NZZ Folio 09/98 - Thema: Japan   Inhaltsverzeichnis

Schöne neue Welt

Impressionen aus dem Japan des Fin de siècle.

Von Konrad Muschg

DER NACKTE GLÜCKSRITTER. Er nennt sich Nasubi, ist splitternackt bis auf eine elektronisch vor seine Männlichkeit montierte Aubergine (japanisch nasubi) und gleicht nach sechs Monaten ohne Haarschnitt und Rasur dem jungen Jimi Hendrix.

Nasubi, dessen wirklicher Name geheimgehalten wird, wurde vom japanischen Privatfernsehsender NTV aus zahlreichen Bewerbern ausgewählt und in einer kalten Januarnacht mit verbundenen Augen in ein kleines Zimmer geführt. In diesem Zimmer befanden sich nur ein Ständer mit Zeitschriften und ein Riesenstapel vorfrankierter Postkarten. Dann musste sich Nasubi ausziehen. Seither hat er wöchentlich über tausend Postkarten für Preisausschreiben und Wettbewerbe ausgefüllt. Das Ziel ist mehr als nur das nackte Überleben: Nasubi darf sein karges Refugium erst verlassen, wenn er Gewinne im Gesamtwert von einer Million Yen (rund 10 000 Franken) vorweisen kann. Die Zielmarke ist zwar noch nicht erreicht, aber Nasubi ist jetzt schon ein Star. Jeden Sonntagabend ist seine wöchentliche Ausbeute am Fernsehen zu sehen, daneben gibt es Sondersendungen. Und zeitweise kann man 24 Stunden am Tag live und gebührenpflichtig via Internet (http://www.ntv.co.jp/denpa/luck/index.html) einen Blick in sein 6-Tatami-Zimmer werfen, in dem sich inzwischen unter anderem ein Globus und mehrere Kartons Hundefutter (das Nasubi zum Ergötzen der Zuschauer und in Ermangelung anderer Viktualien mit Genuss verzehrt) befinden sowie eine 64teilige Besteckgarnitur, Gutscheine für Englischunterricht und ein ausgestopfter Seehund.

Dass Nasubi im Japan des ausgehenden Jahrtausends ein Star werden konnte, hat vielleicht damit zu tun, dass er die unbeliebte ökonomische Binsenweisheit - «There is no such thing as a free lunch» - bisher einigermassen erfolgreich zu widerlegen vermochte. Das Studiopublikum kreischt auch vor Vergnügen, wenn Nasubi ein Steak, das an einem sich langsam verformenden Kugelschreiber baumelt, direkt über der Gasflamme röstet, weil er keine Pfanne hat. Oder wenn er verzweifelt versucht, den lang ersehnten und endlich gewonnenen Reis in den leergelöffelten Fruchtgelee-Aluminiumbehältern zuzubereiten.

Seine Beliebtheit lässt sich möglicherweise auch darauf zurückführen, dass er einem trotz Konjunkturflaute mit allen Attributen einer zwar nicht westlichen, aber modernen Industriegesellschaft ausgestatteten TV-Publikum die Freude über die kleinen Dinge des Lebens vorführt und damit erlebbar macht. Dass Nasubis Erfolg messbar ist - er steht nach 180 Tagen, 31 197 verschickten Karten und 49 Gewinnen (eine Trefferquote von immerhin 0,157 Prozent) bei 446 890 Yen -, ist sicherlich weniger ausschlaggebend für seine Popularität als der Umstand, dass er vor Freude echte Tränen vergoss, als der Postbote die fünf Kilogramm Reis brachte und er das Hundefutter für schlechtere Zeiten beiseite legen konnte. Die Qualen des Reisentzugs - Ursorge aller Japaner - waren vorerst ausgestanden. Eine Fernsehnation atmete auf.

