Büro B3 320. Natürlich geht es Alexandre Makaronidis nicht um die Kleinigkeiten. Was die Feuerwaffen in Frankreich kosten oder die Bettwäsche in Belgien oder das Heimtierfutter in Holland, tut, im Grossen und Ganzen, wenig zur Sache. Makaronidis geht es um das grosse Ganze. Er ist Grieche, trägt einen blauen Schlips und spricht mit rauchiger Stimme. Ein Klick, schon stehen auf dem daumendicken Monitor vor ihm Hunderte Ziffern in sauberen Reihen und Spalten. Sie messen eine magische Grösse: den Wert des Geldes.
Die Daten von Makaronidis bündeln Tausende Preise von Tausenden Produkten in rund 30 Ländern. Aus den komplexen Grössen – Aggregaten, wie Statistiker sagen – werden die Inflationsraten für halb Europa bestimmt, und Zentralbanken, die über die flinken Finanzmärkte wachen, warten ebenso gierig auf sie wie Börsenspekulanten, die auf die Preistrends schielen. Alexandre Makaronidis ist Sektorchef für Verbraucherpreise beim EU-Statistikamt Eurostat in Luxemburg.
Wer das Gebäude in einem Geschäftsviertel aus Stein und Glas betritt, atmet ein bisschen Europa. 25 Fahnen an 25 Messingständern, schlaff hängen sie herab. Eurostat zählt zu den Grossbehörden der EU. Tatsächlich gäbe es kaum einen passenderen Platz für die Arbeit von Makaronidis und seinen Kollegen. Der Innenraum des von einem Glasdach überwölbten Eurostat-Gebäudes birgt in seinen Untergeschossen eine gigantische Einkaufspassage – die Piepser der Scannerkassen dringen wie Echolote der Konsumgesellschaft in die stillen Behördenetagen hinauf. Hier oben analysieren die Statistiker das, was sich unter ihren Augen ständig vollzieht.
Freilich beschränkt sich Eurostat nicht auf die Statistik der Preise und Waren. Von den Hotelbetten über die Obstbäume bis hin zur Zahl der von Armut bedrohten Menschen dokumentiert die Behörde fast alles, was sich in Europa zählen lässt. 800 Beschäftigte aus gut zwei Dutzend Nationen arbeiten Tag für Tag in langen Fluren an diesem Projekt. Ihre Büros sind numeriert nach Gebäudeabschnitt, Stockwerk und Raumposition.
Büro A4 048 zum Beispiel ist ein schöner, weiter Raum mit Blick auf das bergige Land in der Ferne. Hier kommt einem Marie Bohatá entgegen, eine blonde Tschechin mit blauem Kostüm und lackierten Nägeln. Sie ist Vize-Generaldirektorin von Eurostat und sieht die Sache so: «Eigentlich fügen wir nur bereits vorhandene Daten, die von den Mitgliedstaaten kommen, zusammen – aber genau darin liegt die Schwierigkeit.» Aus sämtlichen Ländern der EU, zudem aus Norwegen, Island und Liechtenstein, fliessen fertige Datensätze an das Luxemburger Amt. Die Behörde, die selbst keine Erhebungen durchführt, ist in dem ausgeklügelten System nur Nutzer nationaler Daten – mit dem Auftrag, sie zu einer zuverlässigen Gesamtstatistik zusammenzustellen. Das Problem: Lassen sich etwa italienische Zahlen mit deutschen vergleichen und einfach in derselben Tabelle addieren?
Glaubt man Marie Bohatá, ist das keine Frage der Genauigkeit, sondern der Definitionen. Wer die Obstbäume in Europa zählen will, muss auch sagen, welche Obstsorten er meint, ob bei den Aprikosen die Aurora-Aprikose, die Rouge du Roussillon und die Monaco Bello getrennt berücksichtigt werden sollen und mit welchem Zahlencode sich das verschlüsseln lässt. Auf mehr als 200 Sitzungen pro Jahr bringen es die zahlreichen mit Experten aus allen Mitgliedländern besetzten Eurostat-Arbeitsgruppen, die solche Fragen klären.
