NZZ Folio 05/96 - Thema: Entführt!   Inhaltsverzeichnis

Showdown im Ried

Wenn das Entführen zur Obsession wird.

Von Alex Baur

DIE AUGEN der beiden zivilen Fahnder, die am 22. Juli 1989 im sanktgallischen Wattwil überstürzt den letzten Zug nach Rapperswil besteigen, sind auf einen jungen Mann fixiert, und einen Rucksack, der fast zwei Millionen Franken Lösegeld enthält. Gleich nach der Abfahrt taucht der Regionalzug in einen Tunnel ein. Funkstille, sieben Minuten dauert die Durchfahrt. Der Polizeitross, der dem Zug folgt, muss derweil den umständlichen Weg über den Rickenpass antreten.

Ganz überraschend kommt die Finte der Erpresser, die Verfolger über den Pass zu schicken, für die Polizei nicht. Um 21 Uhr 35 wurde der Geldbote, der Sohn des Entführten, fernmündlich aufgefordert, punkt 22 Uhr 45 bei einer öffentlichen Telefonkabine im Bahnhof von Wattwil weitere Instruktionen abzuwarten. Hans Schmid, stellvertretender Kripochef in St. Gallen und taktischer Leiter des Manövers, ein alter Hase auf seinem Gebiet, verblieb mithin eine Stunde Zeit, um seine Leute in Position zu bringen. Vier Wege führen nach Wattwil, einer davon durch den Berg. Schmid ist erleichtert: «Bingo» - er hat den Plan rechtzeitig erahnt.

Nach dem Tunnelende in Kaltbrunn geht die Fahrt in Richtung Zürichsee. Der verdeckte Fahnder Edi Bär* kämpft weiterhin mit dem Funk, derweil sich seine «Freundin», die Polizistin Anna Fuchs*, auf den Geldboten konzentriert. Bär ist erst vor wenigen Tagen zur Kriminalpolizei gestossen. Ein älterer Beamter hätte allerdings kaum mehr Erfahrungen einbringen können; kleine Einbrüche, geklaute Velos und gelegentlich eine Schlägerei sind kriminalistisch gesehen die Hauptprobleme in dieser Gegend. Dafür kennt Bär die Umgebung wie seine Westentasche, was ihm noch zugute kommen wird.

Nach einem kurzen Halt vor dem verlassenen Stationsgebäude von Bollingen flackert am Bahndamm ein Licht auf - das vereinbarte Zeichen. Der Rucksack mit den Millionen fliegt aus dem Fenster. Die Funkmeldung an die Zentrale setzt eine Hundertschaft von Polizisten, Feuerwehrleuten und Sanitätern in Marsch.

Die Geldübergabe ist die Stunde der Wahrheit jeder Entführung. Da kreuzen sich zwangsläufig die Wege der Polizei, die dem Geld folgt, und des Erpressers, der es holen will. Gepokert und geblufft wird auf beiden Seiten. Keiner kann den Versprechungen seines Feindes trauen, doch letztlich gibt es nichts anderes als Versprechungen. Vom Erfolg zum Desaster ist es nur ein ganz kleiner Schritt; für beide Seiten.

In Rapperswil angekommen, lassen sich die Fahnder Bär und Fuchs sofort in Richtung Bollingen zurück chauffieren. Die beiden versetzen sich gedanklich in die Lage des Flüchtenden, dem, sofern man den See mitberücksichtigt, vier Fluchtwege offenstehen, und beziehen - eng umschlungen, wie es sich für ein Liebespaar nachts im Ried gehört - Stellung an einer Kreuzung beim Uferweg in der Nähe des Klosters Wurmsbach.

Nach wenigen Minuten taucht eine Silhouette für einen Augenblick aus der Dunkelheit auf. Adrenalin rast durch Edi Bärs Adern, als er, greifbar nahe, den Rucksack erkennt. Die Order lautet auf Beschatten. Würde der Entführer bei einer Konfrontation erschossen, wäre die Spur zum Opfer, das die Polizei zu diesem Zeitpunkt noch in den Händen der Entführer wähnt, verloren.