Der nackte Überlebenskünstler hat es geschafft: er bekommt schon jetzt waschkörbeweise Fanpost und darf damit rechnen, nach Beendigung seiner selbstauferlegten Einsiedelei ein gefragter TV-Mann zu werden. Diese werden hierzulande terebi tarento genannt, wobei Talent nur in absoluten Ausnahmefällen ausschlaggebend für den Erfolg ist.

DIE VERSPIELTEN SCHWARZEN RÄUBER. Die grosse Mandarine, wie sich Tokio manchmal in Anlehnung an den New Yorker Big Apple nennt, erwacht zum Geschrei unzähliger Krähen, die in den Parks auf Bäumen hocken, nachdem sie sich am Müll der letzten Nacht gesättigt haben. Nicht nur Mandarinen- oder Bananenschalen, auch Styropor von Lunchboxen, Hühnerknochen und zerfetzte Zeitungspakete, aus denen verfaulte Gemüseabfälle quellen, umringen jeden Morgen öffentliche Abfalleimer und viele Hausabfalldeponien. Die Bewohner der Innenstadtbezirke haben sich längst damit abgefunden, ihren Hausmüll erst am frühen Morgen des Abholtages an die Ecke zu stellen - jede Minute zählt im Wettkampf zwischen Krähe und Müllwagen. Abdecknetze sind inzwischen fast überall die Regel, und in den kleinen Vierteln findet sich nicht selten ein frühaufstehender Rentner, der die Aasfresser freiwillig und unbezahlt bis zum Eintreffen des Müllwagens von der Mülltonne fernhält.

Tokios Krähen sind legendär. Ihre Nahrung besteht fast ausschliesslich aus dem Abfall der Zivilisation und ist - trotz Rezession - so reichhaltig, dass Biologen darin nicht nur den Grund für ihre erstaunliche Grösse und Aggressivität, sondern auch für die Tatsache sehen, dass die Tokioter Stadtkrähe jährlich fünf bis sechs hühnereigrosse Eier legt, während es ihre Kollegin vom Land nur gerade auf den für Krähen normalen Schnitt von etwa drei bis vier Eiern im Wachteleiformat bringt.

Ihre Zahl nimmt rapide zu: die repräsentative Untersuchung einer Gruppe von Ornithologen ergab 1985 im Tokioter Finanzviertel Marunouchi einen Bestand von 6000 Krähen; 1996 hatte sich ihre Zahl mit etwa 20 000 mehr als verdreifacht. Wenn es um das tägliche Futter geht, tobt ein gnadenloser Konkurrenzkampf: in den abfallärmsten Neujahrstagen, wo fast alle Restaurants und Geschäfte schliessen, wurden Szenen beobachtet, bei denen kranken streunenden Katzen von Krähen die Augen ausgepickt wurden. Sodann wurden die kampfunfähigen Vierbeiner von den grossen Vögeln in die Lüfte entführt, aus gebührender Höhe fallengelassen und anschliessend verzehrt. Auch Angriffe auf ältere Menschen kommen in der Brutzeit vor.

Nach der Morgenmahlzeit versammeln sich die schwarzen Vögel auf den Dächern, wo sie das Geschehen auf der Strasse gut überblicken können. Ein Bericht des öffentlichen japanischen Fernsehens NHK dokumentierte, dass die Vögel einen grossen Teil ihres Nachmittags dem Spiel widmen: sie lassen sich von Ästen baumeln, jagen Tauben und geniessen das Stehlen von Golfbällen erst dann wirklich, wenn der aufgebrachte Sportler versucht, ihnen den Ball wieder abzujagen. Den Rest des Tages verbringen die Krähen bevorzugt in Parks oder auf Friedhöfen, wo sie auch nächtigen.