Inzwischen gibt es gut 300 EU-Verordnungen, die sicherstellen sollen, dass jeder im System zur gleichen Zeit das Gleiche zählt und daraus mit identischen mathematischen Formeln jene Datenaggregate produziert, die in Luxemburg über die Bildschirme flimmern. Und das Regelwerk wächst, jedes Jahr kommen 30 neue Vorschriften hinzu. Wenn es einen Traum der Eurostatistiker gibt, dann ist es eine bis auf den Wortlaut gemeinsame statistische Sprache. «Harmonisierung», lautet dafür in Luxemburg die Zauberformel. Ohne sie vergliche man Äpfel mit Birnen. Der ganze Sinn der Statistik aber liegt im Vergleich.
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Die Schweizer haben das eingesehen und wollen nun die meisten europäischen Regeln übernehmen. 2004 wurde mit dem zweiten bilateralen Abkommen mit der EU auch die statistische Zusammenarbeit vereinbart. Läuft alles nach Plan, soll die Schweiz bereits 2006 in einer wachsenden Zahl von harmonisierten Statistiken auftauchen – und dafür neun Millionen Franken Jahresbeitrag an Eurostat zahlen. Für rausgeschmissenes Geld halten das wenige, vielmehr werden schon handfeste Rechnungen aufgemacht.
So könnten die von Eurostat abgesegneten Schweizer Daten gute politische Argumente liefern, wenn es darum geht, den Alpentransitverkehr zu reduzieren oder sich gegen Lohndumping aus Nachbarländern zu wehren. Die Schweizerische Nationalbank dürfte für ihre zukünftige Zinspolitik durchaus Interesse an den europäischen Konsumentenpreisen bekunden. Und der hiesige Wirtschaftsstandort, so verlautbart der Verband der Schweizer Unternehmen Economiesuisse, werde durch die statistische Integration auf dem globalen Parkett besser sichtbar. Auch die Gegenseite hat Interessen. Beim Luxemburger Amt wüsste man beispielsweise gern, wie hoch die Transitkapazität der Alpenstrassen denn tatsächlich ist oder wie viel Geld die Europäer jedes Jahr in Schweizer Hotels lassen. Auf den meisten Karten, die in den Fluren von Eurostat hängen, ist die Schweiz noch ein weisser Fleck.
Das liegt nicht daran, dass es hierzulande keine guten Daten gäbe. Die Analysen des Bundesamts für Statistik (BfS) in Neuenburg gleichen in vielen Bereichen jenen von Eurostat. «Eine Umstellung um 180 Grad ist die Integration für uns keineswegs», sagt Rolf Escher, der beim BfS für die Zusammenarbeit mit Eurostat zuständig ist. Wo Schweizer Daten – wie bei den Bevölkerungszahlen – bereits europakompatibel sind und von der EU auch veröffentlicht werden, ist dies bisher nur auf freiwilliger Basis geschehen. In anderen Fällen sind zwar vergleichbare Zahlen vorhanden, werden aber von den Schweizern seltener erhoben, als von Eurostat gewünscht. Und in manchen Bereichen sind die Angaben tatsächlich noch lückenhaft.
Gerade der Schweizer Wirtschaftsstatistik wurden solche Lücken immer wieder bescheinigt. «Die Schweizer Unternehmen wollten sich nicht so gern in die Karten gucken lassen», sagt der ehemalige Chef des BfS, Carlo Malaguerra, der das Eurostat-Abkommen mit ausgehandelt hat. Statistik heisst auch, sich aus der Deckung zu wagen. Die neue statistische Offenheit aber tue den Schweizern gut, nicht nur wegen schnöder monetärer Verflechtungen. Für Malaguerra ist Statistik mehr: eine Methode zu verstehen, was im eigenen und in anderen Ländern passiert. «Ohne vergleichbare Daten gibt es gar kein objektives Bild von Europa mehr», sagt Malaguerra. In einer komplexen Welt ist Statistik ein Erkenntnismittel – eins der wenigen, die sich die postmoderne Gesellschaft noch leistet.
