DASS OBERS RAHM und Schlagobers Schlagrahm ist, wissen wir, welterfahren wie wir sind, noch bevor wir im Palatschinken vergeblich nach Fleisch stochern. Und dass ein Zuckerl ein Bonbon und ein Weimberl eine Weinbeere sein muss, schliessen wir sozusagen deduktivisch - ist uns die Endung doch vertraut von Wörtern wie Beisl, Seidl oder Würstel.
Was aber, wenn sie das einzige ist, was einen anheimelt? Woher wissen wir, dass Gerstl kein Getreide, Scherzl kein Witz und Simperl kein Trottel ist, sondern - ja woher wissen wir's?
Aus dem offiziellen Guide-Book «Hallo Wien». Nein, weder sind Brüller Schreihälse, noch ist Polsterzipf ein Jugendstilmöbel oder der Fotzhobel etwas Anstössiges. Wir wissen es besser. Aber wir verraten es nicht!
Wir sagen nur: Nicht tschechern und im Dulliöh einem Mistelbacher in die Arme laufen, denn der duldet keine Sponpernadln! Host es?