Verführung - der Begriff ist mit der Vorstellung eines männlichen Verführers und eines weiblichen Opfers verbunden, das gegen seinen Willen und gegen sein Widerstreben sich schliesslich doch den Wünschen des Verführers fügt. Ein gängiges Klischee der volkstümlichen Literatur.
Aber was spielt sich da wirklich ab? Ist nur der Mann Verführer? Und gewinnt die Unschuld nicht in den meisten Fällen, indem sie den Verführer an sich bindet? Wenn ja, weshalb tut sie dann spröde, als müsste sie erst verführt werden?
Nun, schliesslich geht es um die Fortpflanzung, und daran sind wohl beide Geschlechter interessiert. Nicht, dass jeder Verführer bewusst gleich Vater eines pausbäckigen Säuglings werden möchte! Meist versucht er das sogar peinlichst zu vermeiden. Dennoch gilt, dass jeder von uns Nachkomme einer ununterbrochenen Vorfahrenkette ist, die dreineinhalb bis vier Milliarden Jahre bis zum Beginn des Lebens auf dieser Erde zurückreicht. Wer sein Erbrezept nicht weitergeben konnte, gehört nicht zu unserer Ahnenkette. Er schied aus dem Abenteuer Leben und aus der Evolution aus und zählt nicht mehr. Die meisten Spezies, übrigens, hat dieses Schicksal erteilt. Von den vielen im Erdzeitalter des Kambriums lebenden Tierarten zählen nur sehr wenige zu den Ahnen der heute Lebenden. Wir, die wir uns des Lebens freuen, sind die Nachfahren der wenigen Erfolgreichen, mit denen es auch weitergehen kann, wenn wir uns richtig verhalten.
Aber wozu der komplizierte Umweg über die Sexualität? Wäre es nicht viel einfacher, sich durch Ableger zu vermehren, so wie das viele Pflanzen tun? Sicher, das wäre eine Möglichkeit, aber irgendwann wurde die Erfindung der sexuellen Fortpflanzung gemacht, und so kostspielig sie auch ist: durch die damit verbundenen Neukombinationen der von zwei Eltern stammenden Erbanlagen wird die genetische Variabilität erhöht und eine raschere Anpassung an neue Umweltbedingungen ermöglicht. Ein Vorteil, der offenbar die hohen Kosten überwiegt.
Um männliche und weibliche Keimzellen zusammenzubringen, bedarf es allerdings noch nicht unbedingt eines Werbens. Viele der Wirbellosen, wie zum Beispiel die Muscheln und Korallentiere, entleeren ihre Geschlechtsprodukte ins umgebende Wasser, viele Pflanzen übergeben ihre Pollen einfach dem Wind. Die Geschlechtsprodukte finden sich dann ohne weiteres Zutun ihrer Erzeuger.
Werben und Verführen wird erst dann notwendig, wenn das Männchen seinen Samen aktiv in ein Weibchen überträgt oder wenn es die Eier im Augenblick der Ablage oder unmittelbar danach in Gegenwart des Weibchens befruchtet. Dann muss das Weibchen die Annäherung des Männchens tolerieren, was oft auf Schwierigkeiten stösst, sei es, dass die beiden Geschlechter ausserhalb ihrer Fortpflanzungszeit Einzelgänger sind und aggressiv aufeinander reagieren, oder sei es, dass die Weibchen räuberisch leben und die Männchen in deren Beuteschema passen.
Bei den räuberischen Tanzfliegen gibt es zum Beispiel Arten, deren Weibchen die Männchen während der Paarung gerne verzehren. Bei einigen Arten überreichen nun die Männchen dem Weibchen vor der Verpaarung eine Fliege. Dann ist das Weibchen damit beschäftigt, die Fliege zu verzehren. Das Männchen muss sich allerdings beeilen, sonst würde es dann doch noch anschliessend verzehrt. Dem entgehen einige Tanzfliegenarten, indem die Männchen ihre Beute einspinnen, bevor sie sie dem Weibchen überreichen. Dann ist das Weibchen zunächst einmal mit dem Auspacken beschäftigt, und das Männchen hat mehr Zeit.
