WIRTSCHAFTLICHE UND POLITISCHE FRAGEN lassen sich nie ganz auseinanderhalten, erst recht nicht in Irland. Jahrzehntelang wurden heftige und gewaltsame Auseinandersetzungen über die politische Zukunft von Nordirland geführt - als wäre diese Zukunft nicht wirtschaftlichen Zwängen unterworfen. Wenn die Wirtschaft thematisiert wurde, geschah es gewöhnlich aus politischem Kalkül. Irische Nationalisten südlich und nördlich der Grenze machten die Teilung der Insel für die schleppende wirtschaftliche Entwicklung des Südens verantwortlich und sahen als einzigen Weg zum ökonomischen Aufschwung die Wiedervereinigung des geteilten Irland. Die Unionisten in Ulster dagegen hatten für die Zusammenarbeit mit dem Süden, die sie für sinnlos oder gar schädlich hielten, nur Hohn übrig und priesen ihre Provinz als wirtschaftliches «Kraftwerk».
Weder die Argumente der Nationalisten noch die der Unionisten lassen sich aber erhärten. Das Ziel der meisten Nationalisten, die irische Wiedervereinigung, wird - das steht praktisch ausser Frage - noch für mindestens eine Generation wirtschaftlich nicht realisierbar sein; und die grenzüberschreitende Kooperation wird weit weniger Vorteile bringen, als manche hoffen. Die Unionisten ihrerseits liegen falsch mit ihrer Annahme, es seien die industrielle Potenz und der unternehmerische Geist, der Ulster mehr prosperieren lasse als den Süden. Die Provinz verdankt ihren höheren Lebensstandard in Wirklichkeit vor allem Steuergeldern aus dem übrigen Grossbritannien. Schon ein dauerhafter Frieden könnte diese Beiträge markant schrumpfen lassen.
Dass die Bombenanschläge und das Morden vor gut anderthalb Jahren eingestellt wurden, brachte aber - bescheidene - erste ökonomische Verbesserungen. Eine Umfrage vom letzten November ergab, dass in Nordirland das Vertrauen in die Wirtschaft grösser war denn je: Lokale Firmen planten letztes Jahr bis zum Oktober 14 Prozent mehr Investitionen als im Vorjahr. Gleichzeitig verzeichneten die Unternehmen ein Umsatzwachstum von 5 Prozent, und der Bestellungseingang nahm um 4 Prozent zu. Auch interessieren sich ausländische Investoren für die Provinz.
Deutlich zugenommen hat zudem der Tourismus. Zwischen Januar und Juni 1995 besuchten 150 000 Ferienreisende Nordirland - 53 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Hotels und Gasthäuser waren den ganzen Sommer über ausgebucht. Die Einkünfte aus dem Tourismus betrugen 1995 über 220 Millionen Pfund, gegenüber 180 Millionen 1994; bis 1997 rechnet man - eine Rückkehr der Waffenruhe vorausgesetzt - mit 350 Millionen Pfund und 8000 neuen Arbeitsplätzen. Früher waren die Dörfer entlang der Grenze zwischen Ulster und der Irischen Republik wegen der massiven Polizei- und Armeekontrollen wie ausgestorben. Neuerdings floriert dort das Geschäft in den Pubs, den Läden und an den Tankstellen.
Diese Fortschritte sollten allerdings nicht überschätzt werden. Zwar haben Dutzende von Geschäftsleuten die Provinz besucht, und einige Amerikaner irischer Abstammung haben mit grossen Versprechungen um sich geworfen. Und sowohl die britische als auch die amerikanische Regierung hielten hochkarätige Konferenzen ab, um Investoren nach Ulster zu locken. Aber die ausländischen Investitionen seit Herbst 1994 wurden grösstenteils von Unternehmen getätigt, die bereits vorher in Nordirland engagiert gewesen waren und nun expandiert haben. Ausserdem wurden diese Investitionen, wie schon in der Vergangenheit, meist mit Steuererlassen und Staatsgarantien massiv subventioniert.
