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NZZ Folio 06/08 - Thema: Perlen aus dem Internet   Inhaltsverzeichnis

Rätselhaft -- Wissenslücke

© Fabienne Roth
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Von CUS

Eine der schönsten Errungenschaften des Internets ist, dass es fast verlorenes Wissen aus den verstaubten Winkeln der Archive wieder auf unseren Schreibtisch bringt. Wer im «Brockhaus» nachschlägt, wann Shakespeare und Cervantes starben, wird exakt das gleiche Datum finden: den 23. April 1616. Trotzdem starben die beiden nicht am gleichen Tag. Manche Lexika dagegen, etwa www.zeno.org und Wikipedia, die Enzyklopädie unserer Tage, klären uns auf, wenn auch etwas verklausuliert. So erfahren wir, dass in England damals noch der alte julianische Kalender galt, während Cervantes in Spanien bereits nach unserem heutigen Kalender starb, woraus sich eine Differenz von zehn Tagen ergibt.

Schwieriger ist die Frage nach der Inschrift auf dem Grabmal von Isaac Newton in der Westminster Abbey. Der Steinmetz hat Newtons Sterbedatum völlig korrekt geschrieben: Obiit… (Er starb…) – na, wie lautet das ganze Datum? Die Website der Westminster Abbey hilft weiter, äussert sich aber etwas kryptisch zum Thema.


Auflösung des Rätsels aus Folio 5/08:

Der gesuchte Künstler war Congo, der malende Schimpanse. Er starb 1964. Bei einer Auktion im Jahr 2005 gingen Congos Werke für 25 000 Dollar über den Tisch, während Renoir und Warhol liegenblieben. Der Name Congo ist die englische Bezeichnung für das Land Kongo und erinnert an King Kong, der in der Filmfassung der 1970er Jahre auf dem World Trade Center (und nicht auf dem Empire State Building) herumturnt.


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