Die Entwicklung hat schliesslich bei einigen Tanzfliegen zu einem sonderbaren Ende geführt. Die Gabe wird nämlich dort zu einem reinen Symbol. Die Männchen spinnen nur noch ein ballonartiges Gebilde, das sie beim Werbetanz in der Luft den Weibchen zeigen und zuletzt auch überreichen. Den Beutefang ersparen sie sich. Dem Weibchen genügt das Werbegeschenk. Es beschäftigt sich mit dem Gespinst und gestattet die Verpaarung.
Wir Menschen assoziieren Sexualität mit Liebe und Zärtlichkeit, und das ist sicher die für uns adäquate Sichtweise. Viele von uns werden ferner der Meinung sein, dass Sexualität und Liebe seit Urzeiten irgendwie zusammengehören. Das ist allerdings nicht der Fall. Den Reptilien, die in Morphologie und Verhalten den ursprünglichen Landwirbeltiertypus repräsentieren, mangelt es an Liebe und Zärtlichkeit. Das wurde mir bewusst, als ich vor vielen Jahren als Teilnehmer der von Hans Hass organisierten ersten Xarifa-Expedition die Galapagosinseln besuchte. Als ich auf den Lavaklippen landete, glaubte ich mich in die graue Vorzeit versetzt. Zu Hunderten bedeckten grosse dunkle Leguane, die Meerechsen, die Lavafelsen. Eng gedrängt lagen sie nebeneinander. Sie waren offensichtlich gesellig, aber irgend etwas befremdete mich an ihrem Verhalten. Ich kannte damals bereits das Verhalten vieler Säuger und Vögel und wusste, dass diese einander viel Freundlichkeiten erweisen, indem sie sich gegenseitig putzen, wärmen und gelegentlich auch füttern, wenn sie miteinander sozial verbunden sind. Diese Meerechsen dagegen erwiesen einander keinerlei Freundlichkeiten dieser Art. Sie duldeten einander in einer eher passiven Weise. Nahmen sie aktiv aufeinander Bezug, interagierten sie also, dann geschah dies mit den Verhaltensweisen des Drohimponierens, des Kämpfens und der Unterwerfung.
Es war gerade Paarungszeit, und die Männchen verteidigten kleine Reviere auf den Lavafelsen gegen Rivalen. Weibchen dagegen duldeten sie. Drang ein Rivale in das Revier eines Männchens ein, dann stellte sich dieses dem Eindringling mit Drohimponieren entgegen. Mit gestreckten Beinen stelzte er vor dem Gegner auf und ab und zeigte ihm seine Breitseite. Nahm der Gegner die Herausforderung an, dann kam es zu einem turnierartigen Kampf, bei dem die Rivalen einander, Schädeldach gegen Schädeldach schiebend, vom Platz zu drängen suchten. Merkte einer schliesslich, dass ihm der andere überlegen war, dann legte er sich in Demutsstellung flach auf den Bauch, worauf der Sieger den Kampf einstellte und in Drohstellung darauf wartete, dass der Besiegte das Feld räumte. Normalerweise bissen sie einander nicht. Nur wenn einer gegen die Regeln des Kampfes verstiess, etwa indem er zubiss, biss sein Gegner zurück. Sonst verhielten sich die Echsen gewissermassen ritterlich. Interessant war nun, dass die Männchen und Weibchen im Umgang miteinander ebenfalls keinerlei Freundlichkeit kannten. Das Werben der Männchen bestand im Drohimponieren. War das Weibchen beeindruckt und paarungsbereit, dann legte es sich in Demutsstellung flach auf den Boden. Das Männchen packte es dann im Nacken, trug es eine Weile umher und kopulierte schliesslich. Das Werben beschränkte sich also auf Einschüchtern, und das ist bei Reptilien die Regel. Aber das Weibchen entscheidet, ob es sich dem Drohimponieren unterwirft oder nicht. Wenn das Männchen es nicht genügend beeindruckt, dann entzieht es sich ihm durch Flucht ins Nachbarrevier.