Bär und Fuchs folgen dem Schatten, von dem sie bisweilen bloss noch ein Knirschen auf dem Kiesweg wahrnehmen, in sicherer Distanz. Dann geht plötzlich alles schnell. Der Verfolgte hat etwas gewittert, über Funk erfolgt gleichzeitig der Befehl zum Zugriff. «Drôle de guerre» wird man die Szene später vor Gericht nennen - Verfolgter und Verfolger, beide haben etwas zu verlieren, zögern. Taschenlampen flackern auf, die zur Zielscheibe werden. Das Mündungsfeuer bleibt Edi Bär als «aufgehende Blume» in Erinnerung. Über den Bahndamm taucht der Unbekannte ab ins Ried. Die Fahnder schiessen in die Luft - zu gross ist die Gefahr, in der Dunkelheit einen Kollegen zu treffen.

Bald ist die Hölle los im beschaulichen Wurmsbacher Ried. Suchscheinwerfer flammen auf; unterstützt von einem Helikopter durchkämmen Fahnder das unwegsame Gelände. Auf einem Weg kurz vor der Hauptstrasse stossen Bär und Fuchs auf zwei Verdächtige, die alsbald bäuchlings und mit durchgeladenen Dienstwaffen im Nacken am Boden liegen. Die Nerven der Polizisten liegen blank. Fehlalarm, wie sich bald herausstellt: die Verdächtigen sind lediglich zwei harmlose Freaks, die zu nächtlicher Stunde ihre Hanfplantage im Ried bestellt haben.

Erstaunlich, was da zur Geisterstunde alles durch das Naturschutzgebiet kreucht und fleucht. Zahlreiche Personen werden vorübergehend festgenommen. Doch vom Gesuchten fehlt immer noch jede Spur, als sich die schwüle Julinacht gegen den Morgen hin in einem Gewitter entlädt. Wenigstens kann das Lösegeld sichergestellt werden, das der Täter auf der Flucht durch den Sumpf verloren hat.

Knapp eine Woche zuvor, am 16. Juli 1989, drangen zwei maskierte Männer kurz nach 23 Uhr in das Einfamilienhaus des pensionierten St. Galler Industriellen Karl Zünd ein. Sie überraschten das Ehepaar Zünd im Schlaf. Bevor die Täter den Millionär verschleppten, sperrten sie seine Ehefrau geknebelt und gefesselt ins Badezimmer. Gegen vier Uhr gelang es ihr, sich halbwegs zu befreien. Mit gebundenen Händen und Füssen robbte sie über die Strasse zu Nachbarn.

Der Notruf traf um 4 Uhr 18 bei der Kantonspolizei St. Gallen ein und setzte «ein ganzes Orchester in Bewegung», wie Hans Schmid es nennt: «Unbekannt in jenem improvisierten Konzert war bloss der Dirigent, nach dessen Stock wir alle tanzten.» Der Entführer allein bestimmte Ort und Zeit des Geschehens, liess gar nicht erst mit sich reden. Nach 8 Uhr meldete er sich an jenem Morgen erstmals kurz, erteilte Befehle, ohne auch nur die Antwort abzuwarten.

Abgesehen davon, dass die St. Galler Polizei kaum über einschlägige Erfahrungen verfügte, gibt es kein Rezeptbuch über das Vorgehen in Entführungsfällen. Fest stand nach den Worten von Polizeikommandant Peter Grütter bloss das Grundprinzip: zuerst die Sicherheit des Opfers, dann die Sicherstellung des Lösegeldes und im Idealfall, gleichsam als fakultative Zugabe, die Überführung des Täters. Konkret bedeutete dies: abwarten und rund um die Uhr observieren, nach der grotesken Logik der Entführung in erster Linie die Angehörigen des Opfers.