Büro C3 608. Francis Weiler zählt in Europa die Schweine. Weiler ist Belgier, ein stiller Mann und von Beruf eigentlich Elektroingenieur. Sein Vater war Bauer. Natürlich zählt Weiler die Schweine nicht selbst. Aber er koordiniert – neben der Kuh-, Milch- und Getreidestatistik – eben auch die Daten zum europäischen Schweinebestand. Der lässt sich durchaus sehen. Im Dezember 2004 gab es in der EU gut 151 Millionen Schweine. Jedes dritte lebte entweder in Deutschland oder Spanien. Was überrascht: In der ganzen EU wurden nur 353 000 Zuchteber gezählt, dafür knapp 15 Millionen Zuchtsauen. Allerdings blieben unter ihnen allein 1,6 Millionen Jungsauen noch ungedeckt.
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Es ist keinem zu verübeln, wenn er fragt, warum Eurostat das wissen muss. Möglicherweise ist die Antwort simpel: Eurostat macht Statistiken, die die EU-Politiker wollen – oder einmal wollten. «Eine Statistik, die einmal eingeführt ist, lässt sich schwer abschaffen», sagt Marie Bohatá. Aber das Schweinezählen ist auch heute nicht sinnlos. Von der Zahl der Mastschweine lasse sich ein halbes Jahr im Voraus auf die Schweinefleischproduktion schliessen, sagt Weiler. Das Fleisch werde von der EU beispielsweise nach Japan exportiert – ein Markt, den zu beobachten sich lohnt.
Gleichwohl ist klar, dass Sinn und Zweck der EU-Agrarstatistiken sich zumindest teilweise aus der Historie der Gemeinschaft erklären. Schweine werden bereits seit 1969 gezählt. Sieben Jahre zuvor hatten sich die damals sechs Mitgliedstaaten erstmals auf eine gemeinsame Agrarpolitik geeinigt, welche die noch unzureichende Lebensmittelproduktion ankurbeln und den Landwirten sichere Einkommen garantieren sollte. Bereits damals galt: ohne vergleichbare Daten keine konzertierte Politik.
Genau diese politische Funktion der Statistik hat Eurostat in den 1990ern ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit katapultiert. Entscheidend dabei war, dass sich die EU zur Wirtschafts- und Währungsunion wandelte. So argumentierten die Deutschen, sie seien zwar bereit, ihre geliebte Mark für den Euro aufzugeben – doch nur unter der Bedingung, dass alle anderen Staaten der Eurozone die neue Währung nicht verwässerten und sich an die Haushaltsdisziplin hielten. Also musste ein rechtsverbindliches statistisches Regelwerk her: Das Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen von 1995, das genau vorgibt, wie die einzelnen Länder ihre Wirtschaftskraft und Budgetlücken berechnen müssen, wurde zum Katechismus der europäischen Statistiker – und Eurostat zum Hüter der gesammelten Haushaltsdaten.
Umso schwerer wog der griechische Fall: 2004 flog auf, dass die Griechen über Jahre ihr Budgetdefizit schöngerechnet und sich so in die Währungsunion geschummelt hatten. Schnell warf man Eurostat Schlamperei bei der Datenprüfung vor – ein Vorwurf, der nicht gerade dadurch abgemildert wurde, dass in der Behörde kurz zuvor Finanzmauscheleien aufgedeckt worden waren und der langjährige Direktor seinen Hut nehmen musste. Der alte Ausdruck von der statistischen Lüge machte die Runde: Was nützen harmonisierte Daten, wenn sie gefälscht sind?