Die Weibchen sind die Wählerischen. Das hängt mit ihrer grösseren Investition in die Nachkommenschaft zusammen. Eier kosten mehr; die Weibchen können in ihrem Leben nur eine beschränkte Zahl davon produzieren. Daher müssen sie sichergehen, dass der ihre Eier befruchtende männliche Partner gesund und kräftig ist. Mit ihrem Drohimponieren stellen sich die Männchen den Weibchen gewissermassen zur Schau und zur Wahl. Männchen dagegen brauchen weniger wählerisch zu sein, denn Spermien sind billig und können in grosser Zahl produziert werden. Sie können sie gewissermassen auch gelegentlich vergeuden, da sie das geringere Risiko tragen. Allerdings stehen sie vor dem Problem, dass sie mit anderen Männchen um die Weibchen rivalisieren müssen. Aggression wurde ihnen dazu unter anderem durch die Selektion angezüchtet. Für alle Wirbeltiere, von den Fischen bis hinauf zu den Menschen, gilt, dass sich die Männchen in der Konkurrenz mit den Rivalen erfolgreich auseinandersetzen müssen und dass sie sich vorteilhaft vor den Weibchen präsentieren müssen, da diese ja die Wahl treffen. Dabei kommt es zunächst auf eine vitale Selbstdarstellung an. Das Männchen muss zeigen, dass es gesund und kräftig ist, und dafür gibt es verschiedene Indikatoren. Das äussere Erscheinungsbild, bei Vögeln der Zustand des Gefieders zum Beispiel, ist da ein wichtiger Hinweis. Wer schöne, prächtige Schmuckfedern entwickeln kann, ist wohl gesund, und da der Zustand des Gefieders ein so wichtiger Indikator dafür ist, hat die geschlechtliche Zuchtwahl seitens der Weibchen hier zu Exzessivbildungen geführt. Oft zitiert ist das Beispiel des Argus-Fasans, dessen Schwungfedern mit der zusätzlichen Funktion des Schauorgans belastet wurden, was die Männchen ernsthaft am Fliegen behindert. Kraftdemonstration im Verhalten ist ein weiteres Mittel positiver männlicher Selbstdarstellung. Konrad Lorenz beschreibt sehr eindrucksvoll, wie ein Ganter beim Werben grosse Kraftleistungen vollbringt, indem er zum Beispiel, anstatt zu laufen, auch für kurze Strecken auffliegt, um mit viel Getöse bei der Erwählten zu landen. Für einen so schweren Vogel eine ganz erhebliche Kraftanstrengung. «Wähl mich, ich bin gesund und stark!» Das ist die Nachricht, die das werbende Männchen sendet.
Bei jenen Vögeln und Säugern, bei denen sich das Männchen überdies durch Verteidigung und Fütterung der Jungen an der Brutpflege beteiligt, muss es sich auch als verlässlicher Partner und guter Versorger der Nachkommenschaft darstellen. Das tut der werbende Grauganter, indem er zum Beispiel einen am Ufer stehenden Menschen angreift, dann schützend zu seinem Weibchen hinfliegt und mit Triumphgeschrei bei ihr landet. Er wiederholt das so oft, bis auch sie in das Triumphgeschrei einstimmt. Dann ist eine Art Verteidigungsgemeinschaft geschlossen.