Das Fluchtfahrzeug, der Zweitwagen der Familie Zünd, konnte bereits am Tattag sichergestellt werden. Das war herzlich wenig, aber wenigstens ein Anfang. Sechs Stunden nach dem Überfall auf das Ehepaar Zünd hatten die Täter in St. Peterzell bei einem Schleuderunfall die Autonummer zurückgelassen, was gewisse Schlüsse bezüglich des Fluchtweges erlaubte. Überdies konnten die Gesichtsmasken der Entführer im Auto sichergestellt und später einem Einbruch in eine Ferienhaussiedlung zugeordnet werden.

Der zweite Tag stand ganz und gar im Zeichen des «Blick». Die Boulevardzeitung liess sich von der Informationssperre der Polizei nicht beeindrucken und machte den «Fall Zünd» in allen Details zum nationalen Thema - aus polizeilicher Sicht eine Katastrophe. Einerseits waren die Entführer nun über den Stand der Ermittlungen informiert, andererseits konnte sie der öffentliche Druck zu irrationalen Handlungen verleiten.

Immerhin häuften sich nun die Hinweise auf mögliche Spuren. «95 Prozent der Verdächtigungen erwiesen sich bei genauer Überprüfung als unbrauchbar», erinnert sich der Einsatzleiter Schmid, «doch für die restlichen 5 Prozent hat sich der Aufwand gelohnt.» Mittlerweile hatten sich auch die Entführer wieder gemeldet und ihre Lösegeldforderung von anfänglich rund viereinhalb Millionen Franken auf knapp zwei Millionen reduziert. Die Forderungen, die die Entführten übermittelten, enthielten immer auch Todesdrohungen.

Rückblickend wird ersichtlich, dass die Polizei den Gangstern mehrmals hart auf den Fersen war. Am fünften Tag der Entführung wurde auf der Schwägalp in einem leerstehenden Ferienhaus ein Versteck gefunden, das die Täter nur Stunden zuvor verlassen hatten. Die Spuren waren noch warm, im wahrsten Sinne des Wortes: im Backofen stiessen die Fahnder auf ein verschmortes Funkgerät. Ursprünglich hatten die Entführer geplant, mit einem Brand alle Spuren zu vernichten.

Das ominöse Funkgerät vermag eine Ahnung von der quälenden Ungewissheit zu vermitteln, die Karl Zünd in jenen Tagen durchlebte. Die Entführer hatten das elektronische Gerät an der Wand des Zimmers angebracht, in dem sie den 67jährigen in Ketten gelegt hatten. Dem Opfer wurde gedroht, es handle sich dabei um eine Höllenmaschine, die bei der ersten falschen Bewegung in die Luft fliege.

Zünd hätte es allerdings auch schlimmer ergehen können. Die Entführer hatten bereits eine Kiste im Wald eingegraben, in der sie ihr Opfer tagsüber verstecken wollten. Hätten sie nicht Mitleid mit dem Gefangenen bekommen und ihren Plan fallengelassen, wäre die Kiste wohl zum Sarg geworden. Als das Verlies später zufällig entdeckt wurde, war es bereits bis zur Hälfte mit Grundwasser gefüllt.

Der Entführte lebte, zusammen mit seinen potentiellen Henkern, während fünf Tagen im selben «Gefängnis». In der Not versuchte Zünd, Sympathie zu seinen Peinigern herzustellen, was ihm offenbar bis zu einem gewissen Grad auch gelang. Er habe sich seinem Opfer gegenüber «wie ein grosser Bruder» gefühlt, sollte einer der Kidnapper später vor Gericht sagen; der Entführte seinerseits gab zu Protokoll, er sei von den Geiselnehmern «fast überfüttert worden».

Am Tag der Geldübergabe war dann allerdings kein Platz mehr für Gefühle. An jenem Morgen verschleppten die Täter Zünd in ein unwegsames Waldstück ob dem Walensee und ketteten ihn, auf einer Luftmatratze liegend, an einen Baum. Ein Henkersstrick um den Hals des Opfers, der bei einer falschen Bewegung zur Todesfalle geworden wäre, sollte jeden Fluchtgedanken im Keim ersticken.