Vor einem Rätsel standen die Zugführer einer privaten Bahnlinie im Westen Tokios. Regelmässig lagen Steine direkt auf den Geleisen und zwangen den Zug zum Anhalten. Der auf die Minute genau berechnete Fahrplan geriet heillos durcheinander, die Beschwerden von Fahrgästen häuften sich. Die Betreiberfirma verstärkte ihr Wachpersonal, um die vermuteten jugendlichen Übeltäter zu stellen - ohne Erfolg. Erst die entlang den Problemstrecken installierten Videokameras brachten die Lösung: Krähen legten die Steine auf die Geleise, ähnlich, wie sie auch Kiesel über Flachdächern abwerfen, weil sie den Klang so lieben. Da solches Verhalten mit keiner bekannten Überlebensstrategie erklärbar ist, vermuten Ornithologen auch darin eine Form des Spiels. Die Betreiber der Bahnlinie fürchteten jedoch, dass aus dem Spiel blutiger Ernst werden könnte, und erliessen sogleich karasu taisaku, «Massnahmen gegen Krähen». Aufgeblasene schwarze Plastikbeutel entlang den Geleisen sollten Abhilfe schaffen. Man hatte herausgefunden, dass Krähen nichts so sehr meiden wie tote Artgenossen. Die Vögel durchschauten den Schwindel sofort.

Auch die neuen, reissfesten Abfallsäcke waren ein Flop. Schon nach kurzer Zeit hatten die Krähen gelernt, die Säcke auf die Strasse zu zerren, um sie von den darüber hinwegfahrenden Autos knacken zu lassen - ein Verfahren, das sich schon bei Muscheln und Nüssen bewährt hatte. In den Parks wurden schwingende Metalldeckel auf die Abfalleimer gesetzt. Die Krähen warteten geduldig, bis die Eimer überquollen.

Wer das Spiel gewinnt, scheint jetzt schon klar zu sein, die Vögel sind den Menschen einen Schritt voraus. Die Krähen von Tokio sind dunkle Vorboten des Zivilisationsmodells für das nächste Jahrtausend. In einer schnell alternden Gesellschaft, in der Arbeit ein rares Gut und Freizeit zum Stress geworden ist, reduziert sich die Existenz auf die beiden Grundfaktoren Überleben und Spielen.

EINE SCHWIERIGE JUGEND. Überleben und Spielen - zwei Begriffe, mit denen sich das Geschehen um den Bahnhof Shibuya, ein vor allem bei der Jugend beliebtes Einkaufs- und Unterhaltungsviertel, beschreiben lässt.

Wenn Japans Politiker die schwache Binnennachfrage beklagen, müssen sie die Kids von Shibuya vergessen haben, wo teure amerikanische Sportbekleidung, Luxussonnenbrillen, ein mobiles Telefon und ein Pager zur absoluten Grundausstattung jedes Jugendlichen ab 14 zählen. Der urbane Look hat schon seinen Namen, Shibu-kaji (abgeleitet von «Shibuya» und «casual»).

Ein Teil der männlichen Jugendlichen hat sich nach dem naiv idealisierten Vorbild der Bloods und Cribs von Los Angeles in street gangs organisiert, die sich hier chima nennen. Betrunkene Angestellte, die ob eines feuchtfröhlichen Abends die letzte U-Bahn verpasst haben, werden gelegentlich Opfer von jugendlichen Räubern oder Gewalttätern: oyaji-gari, die «Jagd auf Papas», ist ein Phänomen, auf das sich die japanischen Medien einige Monate lang fast ebenso gierig gestürzt haben wie auf enjo kosai («subventionierte Rendez-vous»), die Prostitution von Schülerinnen, die es unter dem reisserischen Titel «Japan's Dirty Secret» im Dezember 1996 bis zur Titelgeschichte von «Newsweek» gebracht hat.

