Mario Obrist, Sie sind Gründungsmitglied des Wasserpfeife-Clubs Marhaba in Weggis. Wie kam die Wasserpfeife an den Vierwaldstättersee?
Die Liebe zur Wasserpfeife – arabisch: Shisha – entflammte während meiner Ferien in Ägypten. Mir gefiel das orientalische Schmauchen, und so brachte ich eine Pfeife als Souvenir mit nach Hause. Als ich meinen Kollegen davon erzählte, zeigte es sich, dass auch andere im Besitz einer solchen Pfeife waren. Also beschlossen wir, einen Verein zu gründen. Nun rauchen wir einmal im Monat gemeinsam im Stübli des Restaurants Pöstli.
Was ist am Wasserpfeiferauchen besonders?
Es ist einfach urgemütlich. Man nimmt sich Zeit, teilt den Genuss mit anderen. In unserem Verein hat es ganz unterschiedliche Typen, aber beim Rauchen verstehen wir uns alle ausgezeichnet. Wir können stundenlang um unsere Wasserpfeifen hocken. Manchmal bis 5 Uhr morgens.
Wie reagieren Aussenstehende, wenn Sie mit den Wasserpfeifen aufkreuzen?
Viele sind zuerst skeptisch, weil sie glauben, wir würden Drogen rauchen. Aber dann wollen alle selber einmal probieren.
Was ist denn drin in der Wasserpfeife?
Tabak und Melasse. Die Melasse sorgt dafür, dass der Tabak langsamer verbrennt, und verleiht ihm das jeweilige Aroma: Apfel, Minze, Kokosnuss. 26 verschiedene Aromen gibt es.
Macht man da auch Lungenzüge?
Ja, denn man muss schon gehörig ziehen, damit der Rauch durchs Wasser in den Schlauch kommt. Trotzdem ist Wasserpfeiferauchen weniger schädlich als Zigarettenrauchen. 90 Prozent des Nikotins verbleiben im Wasser.
Die Wasserpfeife ist im Trend, und auch Ihr Club hat schnell für Aufsehen gesorgt: mit einem Fernsehauftritt in der Sendung «Hopp de Bäse». Wie erklären Sie sich dieses Interesse?
Wir sind völlig überrascht. Und ehrlich gesagt: Ob die Wasserpfeife im Trend ist oder nicht, kümmert uns wenig. Wir wollen bloss unsern Frieden haben – und gemeinsam rauchen.
www.shisha-club.ch