Das Wirtschaftswachstum in Nordirland ist überdies vermutlich weniger dem - vagen - Frieden zuzuschreiben als dem generellen Aufschwung der britischen Wirtschaft. Obwohl Nordirlands Arbeitslosenrate seit kurzem rückläufig ist, beträgt sie noch immer 11,3 Prozent und gehört zu den höchsten in Grossbritannien. Sogar eine der deutlichsten Errungenschaften der Waffenruhe, die Zunahme im Fremdenverkehr, ist zu relativieren: die Einkünfte daraus machen noch immer nur 2 Prozent des Bruttosozialprodukts aus, während sie in Schottland 6 und in der Irischen Republik 7 Prozent betragen.
Ironischerweise würde ein stabiles politisches Friedensabkommen für Nordirland wirtschaftlich wohl genauso eine Bedrohung wie eine Chance darstellen - zumindest kurzfristig. Derzeit werden in der Provinz jährlich rund 900 Millionen Pfund für die innere Sicherheit ausgegeben, was rund 6 Prozent des Bruttosozialprodukts (BSP) entspricht. Der grösste Teil dieser Gelder, die auf verschiedenen Wegen auch in die übrige Wirtschaft fliessen, würde in Friedenszeiten nicht mehr benötigt. Viel davon geht an die Polizisten, deren Gehälter für britische Verhältnisse an sich schon hoch sind und dazu noch jahrelang mit Überstundenvergütungen aufgestockt wurden. Nahezu alle Polizisten sind Protestanten. Wenn die Polizeikräfte auf den britischen Durchschnitt reduziert würden (von heute 16 431 Polizisten, Reserveleute und zivile Mitarbeiter eingerechnet, auf rund 5000), träfe dies die Unionisten besonders hart.
Millionen investierte der Staat auch in den Wiederaufbau der von Bombenanschlägen zerstörten Geschäfte und Stadtzentren. Davon profitierten ansässige Baufirmen aus beiden Lagern. Und das Geld, das die Armee und ihre gegenwärtig 17 000 Soldaten ausgeben, kommt ebenfalls der lokalen Wirtschaft zugute. In den 25 Konfliktjahren wurden die Folgen der Gewalt ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Nordirland. Ein dauerhafter Frieden könnte sich für viele finanziell schmerzhaft auswirken.
Bei der Betrachtung der historischen Entwicklung beider Teile Irlands und ihrer gegenwärtigen Lage muss man zunächst ein gängiges Vorurteil aus dem Weg räumen. Nordirland ist kein vom Krieg zerrissenes Beirut oder Sarajewo. Von einer Zerstörungswut, wie sie diese beiden Städte erlitten, war die Provinz nie bedroht - trotz aller Gewalt, der sie in all diesen Jahren ausgesetzt war. Wer heute Belfast oder Londonderry besucht, wird sich, ganz im Gegenteil, wundern, wie prosperierend diese beiden Städte wirken. In den Einkaufsvierteln wird er dieselbe Vielfalt von Geschäften finden wie in jeder anderen britischen Stadt.
Die Innenstadt von Belfast wirkt vielerorts sogar moderner und besser erhalten als manche Teile von London, Manchester oder Birmingham: Viele Gebäude wurden nach Bombenanschlägen vom Staat wieder komplett neu aufgebaut. Die katholischen und protestantischen «Ghettos» von Belfast, die während der letzten zwanzig Jahre traurige Medienberühmtheit erlangt haben, sind heute keine Slums mehr, sondern schmucke Wohnquartiere mit einem der besten städtischen Wohnungsangebote in ganz Grossbritannien. Die nächstgelegenen richtigen Slums findet man erst in Dublin.
