WENN MAN AUTOSTOPPERN drei wissenschaftlich fundierte Ratschläge geben kann, dann erstens: Schau den Autofahrern in die Augen! und zweitens: Versuch es nicht mit Humor!
Für die Untersuchung «Starren und Nachgiebigkeit: Eine Feldstudie übers Autostoppen» (Journal of Applied Social Psychology, Vol. 4, S. 165–170) stellten sich eine Frau, ein Mann und ein Paar an vier verschiedenen Orten an die Strasse und machten Autostopp. Dabei zeigten sie zwei verschiedene Verhalten: Entweder sie starrten den Fahrer des Zielfahrzeugs an und versuchten möglichst lange, seinen Blick zu fixieren, oder sie schauten bewusst am Fahrer vorbei. Von je 200 Autos hielten 18 Fahrer ohne Augenkontakt an und mehr als doppelt so viele, nämlich 40, die angestarrt worden waren.
Die Zeichnung eines lachenden Gesichts wirkt sich dagegen negativ aus – zumindest in der Studie «Der Einfluss von Humor aufs Autostoppen: Ein Feldversuch» (North American Journal of Psychology, Vol. 3, S. 369–376). Wer mit einer Tafel Autostopp machte, auf der neben dem Zielort noch ein Smiley zu sehen war, verminderte seine Chance auf eine Mitfahrgelegenheit um bis zu fünfzig Prozent.
Der dritte Ratschlag an den Autostopper? – Sei eine Frau! Dann spielen Starren und Humor eine untergeordnete Rolle. Bei allen Versuchen hatten es Frauen viel einfacher, mitgenommen zu werden.