Mädchen erklären ihre gutbezahlten Begleit- und Liebesdienste für Firmenangestellte, die ihre Väter sein könnten, zum Beispiel mit dem unbezähmbaren Wunsch nach einer Tasche der Nobelmarke Prada für über 1500 Franken. Der Gruppenzwang zur Uniformierung ist enorm, die gnadenlose «peer pressure» lässt das Verlangen nach den neuesten Markenartikeln an einzelnen Schulen eskalieren. Wenn gleichaltrige Jungen mit den Geschenken der Sugar Daddies mithalten wollen, bleibt oft nur die Jagd auf Papas.

Dass mit zunehmendem Verschwinden der traditionellen Werte die Gewaltbereitschaft unter Japans Jugend zunimmt, bestätigt auch ein Blick in die Zeitung. An die Selbstmorde von Schülern als Folge von Hänseleien (ijime) oder purer Grausamkeit teils durch Lehrer, öfter aber durch Mitschüler, hat man sich beinahe schon gewöhnt. Aufgerüttelt hat die japanische Öffentlichkeit dann aber im Mai 1997 der Mord und die Enthauptung des elfjährigen Jun Hasegawa in Kobe durch einen Vierzehnjährigen, der, wie sich herausstellte, zuvor schon ein zehnjähriges Mädchen getötet hatte. Nach einem Aufruf zur straffreien freiwilligen Entwaffnung an mehreren Mittelschulen der Präfektur Saitama konnte die Polizei 300 Klappmesser, sogenannte Butterfly Knives, einsammeln. Eine anonyme Umfrage der Präfektur hatte allerdings einen Gesamtbestand von 9300 Messern ergeben. Die Dolche mit Klingen bis zu 20 cm Länge können leicht versteckt werden und sind die bevorzugte Waffe der desorientierten neuen ronin (herrenlose Samurai) in Japans Schulen und Fussgängerzonen. Fast jede Woche meldet die Presse neue Messerstechereien, oft mit schweren Verletzungen und nicht selten mit Todesfolge.

Als Motiv für ihre Gewalttaten liefern die jugendlichen Täter zuweilen banale Begründungen. Man habe sich durch die Nörgeleien des Grossvaters belästigt gefühlt, erklärte eine Sechzehnjährige aus Hokkaido. Zusammen mit ihrem Bruder hat sie den aufsässigen Opa mit Hilfe eines Schraubenschlüssels und einer Krawatte ins Jenseits befördert. Dass er gerügt wurde, muss als Begründung dafür genügen, dass ein anderer Minderjähriger aus der Stadt Kuroiso seine Lehrerin Anfang Februar mit mehreren Messerstichen in Bauch und Rücken zur Strecke brachte. Viele Teenager fürchten, ohne Messer als Schwächlinge zu gelten.

«LOVEGETY» UND ANDERE KOMMUNIKATIONSSTÖRUNGEN. Die mobilen Telefone sind inzwischen in allen Ballungszentren Japans omnipräsent, und nicht selten sieht man in Fast-food-Restaurants oder Coffeeshops zwei Jugendliche am selben Tisch, die mit verschiedenen Leuten telefonieren - incommunicado vor lauter Kommunikation. Um in dem Markt neue Segmente zu erschliessen, versuchen die Mobiltelefongesellschaften derzeit, Mütter davon zu überzeugen, ihre Kinder bereits im Primarschulalter zur Sicherheit wenn nicht mit einem Telefon (zum Beispiel im bei Kindern beliebten Hello-Kitty-Design), so doch mindestens mit einem schrifttauglichen Pager auszurüsten, mit dem man die lieben Kleinen aus dem Spielsalon zum Abendessen nach Hause rufen kann.