Letztlich sind aber beide Teile der irischen Insel relativ arm - Randgebiete innerhalb der Europäischen Union. Um ihre Wirtschaft steht es fast durchwegs katastrophal. In der Irischen Republik beträgt das BSP pro Kopf nur 85 Prozent des EU-Durchschnitts. Die Irische Republik ist damit fast so arm wie Spanien, Portugal oder Griechenland. Dabei konnte sie in letzter Zeit vermehrt ausländische Investoren anlocken: zwei Drittel der Industrieproduktion und etwa drei Viertel der Gewinne werden von Firmen erwirtschaftet, die in ausländischer Hand sind. Doch dieser Erfolg brachte nicht annähernd genügend Arbeitsplätze für die grosse Zahl der jungen Leute, die ins arbeitsfähige Alter kommen; die Arbeitslosenrate in der Republik beträgt satte 15 Prozent. Und weil der Grossteil der Gewinne der ausländischen Fabriken in die Ursprungsländer zurückfliesst, werden bei den kleineren irischen Zulieferfirmen kaum neue Arbeitsplätze geschaffen. Irland bleibt weiterhin hochverschuldet: Seine Staatsschuld beträgt rund 90 Prozent des Bruttosozialprodukts.
Im Schnitt geht es den Leuten in Nordirland deutlich besser als der Bevölkerung der Irischen Republik. Ohne die massive britische Unterstützung wäre Nordirland aber vermutlich ärmer als der Süden. Im letzten Jahr betrugen die britischen Subventionen - die Differenz zwischen den Steuereinnahmen der Provinz und ihren Ausgaben - schätzungsweise 3,4 Milliarden Pfund, also einen Viertel des BSP. Nordirlands BSP pro Kopf beträgt schon jetzt nur 82 Prozent des britischen Mittels (und etwa gleich viel wie das der Irischen Republik).
Die öffentliche Hand ist in Nordirland, wo der Staat 35 Prozent aller Arbeitnehmer beschäftigt, allgegenwärtig. Ulster erinnert an Italiens Mezzogiorno, was die Bedeutung der staatlichen Ausgaben betrifft. Die britische Regierung sieht, wie sie sagt, keine Kürzung dieser Subventionen vor. Sie hat vielmehr verkündet, sie wolle die bei der inneren Sicherheit eingesparten Mittel in der Provinz umverteilen. Es ist allerdings fraglich, ob diese oder eine nachfolgende Regierung in London Ausgaben in dieser Höhe für ein friedliches Ulster noch zu rechtfertigen vermag.
Dass die schlechte irische Wirtschaftslage kaum auf die Teilung der Insel zurückzuführen ist, wie die Nationalisten stets behauptet haben, zeigt ein Blick in die Geschichte. Irlands industrielle Revolution im 19. Jahrhundert hatte sich fast ausschliesslich in der nordöstlichsten Ecke des Landes abgespielt, das heisst in Ulster, wo der Schiffsbau und die Textilfabrikation florierten. Überall sonst dominierte - abgesehen von der Verwaltungshauptstadt Dublin - die Landwirtschaft. Den industrialisierten Nordosten verband wirtschaftlich wenig mit dem landwirtschaftlich geprägten Süden.
Als sich die Briten aus dem Süden zurückzogen, vergrösserte sich die ökonomische Kluft: Die Regierung in Dublin verfolgte eine protektionistische Wirtschaftspolitik, die der Entwicklung des Landes weit mehr schadete als die Grenze zum Norden. In Ulster versäumte man dafür, schnell genug von älteren Industriezweigen wie dem Schiffsbau, der Metallverarbeitung und der Textilherstellung auf moderne Herstellungsverfahren oder Dienstleistungen umzustellen.
Heute hat der Norden die Last seiner aussterbenden Industriezweige und eines aufgeblähten öffentlichen Sektors zu tragen. Im Süden gibt es zwar eine Reihe moderner Fabriken, doch die Arbeitslosigkeit ist hoch und der Lebensstandard niedrig. Man darf mit Recht bezweifeln, dass der Zusammenschluss zweier so schwacher Wirtschaftssysteme viele Vorteile brächte. Vor allem aber ist es schwer vorstellbar, dass Nordirland bereit wäre, auf die Vorzüge der umfassenden britischen Unterstützung zu verzichten - selbst wenn sich die Unionisten dazu durchringen könnten, der Wiedervereinigung auf politischer Ebene zuzustimmen, was ohnehin fast undenkbar ist.
