. Die reichen Freier überbieten einander und kaufen die schönsten Mädchen. Die Jünglinge aus dem Volke, denen es nicht so sehr um Schönheit geht, bekommen die hässlicheren und noch Geld dazu. Hat nämlich der Herold den Verkauf der Schönsten erledigt, lässt er die Unansehnlichste aufstehen oder eine Verkrüppelte. Auch sie bietet er aus, wer sie wohl zum geringsten Aufgeld erwerben und zur Frau nehmen möchte, bis sie an den kommt, der sich zu der geringsten Summe versteht. Das Geld bringen die hübschen Mädchen ein, und so verheiraten die Schönen die Hässlichen und Verkrüppelten. Es ist verboten, seine Tochter einem beliebigen Mann zur Frau zu geben. Auch darf der Käufer das Mädchen nicht heimführen, ohne einen Bürgen zu stellen. Erst wenn solche dafür erbracht sind, dass man mit der jungen Frau leben wolle, darf man sie heimführen. Wenn die Eheleute sich nicht verstehen, muss das Geld nach dem Gesetz zurückerstattet werden. Auch junge Leute aus den anderen Dörfern dürfen beliebig hinkommen und kaufen.»
Vier Folgen der Heirat
1. Man lebt länger: 90 Prozent der verheirateten 30-jährigen Männer in der Schweiz werden 65 Jahre und älter. Von den Ledigen können nur 75 Prozent damit rechnen, ihren 65. Geburtstag zu erleben. Bei den Frauen hat der Zivilstand einen weniger grossen Einfluss auf das Alter: 94 Prozent der Verheirateten werden 65 und älter, bei den ledigen Frauen sind es 90 Prozent.
2. Man ist geistig gesünder: Fast die Hälfte aller Personen in psychiatrischen Kliniken in der Schweiz sind ledig, ein Viertel ist verheiratet.
3. Man hat mehr Sex: Der Sexualwissenschafter Gunter Schmidt bilanziert die Fülle an Studien über die Korrelation zwischen Sex und Zivilstand folgendermassen: «Singles produzieren mit viel Aufwand wenig Sex, der zudem wenig befriedigend ist.»
4. Man wird dick: 44 Prozent der verheirateten Frauen leiden an Übergewicht, 23 Prozent der Singles. Bei den verheirateten Männern sind 66 Prozent zu dick, bei den Singles 33 Prozent.
Die teuersten Scheidungen
1. Der australische Medienmogul Rupert Murdoch zahlte Anna Torv, seiner zweiten Frau, 1990 eine Abfindung von 1,7 Milliarden Dollar. Die Summe erhielt die Frau, mit der er drei Kinder hat, in Form von Anteilen an Murdochs News Corp.; die aussergerichtliche Einigung brachte ihr ausserdem 110 Millionen Dollar in bar. Siebzehn Tage später heiratete Murdoch seine Angestellte Wendi Deng.
2. Die Scheidung des Viacom-Chefs Summer Redstone von Phyllis Raphael (nach 52 Jahren Ehe!) kostete ihn 2002 rund 1 Milliarde Dollar.
3. In einem Vergleich einigten sich 1982 Adnan und Soraya Khashoggi auf 874 Millionen Dollar. Sie hatte den saudischen Waffenhändler 1961 geheiratet.
4. Immerhin 460 Millionen Dollar musste der Telekommunikationsunternehmer Craig McCaw 1995 seiner Frau Wendy McCaw zahlen. Craigs Anwälte wappneten sich mit 33 Finanzexperten und einer 147 000-seitigen Darlegung, wem was im Hause McCaw gehörte. Wendy antwortete mit 30 Experten und einer 58 000-seitigen Auswertung der Besitzverhältnisse. Sie gewann den Vergleich.
Quellen: Bundesamt für Statistik, Sektion Demografie und Migration; Askmen.com; Der Spiegel; edunetconnect.com; Hello!; Indian Times; Journal of Social History; matrimonyxpress.com; Schweizerisches Gesundheitsobservatorium; Statistisches Bundesamt Deutschland; Herodot, Historien, 1. Buch, 196,2.
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