«Die Zusammenarbeit hat durch die Krise von Eurostat gelitten», sagt Günter Kopsch vom Statistischen Bundesamt in Deutschland. «Aber man beschwört die Bedeutung der Gemeinschaftsstatistik wieder.» Denn im Grunde weiss jeder, dass eine europäische Politik mehr denn je auf eine europäische Statistik angewiesen ist. Das Zählen ist selbst bereits Politik. «Immer dann, wenn Dinge durch Zahlen ausgedrückt werden konnten, hat man sich von Zahlen leiten lassen», hatte der belgische Statistiker Adolphe Quételet 1828 geschrieben. «Man hat aufgehört zu diskutieren, um zu zählen.»
Leider geht das Zählen so schwer.
Büro B3 320. «Man könnte denken, dass nichts leichter sei, als Preise zu registrieren», sagt Alexandre Makaronidis. Aber so ist es natürlich nicht. Dabei fusst alles auf einer schlichten Grundidee: Man kaufe heute eine Baguette, in einem Monat wieder eine, dividiere den zweiten Preis durch den ersten – und fertig ist die simpelste Form eines Preisindexes, ein Mass der Inflation. Makaronidis hat gerade die belgischen Zahlen aus dem Oktober vor sich. Zum Beispiel Posten 09.3.1. Das sind die Spiel- und Hobbywaren. In der Tabelle steht ein Indexwert von 99,5. Gegenüber dem Referenzjahr 1996 mit dem Index 100 sind Spiele und Hobbyartikel also praktisch genauso teuer. Posten 07.3.1, der Schienenpersonenverkehr, hat kräftig angezogen, der Index steht bei 125,6. Anders Position 09 .1.3 mit dem Index 30,2: Computer, Bildschirme, Drucker. Weit über eine Million Einzelpreise für Waren und Dienstleistungen aus 161 Untergruppen wer den Monat für Monat dokumentiert, um die Preis entwicklung zu taxieren. Je nach Mitgliedland schwärmen Preisbeobachter entweder direkt in die Geschäfte aus, oder die Preise werden per Telefon, Post oder E-Mail abgefragt. Mancherorts verwendet man inzwischen auch die Daten der Scannerkassen in den Supermärkten.
Freilich unterscheiden sich nicht nur die verfügbaren Produkte, sondern auch die Konsumgewohnheiten von Land zu Land, und es ist praktisch unmöglich, einen identischen Warenkorb in Schweden und der Slowakei zu erfassen. Um die Daten dennoch zu harmonisieren, muss eine ganze Reihe von Mindeststandards gelten. So ist festgelegt, dass alle in einem Land häufig verkauften Artikel tatsächlich im Preisindex berücksichtigt werden und die Produktstichprobe gross genug ist. Auch Wohnungsmieten und Zahnarztrechnungen fliessen stets in den Index ein, was früher nicht in allen Ländern der Fall war. Selbst darauf, wie Preisrabatte zu behandeln sind, hat man sich geeinigt.
Gleichwohl plagt Makaronidis und seine Kollegen ein kniffliges Problem: die Qualitätsanpassung. So ist ein heute gekauftes Auto möglicherweise nur deshalb teurer als ein älteres Modell, weil es zusätzlich über GPS, eine Bremselektronik und einen CD-Wechsler verfügt – und nicht etwa, weil das Geld weniger wert wäre. Diese beiden Effekte auseinanderzuhalten, gilt nach wie vor als eine der Hauptschwierigkeiten jeder Preisstatistik. Aber trotz diesen Haken und Ösen stehen die harmonisierten Preisindizes – ebenso wie die Konjunktur- und Wirtschaftsstatistiken – inzwischen auf methodisch recht sicherem Boden.