Aber die Weibchen lassen sich dabei nicht allzu schnell verführen. Sie geben sich spröde und testen damit die Bereitschaft des Männchens, Kraft und Zeit in die Partnerschaft zu investieren. Denn diese muss ja über einen längeren Zeitraum halten, wenn beide erfolgreich ihre Jungen aufziehen wollen. Und je mehr Zeit das Männchen investiert hat, desto weniger rentabel wäre es, mit einer anderen Partnerin neu zu beginnen. Ein Weibchen muss allerdings eine prekäre Balance zwischen Verweigern und Gewähren finden. Gibt es sich zu spröde, dann kann ein Männchen auch sein Interesse verlieren. Man hat das Sprödigkeitsverhalten verschiedener Singvögel genauer untersucht und herausgefunden, dass Weibchen zu Beginn der Fortpflanzungszeit wählerischer sind als gegen das Ende. Zu Beginn haben sie eine grosse Auswahl an Männchen. Sie können sich wählerisch zeigen. Kommen jedoch Weibchen später in der Saison an, dann ist das Angebot weniger reich, und sie dürfen nicht mehr so wählerisch sein, wenn sie einen Partner bekommen wollen. Da ist es besser, schnell zuzugreifen, ehe man ganz leer ausgeht.
Das Werbeverhalten der Vögel und Säuger unterscheidet sich in einigen Punkten dramatisch von dem der Reptilien. Vögel und Säuger erweisen einander viele Freundlichkeiten. Wie kam die Fähigkeit dazu in die Welt? Vergleichende Untersuchungen belegen, dass die entscheidende Schlüsselerfindung in beiden Gruppen die Entwicklung der individualisierten Brutpflege war, jener Brutpflege also, bei der Eltern ihren Nachwuchs persönlich betreuen, indem sie ihn füttern, hudern, säubern und auch verteidigen. Bei den Jungen entwickelte sich die Bereitschaft, ja das Bedürfnis, sich betreuen zu lassen und daher auch Betreuung zu suchen, sowie eine Reihe von Verhaltensweisen, die als Signale Betreuung auslösen.
Diese Verhaltensweisen erwiesen sich in der Folge als Voranpassungen für die Entwicklung freundlicher Geselligkeit auch unter erwachsenen Tieren. Sie konnten in den Dienst der Erwachsenenbindung gestellt werden. Untersuchen wir das Werben der Vögel und Säuger, dann können wir feststellen, dass betreuende Verhaltensweisen in abgewandelter Form oft im Paarungsvorspiel eingesetzt werden. Eine werbende Seeschwalbe bietet der Erwählten ein Fischlein an, und sie überreicht es auch, nachdem sie es lange genug gezeigt hat. Zärtlichkeitsfüttern kennen wir auch von vielen anderen Vögeln. Finkenvögel füttern einander ebenso wie Papageien. Oft bleibt es dabei beim zärtlichen Gestus des Schnäbelns. Wir Menschen kennen als Verhaltensweise der Kinderfürsorge das Kussfüttern. Mütter, gelegentlich auch Väter, füttern Kleinkinder oft mit vorgekauter Nahrung von Mund zu Mund, besonders in der Phase des Abstillens. Kinder sind daran angepasst und öffnen in Übernahmebereitschaft den Mund, sobald die Lippen aufgesetzt werden. Kussfütterung und Kuss sind schliesslich auch in der sexuellen Beziehung des Menschen ein weit verbreiteter Ausdruck der Zärtlichkeit.
Auch die kindlichen Verhaltensweisen tauchen als Appelle im Werbeverhalten auf. Das kann jedermann im Frühling an unseren Sperlingen beobachten. Da verhalten sich abwechselnd Männchen und Weibchen wie Jungtiere, indem sie flügelzitternd und bettelrufend den Schnabel aufsperren. Dann füttert einer den anderen, Männchen und Weibchen lösen einander dabei in ihren Rollen wiederholt ab.