Sinn Fein, der politische Flügel der IRA, plädiert noch immer für die schnellstmögliche Wiedervereinigung. Aber den Schriften des Sinn-Fein-Präsidenten Gerry Adams nach zu schliessen, stammen die ökonomischen Ansichten der Partei aus dem Wolkenkuckucksheim. Adams macht in seinen umfassendsten Glaubensbekenntnissen, «The Politics of Irish Freedom» und «A Pathway to Peace», den «Imperialismus» für die schlechte Wirtschaftslage Irlands verantwortlich. Er verkündet weiter, der Zusammenschluss von Nord und Süd werde endlich einer «sozialistischen» Irischen Republik den Weg ebnen, die unabhängig vom internationalen Kapital funktioniere. Einfuhrkontingente, Zölle und eine vom Staat kontrollierte Industrie würden dabei eine Gesellschaftsform ermöglichen, in der «die Produktionsmittel, die Verteilung und der Austausch von Gütern auf die menschlichen Grundbedürfnisse anstatt auf privaten Profit abgestimmt sind». Adams strebt anscheinend genau jene ökonomische Autarkie an, die aus Albanien eine so glückliche und blühende Nation gemacht hat.
Adams mag diese krude und überholte Ansicht inzwischen überwunden haben. Er hat sich klugerweise nach der Waffenniederlegung der IRA Ende August 1994 zu diesem Thema nicht mehr geäussert. Aber selbst, wenn Sinn Fein nicht mehr länger eine Politik vertritt, von der sich mittlerweile fast die ganze Welt abgewendet hat, plädiert die Partei - und Adams an ihrer Spitze - weiterhin für die Wiedervereinigung, ohne sich mit der ökonomischen Realität auseinanderzusetzen. Andere Nationalisten sind realistischer als Sinn Fein - etwa John Hume, der Führer der grössten nationalistischen Partei, der Social Democratic and Labour Party. Doch auch sie treten - ungeachtet der wirtschaftlichen Folgen - längerfristig für die Wiedervereinigung ein.
Die Kernfrage ist: Wer wird die Wiedervereinigung bezahlen? Der Zusammenschluss von West- und Ostdeutschland hat gezeigt, wie kompliziert und aufreibend es sein kann, zwei unterschiedliche Wirtschaftssysteme zu vereinen - sogar für ein reiches Land. Für eines der kleinsten und ärmsten Länder wäre die Wiedervereinigung ein Albtraum. Ausserdem würde in Irland im Unterschied zu Deutschland der arme Süden sich den reicheren Norden einverleiben. Unionistische Ökonomen in Belfast haben ausgerechnet, dass innerhalb von fünf Jahren sich die gesamten Einkünfte von Ulster um 20 Prozent reduzieren würden und 20 Prozent der Arbeitsplätze, das sind 120 000 Stellen, verlorengingen, wenn Grossbritannien dem Norden seine finanzielle Unterstützung entzöge. Dublin müsste die im Süden ohnehin schon hohen Steuern um 25 Prozent erhöhen, wollte es die öffentlichen Dienstleistungen und den Lebensstandard im Norden auf bisherigem Niveau halten.
Solche Perspektiven wären für die meisten Leute beidseits der Grenze inakzeptabel. Im Süden wollen sie sich nicht selbst ruinieren, nur damit die Wiedervereinigung zustande kommt. Im Norden will man den derzeitigen Lebensstandard nicht verlieren. Obwohl die meisten Bewohner der Irischen Republik die Wiedervereinigung langfristig befürworten, zeigte dort eine Umfrage im November 1993, dass 75 Prozent der Befragten nicht bereit wären, höhere Steuern dafür zu bezahlen. Im darauffolgenden Monat ergab eine Umfrage in Nordirland, dass der Zusammenschluss der beiden Inselhälften nur für 32 Prozent der Katholiken erste Priorität hat. Dabei ist zu sagen, dass Umfragen im Norden notorisch unzuverlässig sind, weil sich die Leute fürchten, ihre Ansichten öffentlich preiszugeben.