Dass sich Karl Zünd trotzdem im Laufe des Abends selber befreien konnte, grenzt an ein Wunder. Der Entführte meldete sich indes mit erheblicher Verspätung bei der Polizei, weil er um das Leben seines Sohnes, der das Lösegeld überbringen sollte, fürchtete. Die erlösende Meldung traf zum selben Zeitpunkt beim Polizeikommando ein, wie der Täter mit dem Lösegeld im Wurmsbacher Ried an den verdeckten Fahndern Bär und Fuchs vorbeispazierte. Zu ihrem Erstaunen erhielten die Polizeibeamten nun die Order zuzugreifen - zu spät.

Nach dem halbwegs missglückten Einsatz bei der Geldübergabe gelang es der Polizei immerhin, den Mittäter zu verhaften, der auf einem gestohlenen Fahrrad durchs Ried irrte, den 23jährigen Jugoslawen Ermin Basic. Über Basic kamen die Fahnder auf den Namen des flüchtigen Haupttäters, Svetislav Danilovic.

Ausser einigen Eckdaten und einem stattlichen Sündenregister war der Polizei nicht viel bekannt über Svetislav Danilovic. Geboren am 28. Juni 1956 in Titograd, aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen, schon als Jugendlicher auf der schiefen Bahn, Lehre als Maschinenschlosser; nach einem mehrjährigen Aufenthalt in einem Titograder Gefängnis Anfang der achtziger Jahre erste Einreise in die Schweiz, mit einem falschen Pass; 1983 Verurteilung zu neun Monaten Gefängnis unbedingt in Chur wegen Diebstahls, ein Jahr später zehn Monate in Hinwil wegen bandenmässigen Diebstahls; 1987 zweieinhalb Jahre Zuchthaus in Frauenfeld, Verurteilung in Abwesenheit, da flüchtig.

Allerdings fanden die Fahnder heraus, dass Danilovic ausser der anmutigen Landschaft und dem lieben Geld noch etwas Besonderes mit der Schweiz verband: ein sechsjähriger Sohn, der hier lebte. Die Überwachung des Telefonanschlusses bei der Mutter des Kindes brachte die Polizei auf die Spur. Schon nach wenigen Tagen meldete sich der gesuchte Gangster aus Deutschland. Der Rest war Routine. Am 15. August 1989 wurde Svetislav Danilovic in Osnabrück im Bett einer Freundin verhaftet und zwei Monate später an die Schweiz ausgeliefert.

Als Danilovic ein Jahr nach der Entführung von Karl Zünd in St. Gallen auf der Anklagebank sitzt, ist sein Kumpane Basic bereits wieder auf der Flucht. «Ein grosses Ding» habe er drehen wollen, erklärt der Angeklagte vor den Schranken des Gerichts, im Grunde bloss einen besonders einträglichen Diebstahl, um sich dann mit seinem Sohn nach Jugoslawien zurückzuziehen.

Im Juni 1989 war Danilovic gemeinsam mit Basic aus einem jugoslawischen Gefängnis ausgebrochen. Sogleich setzte sich das Duo, bewaffnet und mit falschen Papieren ausgerüstet, in die Schweiz ab. Die beiden mieden Hotels, nächtigten im Freien oder in Ferienhäusern und hatten den Entführungsplan, den sie einen Monat später ausführen sollten, bereits fest im Kopf.

Elf Jahre hätte Danilovic nach dem Willen der St. Galler Richter hinter Gitter verbringen sollen. Doch am 12. Juli 1993, vier Jahre nach der vereitelten Erpressung der Familie Zünd, zersägte der mittlerweile 37jährige die Gitterstäbe seiner Zelle in Regensdorf und setzte sich mit behelfsmässig zusammengebastelten Seilen und Leitern vor laufenden Überwachungskameras über die Mauern ab.