Dass dies so ist, hat ebenfalls seine Wurzeln in der Eltern-Kind-Beziehung. Wo der Nachwuchs längere Zeit betreut werden muss, ist es wichtig, dass Eltern und Kinder einander nicht verlieren oder mit anderen verwechseln. Eltern und Kinder entwickelten in diesem Fall die Fähigkeit, einander persönlich zu erkennen. Oft wird eine individualisierte Bindung bereits unmittelbar nach der Geburt hergestellt, so zum Beispiel bei den Schafen. Es genügt, dass ein Jungtier fünf Minuten nach der Geburt bei der Mutter bleibt, damit es wiedererkannt wird. Trennt man danach das Lämmchen von der Mutter und stellt man es nach einer Stunde im Wahlversuch zusammen mit einem fremden Lämmchen der Mutter vor, dann verjagt die Mutter das fremde Junge und nimmt das eigene zu sich. Trennt man Jungtier und Mutter allerdings gleich nach der Geburt, dann verjagt sie ihr Junges nach einer Stunde, als wäre es ein fremdes. Man kann die Entwicklung der Brutpflege sicher als eine Sternstunde der sozialen Verhaltensentwicklung bezeichnen. Mit ihr kamen das Instrumentarium zum Freundlichsein, die Motivation, zu betreuen und sich betreuen zu lassen, und schliesslich die Liebe, definiert als persönliche Bindung. All dies spielt in der Partnerbindung des Menschen eine ganze entscheidende Rolle. Allerdings sind die alten Hirnsubstrate, die als Wirbeltiererbe auf uns überkamen und die bei Reptilien der Dominanz- und Unterwerfungssexualität zugrunde liegen, auch bei uns noch funktionell erhalten. Das manifestiert sich auf verschiedene Weise. Unter anderem wird Erfolg - also das Erreichen einer Dominanzposition - beim Manne mit der Ausschüttung männlicher Sexualhormone in die Blutbahn belohnt. Wenn Tennisspieler in einem Spiel gewinnen, dann steigt der Spiegel männlicher Hormone in ihrem Blut steil an. Verlieren sie, sinkt er ab. Das gilt auch für geistige Leistungen. Medizinstudenten, die eine Prüfung erfolgreich absolvieren, erleben einen entsprechenden Anstieg des Bluthormonspiegels, was von einem erhöhten Selbstwertgefühl begleitet ist. Fallen sie durch, dann sinkt der Bluttestosteronspiegel deutlich ab. Es gibt auch sicher so etwas wie eine männliche sexuelle Dominanzlust als archaisches Erbe. Sie ist jedoch von der stammesgeschichtlich jüngeren, affiliativ-freundlichen Sexualität überlagert. Die Sexualpathologie lehrt jedoch, dass es gelegentlich, wie zum Beispiel im Falle des Sadismus, auch bei uns Sexualität ohne Liebe und Zärtlichkeit geben kann, gewissermassen als pathologische Regression auf frühere Entwicklungsstufen.
Mit der Fähigkeit, zu lieben und zärtlich zu sein, wurde es dem Menschen möglich, zunächst Familienverbände zu bilden, deren Mitglieder einander über mehrere Generationen freundlich verbunden beistanden. Daraus wuchsen die quasi familial verbundenen Kleingruppen, die ebenfalls ein familiales Ethos bindet. Im Laufe der Geschichte wurde dieses familiale Ethos auch auf unbekannte Gruppenmitglieder ausgedehnt, mit denen man Sprache, Kultur und einen geschichtlichen Werdegang teilte, wobei die oft fiktive gemeinsame Abstammung die ideologische Basis der Verbundenheit abgibt. Das Wort Nation drückt dies unter anderem sprachlich aus.
Doch zurück zur Verführung. Sie ist bei uns Menschen eine wechselseitige. Beide Geschlechter präsentieren sich attraktiv, aber auch als verlässliche, betreuende Partner, denn nur das garantiert die Weitergabe ihres Erbgutes. Die eingesetzten Strategien haben eine lange Geschichte. An ihnen feilte die Selektion, so dass zunehmend partnerschaftlich-freundliche Züge dominieren und wir heute Sexualität im Verbund mit romantischer Liebe erleben.
Irenäus Eibl-Eibesfeldt ist Leiter der Forschungsstelle für Humanethologie in der Max-Planck-Gesellschaft in Andechs, Deutschland.