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Vereinsleben -- Das Ende
Von Mikael Krogerus
Thierry Pool, Sie sind Präsident des «Lüthi und Blanc»-Fanclubs. Was machen Sie am 13. Mai 2007, dem Tag, an dem die allerletzte «Lüthi und Blanc»-Folge ausgestrahlt wird?
Dann löse ich unseren Verein auf.
Die Existenzberechtigung Ihres Vereins verschwindet von einem Tag auf den anderen. Was würden Sie der SF-Chefin Ingrid Deltenre gern sagen?
Wir bedauern ihre Entscheidung. Und wir halten sie für völlig falsch.
Warum?
«Lüthi und Blanc» hätte die «Lindenstrasse» der Schweiz werden können. Man hätte nach und nach die Schauspieler und die Handlungsstränge auswechseln können – und in zwei Jahren wäre dann eine ganz neue Geschichte unter derselben Marke «Lüthi und Blanc» entstanden.
Verraten Sie uns kurz: Was war das Besondere an der Serie?
Ich finde, sie war ein typisches Abbild der Schweiz. Man konnte die Geschichten, auch wenn sie komprimiert und überspitzt dargestellt wurden, sehr gut nachvollziehen. Es war glaubwürdig, dass so eine Handlung wirklich in der Schweiz stattfindet.
War die Handlung also langweilig?
Durchaus nicht, es gab ja meine Lieblingsfigur Frick. Die hat in fast allen Folgen eine Fiesheit ausgelebt, wie man sie sich in der Schweiz so nicht erlauben kann.
Mögen Sie auch andere Serien?
Ich schaue wenig fern. Für mich gibt es keine andere Serie neben «Lüthi und Blanc».
Das Schweizer Fernsehen bastelt an einer Nachfolgesendung. Gibt es auch Pläne für einen Nachfolge-Fanclub?
Vorerst nicht. Wir behalten uns das Recht vor, einen Verein nur dann neu zu gründen, wenn die neue Serie es auch wirklich verdient, einen Fanclub zu bekommen.
Wer ist Mitglied in Ihrem Verein?
Die 1400 Mitglieder sind eine ganz durchmischte Gruppe: Wir haben Professoren und Doktoren, geistig und körperlich Behinderte, es gibt Schweizer wie Ausländer, Junge wie Alte.
www.lbf.ch
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