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Rätsel -- Goldmedaillistin
© Anna-Lina Balke
Wen kennen wir alle – unter einem falschen Namen? Raten Sie mit!
Von CUS
Ein ausgeprägtes Ohrläppchen ohne Piercing, ein Zopf, eine gestutzte Haartolle, dazu ein treuherziger Blick Richtung Berggipfel – so kennt man die Schweizer «Goldmedaillistin». Bei den Olympischen Winterspielen von St. Moritz 1928 stand sie in der Blüte ihrer Jahre, in St. Moritz 1948 kurz vor dem Aus.
Sie hat eine politisch bewegte Vergangenheit. In den Streit um das unselige Nazigold wurde sie hineingezogen, woran auch die plumpe Vordatierung in den Nachkriegsjahren nichts ändern konnte. Man kennt zwar Fritz, ihren Vater, doch ist man nicht sicher, wer ihre Mutter ist. Vielleicht eine Jungfer aus dem Bernischen. Der Fritz hatte da etwas angedeutet. Allein, blosse Andeutungen ersetzen keinen Mutterschaftstest. Nicht mal der Vorname unserer Goldmedaillistin ist ganz klar – und doch kennt jeder ihren typischen Schweizer Namen. Welchen?
Auflösung des Rätsels aus Folio 3/09:
1865 geschah der tiefe Fall am Matterhorn: Bei der Erstbesteigung stürzten vier Alpinisten in den Tod. Dem Zermatter Führer Peter Taugwalder gelang es noch, das Seil um einen Felsblock zu legen – das Seil zu den Abstürzenden hin riss. Das rettete Taugwalder, seinen Sohn und Edward Whymper, wohl auch, weil irrtümlich ein zu schwaches Seil verwendet wurde. Das Seil und der Schuh des mutmasslichen Verursachers des Absturzes, Mr. Hadows, sind im Matterhornmuseum Zermatt ausgestellt.
CUS ist Rätselmacher, auch für NZZ Folio; er lebt in München.
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