«DER BALL», heisst es unter vielem anderen im 191seitigen Standardwerk über die Golfregeln zu einem scheinbar einfachen Sachverhalt - «der Ball ist eingelocht, wenn er innerhalb des Lochumfangs und zur Gänze unterhalb des Lochrands zur Ruhe gekommen ist. Ragt irgendein Teil des Balls über den Lochrand hinaus, so stehen dem Spieler ( . . . ) zehn Sekunden zu, um festzustellen, ob sich der Ball in Ruhe befindet. Ist der Ball bis dahin nicht ins Loch gefallen, so gilt er als in Ruhe befindlich.»
Die Kunst des Golfspiels, soll Moshe Dayan gesagt haben, liege darin, einen Ball von 42 mm Durchmesser auf einen von 40 000 km Umfang zu legen und mit einem Schläger den kleineren von beiden zu treffen . . .
. . . und ihn ins Loch zu befördern, ohne ihn zuvor ins Laub oder in einen Teich oder in sonst etwas Bodenloses wie etwa die Abgründe der Golfregeln zu versenken, in denen es - denken wir bloss an den Ball, der im Loch als in Ruhe befindlich gilt, ohne hineingefallen zu sein - keine Schwerkraft gibt; und auch keinen Trost, obwohl den niemand nötiger hat als der golfspielende Mensch, weil dessen Ball, wenn er nicht gerade über dem Loch schwebt, sich allzu oft im «Aus» und dort weit rascher als der Spieler «in Ruhe befindet», und weil es aus dem Aus («Aus erstreckt sich senkrecht nach oben und unten») keine Rückkehr gibt - den Aus ist überall.