Das Argument einiger Nationalisten, die USA, Grossbritannien oder die EU würden die hohen Kosten der Wiedervereinigung schon tragen, ist absurd. Die Vereinigten Staaten und die EU haben lediglich kleine Summen zur Erhaltung des Friedens angeboten, die in keinem Verhältnis stehen zu den britischen Milliarden, die jährlich in den Norden fliessen. Die USA kürzten die Fürsorgeleistungen an die Armen im eigenen Land, um das Budgetdefizit auszugleichen. Ob die amerikanischen Steuerzahler wirklich bereit wären, Beiträge in Milliardenhöhe an Irland zu leisten? Von der EU erhält Irland bereits finanzielle Unterstützung, die sich in den letzten Jahren auf 10 Prozent seines BSP belaufen hat. Wie viel mehr würden die EU-Steuerzahler für diese kleine Insel zahlen wollen?
Wirtschaftliche Faktoren verunmöglichen die Wiedervereinigung, nicht aber eine engere Kooperation zwischen den beiden Teilen Irlands, die politisch auch viel bessere Chancen hat. Im Norden fürchten heute unionistische Geschäftsleute, sie könnten auf dem rascher wachsenden Markt im Süden ihre Chancen verpassen. Sie haben sogar die Politiker aus den eigenen Reihen verärgert, indem sie sich öffentlich für eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit über die Grenze hinaus aussprachen.
Erwägenswert wäre eine engere Kooperation etwa bei der Planung von Zugs- und Strassenverbindungen. Geschäftsleute beidseits der Grenze planen eine Initiative zur Realisierung des Belfast-Dublin-«Korridors». Auch auf dem Gebiet der Elektrizität und in der Telekommunikation könnte man vermehrt zusammenarbeiten. Und bereits ist man daran gegangen, die Insel als Ganzes als Reiseziel zu propagieren. Weniger Konkurrenzdenken und mehr Zusammenarbeit wären auch dort sinnvoll, wo es darum geht, ausländische Investoren anzulocken. Die Vorteile einer engeren Kooperation darf man indessen nicht überschätzen. Die beiden Teile der Insel haben sich wirtschaftlich allzusehr auseinanderentwickelt. Es gibt wenig von Wert, was sie untereinander austauschen könnten. Der Handel mit Grossbritannien oder mit anderen EU-Ländern ist für beide bedeutend lukrativer.
Die irische Regierung gründete für alle Parteien der Insel das Forum für Frieden und Versöhnung (die unionistischen Parteien weigerten sich, daran teilzunehmen). Dieses Diskussionsforum beauftragte letztes Jahr ein Beraterkonsortium damit, die Auswirkungen eines Friedens im Norden zu analysieren. Das Konsortium schätzte, dass der Handel zwischen den beiden Teilen Irlands, der 1992 im Süden 5 Prozent und im Norden 11 Prozent der gesamten Exporte stellte, jährlich um gesunde 10 Prozent wächst. Doch selbst wenn - ungeachtet der jüngsten Zwischenfälle - der Frieden erhalten bleibt, würde dieses Wachstum in den nächsten fünf Jahren im besten Fall 3500 zusätzliche Stellen schaffen (2000 im Norden und 1500 im Süden). Das wäre zwar zu begrüssen, ist aber nicht überwältigend.
Frieden lohnt sich aber um seiner selbst willen. Um weiterzukommen, wird das irische Volk nördlich und südlich der Grenze das Heft selber in die Hand nehmen müssen.
David Manasian, London, ist Leiter des Ressorts Grossbritannien des «Economist».