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NZZ Folio 01/09 - Thema: Die Finanzkrise Inhaltsverzeichnis
Vom Fach -- Neulich beim Autohändler
Donnerstag, 16 Uhr, auf dem Vorplatz eines Gebrauchtwagenhändlers im Oberemmental. Nieselregen. Was reden die? Wir übersetzen.
Von Lukas Egli
«Ist der W 8 noch zu haben?»
«Der Kombi? Ja, ja!»
«Ein schönes Auto.»
«Ein sehr schönes Auto! Mit lückenlosem Heft. Schauen Sie diesen Mocken!»
«Acht Zylinder in einer so kurzen Haube – raffiniert.»
«275 Ross!»
«Ist halt ein bisschen durstig.»
«Jaa… geht so.»
«Aber schon mehr als zehn Liter…»
«Ach, diese Angaben stimmen nie.»
«Sind das 17-Zöller?»
«Ja, ja.»
«Darf ich ihn mal probefahren?»
«Ja, ja. Aber nicht heizen!»
«Warum leuchtet dieses Lämpchen?»
«Die Motorenleuchte? Hat nichts zu bedeuten.»
«Nichts?»
«Es geht nicht aus.»
«Wie bitte?»
«Sensor kaputt.»
«Was für ein Sensor?»
«Der Nockenwellenstellmotor.»
«Und was bedeutet das?»
«Nichts.»
«Kann man das reparieren?»
«Ja, ja, muss man aber nicht… Okay, ich gehe zwei Mille runter.»
W 8: kompakter Motorentyp; viel Hubraum in kleinem Motorenraum. Lückenloses Heft: alle Wartungen sind im Serviceheft dokumentiert. Mocken: Motor. Kurze Haube: kurzer Motorraum. Ross: PS. Durstig: hoher Benzinverbrauch. 17-Zöller: grosse Räder. Heizen: hochtouriges und schnelles Fahren. Nockenwellenstellmotor: Steuerung, die je nach Tourenzahl die Nockenwelle verschiebt. Zwei Mille: 2000 Franken.
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