Makaronidis zieht ein oranges Blatt hervor. Es ist der Zeitplan, der festlegt, wie die Daten fliessen sollen. Die Europäische Zentralbank in Frankfurt stellt wachsende Ansprüche an die Geschwindigkeit der Informationen. Geld ist schnell. Also muss auch die Statistik schnell sein. Bereits am 5. Januar wird Makaronidis’ Team einen Schätzwert für die Inflation im Dezember vorlegen, den «Flash Estimate». Bis zum 16. Januar, 11 Uhr, müssen die Länder ihre endgültigen Zahlen liefern. Dann bleiben knapp zwei Tage: Am Mittwoch, 18. Januar, veröffentlicht Eurostat die offiziellen Preisindizes auf Punkt und Komma genau. Das alles ist eine eingespielte Sache.
Weitaus problematischer bleiben Vergleiche der sozialen Lebensverhältnisse. Um etwa das Armutsrisiko in verschiedenen Ländern zu bestimmen, greifen Statistiker auf einen relativen Armutsbegriff zurück: Als armutsgefährdet gilt, wer unter einem bestimmten Prozentsatz eines landesüblichen Einkommens bleibt. Nach dieser Definition ist die Quote der von Armut bedrohten Menschen in Grossbritannien genauso hoch wie in Estland – was freilich noch nichts über das Leben in den beiden Ländern sagt. Tatsächlich schaffe die Statistik manchmal eine «fast virtuelle Realität», sagt Carlo Malaguerra. «Trotzdem wird am Ende oft nur über eine Zahl geredet.»
Noch misslicher ist die Lage bei der Zuwanderungsstatis tik: Hier fehlen bisher jegliche europaweit akzeptierten Definitionen. So gelten in Frankreich alle Personen als Migranten, die um eine Aufenthaltsgenehmigung ersuchen, in Grossbritannien nur jene, die mindestens zwölf Monate bleiben wollen. Entsprechend vage sind die Zuwandererzahlen der EU. Dabei weiss man, dass Migration für die Bevölkerungsdynamik heute der wichtigste Faktor ist und bis zum Jahr 2050 möglicherweise 40 Millionen Menschen in die EU einwandern könnten. Entwickelt sich die Statistik nicht weiter, verliert sie die Gesellschaft aus den Augen.
Büro A2 076. Hier ist die Datenwelt von Eurostat perfekt, man hört nur noch das Rauschen. Dominique Bonaert, ein hagerer Belgier mit blauem Pullover, hatte im Nachbarraum ein Flipchart vorbereitet, um zu erklären, wie das Computernetz von Eurostat funktioniert. Schwarz sind die offen zugänglichen Bereiche, die Datenbank zum Beispiel, in der alle fertigen Statistiken gespeichert sind und die per Internet einsehbar ist. Rot sind die vertraulichen Server.
Natürlich darf Bonaert den Raum mit den vertraulichen Servern nicht zeigen. Bei Eurostat ist genau geregelt, welche Personen auf welche Daten zugreifen dürfen. Und besonders sensible Informationen wie Personennamen oder Adressen gelangen erst gar nicht nach Luxemburg, da sie von den Statistikämtern der Länder von vornherein gelöscht werden. Aber dort, wo die Computer mit den öffentlich zugänglichen Daten stehen, kann man hinein. Bonaert öffnet die Tür, und man betritt einen vielleicht 10 mal 20 Meter grossen Raum. In langen Reihen stehen mannshohe Metallkäfige mit den Servercomputern. Ihre Kühlungen rauschen. Gut ein Dutzend Käfige sind noch frei, Platz für die zukünftigen Daten. An der Kopfseite des Raums verschwinden unzählige Kabel im Boden, ziehen ins ganze Gebäude und verbinden die gut 800 PC in den Büros der Statistiker zu einem grossen Netz.
Man will schon wieder gehen, da zeigt Bonaert auf ein kurzes, röhrenförmiges Ding an der Fussleiste. Eine Mausefalle, sagt Bonaert. War denn eine Maus schon mal hier? Nein, doch weiss man nie. Vielleicht kommt mal eine und knabbert an den Kabeln. Das wäre richtig schade, wenn Daten wegen eines Nagetiers verloren gingen.
Martin Lindner ist Reporter in Berlin.