Einen Monat nach dieser Flucht, am 9. August 1993, bricht ein unbekannter Mann, der recht gut deutsch mit slawischem Akzent spricht, am helllichten Tag bei Martin Ebner ein, schlägt die Ehefrau des Bankers nieder und fesselt sie in der Toilette. Anschliessend kümmert sich der brutale Täter um sein Opfer und sucht schliesslich das Weite, als der Ehemann auf sich warten lässt.

Am 29. November wird im Kanton Thurgau der Unternehmer Martin M. nachts zu Hause überfallen und verschleppt. Die Entführung scheitert an einer Reifenpanne, der Täter lässt sein Opfer gefesselt im Fluchtauto zurück. Am 5. Dezember erfolgt ein Überfall auf den Textilkaufmann V. im Kanton Schwyz. Die Ehefrau des Opfers ist hochschwanger, was den Täter offenbar dazu bewegt, seinen Entführungsplan fallenzulassen. Eine seltsame Sentimentalität hat der Gangster bereits beim Eindringen in das Haus zutage gelegt: zuerst betäubte er den Hund der Familie V. mit einer präparierten Wurst, später will er das Tier mit einem Aufputschmittel wieder auf die Beine gebracht haben.

Sechs Tage nach dem Überfall im Kanton Schwyz wird Svetislav Danilovic im Migros-Restaurant von Wattwil nach einem «kompromisslosen Überraschungsangriff» (so die Polizei) verhaftet. Beim Verhafteten finden sich Erpresserschreiben an die Familien M., V. und Ebner. Sein nächstes Opfer wäre, so lässt sich aus einem vorbereiteten Schreiben schliessen, ein Unternehmer und Politiker gewesen: Christoph Blocher.

Der teilweise geständige Danilovic hatte im Zuchthaus dazugelernt. Während er sein erstes Opfer noch mit Hilfe des Telefonbuches recht zufällig ausgewählt haben soll, arbeitete er fortan mit der «Bilanz»-Sondernummer über die reichsten Schweizer. Ein Anteil von rund einem Prozent des Vermögens der Kandidaten erschien ihm jeweils als angemessen. In der Gefängnisbibliothek bildete sich Danilovic im medizinischen Bereich systematisch weiter. Bei Schmerikon - just an jener Bahnstrecke, nur wenige Kilometer von Bollingen entfernt, wo der Entführer seine erste Niederlage einstecken musste - hatte Danilovic im Hohlraum eines Brückenpfeilers bereits den Kerker für seinen Gefangenen hergerichtet. Neben einer mit Ketten versehenen Holzpritsche lag ein ganzes Arsenal von Beruhigungs-, Betäubungs- und Aufputschmitteln bereit. Um unerwünschte Gäste fernzuhalten, hatte der gelernte Klempner sogar das Schloss zu seinem Versteck ausgewechselt.

Vorläufig sitzt Svetislav Danilovic selbst wieder hinter Gittern und harrt seines nächsten Prozesses, der im Kanton Schwyz stattfinden soll. Wie früher in St. Gallen vermuten die Ermittler auch in der Innerschweiz, dass der Angeschuldigte sogleich wieder zuschlagen würde, wenn er in Freiheit wäre. Die fixe Idee des schnellen Geldes aus der Schweiz habe sich in seinem Kopf festgesetzt, sagt der zuständige Untersuchungsrichter Martin Eichenberger.

Wäre alles nach seinen Plänen gegangen, sässe Svetislav Danilovic womöglich mit den Millionen von Karl Zünd in seiner Heimat. Dass die Geldübergabe damals bei Bollingen ins Wasser fiel, geht nicht nur auf sein Konto. Der junge Mittäter Ermin Basic hatte nämlich im letzten Moment kalte Füsse bekommen und ein gestohlenes Motorboot nicht beigebracht, das die Täter, vor den Augen der Polizei, über den nahen oberen Zürichsee hätte bringen sollen.

* Namen geändert.

Alex Baur ist freier Journalist in Zürich.


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