Um das trotz Kommunikations-Overkill offenbar mitteilungsarme Verhältnis zwischen den Geschlechtern zu verbessern, ist seit Anfang dieses Jahres der Lovegety auf dem Markt: ein Tamagotchi-grosses Gerät, das zu piepsen und zu blinken beginnt, wenn ein ebenfalls damit ausgerüsteter Vertreter des anderen Geschlechts im Umkreis von fünf Metern erscheint. Das Gerät, rosa für Mädchen, blau für Jungen, zum Preis von 2900 Yen (gut 30 Franken) ist seit Februar etwa 350 000mal verkauft worden. Lovegety (englischer Verkaufsslogan: love is just a beep away) findet nicht nur den richtigen Partner, sondern entwirrt gleich noch die Frage nach der Gestaltung des ersten Rendez-vous, je nachdem, ob das Gerät auf «talk», «karaoke» oder «get2» eingestellt ist - wobei die Auffassungen darüber auseinandergehen, was letzteres alles umfassen kann. SILBERSTREIFEN AM HORIZONT? Während das Leben ihrer Eltern noch vom sicheren System der stetig expandierenden «Japan AG» bestimmt war, sieht sich die heutige Jugend Japans mehr und mehr gezwungen, ihr Leben selbst zu gestalten. Einige nutzen dies als Chance für ein Ausbrechen aus dem gesellschaftlichen Wertekonsens, ein grosser Teil ist damit überfordert. Da weder Eltern noch Schule sie auf die neuen Realitäten vorbereitet haben, müssen die Vorbilder und Rollenmodelle unter Gleichaltrigen oder in den Medien gefunden werden. Bis vor kurzem galten Bescheidenheit und das Streben nach Harmonie auch als Garanten des sozialen Friedens. In einer vom Konkurrenzdruck geprägten Gesellschaft aber werden Egoismus, Rücksichtslosigkeit und Selbstdarstellung als notwendige Charakterzüge für ein erfolgreiches Überleben angesehen.

Was die Politik betrifft, so scheint das schon sprichwörtliche Desinteresse japanischer Jugendlicher Misstrauen und kritischer Wachsamkeit Platz zu machen. Bei den Oberhauswahlen vom 12. Juli bemühte sich eine beachtliche Zahl von jungen Wählern an die Urne und legte ihr Veto gegen den korrupten Fraktionsfilz der regierenden Liberaldemokratischen Partei ein.

Auch bisher kaum in Zweifel gezogene Werte wie Gruppenkonsens und Nationalstolz stossen heute auf Kritik. So veranstaltete in diesem Jahr ein neu eintretender Jahrgang einer Mittelschule in Saitama eine Parallel-Aufnahmezeremonie, weil der Rektor ihrer Bitte, auf das Hissen der Flagge und das Absingen der Schulhymne zu verzichten, kein Gehör schenkte. Und wenn rechtsnationale Politiker und revisionistische Gruppen einmal mehr schweres Geschütz zur Wiederbelebung des Nationalstolzes auffahren, so wird heute dagegen protestiert. Gegen den Film «Pride - unmei no toki» («Stolz - Die Zeit des Schicksals») von Ito Shunya etwa, der den von den Amerikanern als Kriegsverbrecher hingerichteten japanischen Kriegspremier Hideki Tojo glorifiziert, wurden vor den Kinos Flugblätter verteilt.

Wer die Entwicklung in Japan über einen längeren Zeitraum verfolgt, wird sich jedoch hüten, vorschnell den Siegeszug des Individualismus zu feiern. Auch in den Sechzigern und Siebzigern warfen Studenten Molotow-Cocktails, nur um ein paar Jahre später im blauen Anzug ihren Firmeneid zu leisten. Die Frage, ob sich hier wirklich ein fundamentaler Wertewandel abzeichnet, wird erst im Rückblick zu beantworten sein und hängt untrennbar mit der politischen und ökonomischen Entwicklung des Landes zusammen. Die «Japan AG» verfügt in wirtschaftlich besseren Zeiten mit ihrem vorgegebenen Lebensentwurf für viele Japaner immer noch über grosse Vorzüge. Und in schlechten Zeiten können sie sich damit trösten, dass sie noch nicht ganz so arm dran sind wie Nasubi.

Konrad Muschg, Journalist, lebt in Tokio.


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