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Vereinsleben -- Im Zweierzelt
Von Andreas Dietrich
Edgar Studer, Sie sind Präsident des Zelt-Klubs Basel und des Sport- und Freizeitvereins Hüsingen e.V. im benachbarten Deutschland. Worin unterscheiden sich die beiden Vereine?
Eigentlich gibt es keinen Unterschied, sie sind quasi identisch. Der Zelt-Klub Basel hatte sein Gelände früher auf der Reinacher Heide, doch als vor 31 Jahren die Autobahn gebaut wurde, mussten wir umziehen. So kamen wir nach Hüsingen jenseits der Grenze. Die Mitglieder des Zelt-Klubs gründeten dann den Freizeit- und Sportverein, und nach einigen Jahren konnten wir das Gelände drüben kaufen.
Wozu brauchte es einen eigenen Verein in Deutschland?
Damit man dort ein bisschen besser aufgenommen wurde. Damals stiessen wir als campierende Schweizer noch auf gewisse Schwierigkeiten, bei den Deutschen hiess es: Die Zigeuner kommen! Aber heute haben wir ein gutes Verhältnis zu den andern Dorfvereinen und zu den Behörden sowieso. Etwa die Hälfte unserer Mitglieder sind ja auch Deutsche.
Wohnen Sie da in Zelten?
Nein, in gut ausgebauten Wohnwagen mit Vorzelten. Ein paar Mitglieder nehmen ihren Wohnwagen in die Ferien mit, aber 90 Prozent der Wagen bleiben das ganze Jahr über stehen.
Was ist der Reiz daran, die Freizeit dort zu verbringen?
Man ist immer draussen und hat einen guten Kontakt untereinander, es ist ein sehr schönes Zusammengehörigkeitsgefühl. Die 73 Standplätze bilden eine kleine Gemeinde. Jeden letzten Samstag im Monat grillen wir zusammen, es gibt eine Boule-Meisterschaft und den Weihnachtshöck, und einmal im Jahr unternehmen wir im Car einen gemeinsamen Ausflug.
An der letzten Generalversammlung wurde beschlossen, dass keine neuen Mitglieder mit Hunden aufgenommen werden. Warum das?
Wir hatten relativ viele Hunde auf dem Gelände, da fanden wir: Jetzt ist das Mass erreicht. Aber inzwischen haben wir die Vorschrift gelockert, es wurden auch wieder Mitglieder mit Hunden aufgenommen.
http://home.intergga.ch/ZeltKlubBasel
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