NZZ Folio 12/97 - Thema: Die Schöpfung   Inhaltsverzeichnis

Was das Nichts ist, weiss ich nicht

Kosmologie aus Kindermund.

Die Welt ist so entstanden: Die Sonne hat zunächst schwarzes Zeug ausgespuckt, dann die Farben der Planeten. Der Mond kam zuletzt; der war kalt.

Die Steine kommen vom Mars. Alle Steine kommen vom Mars. Mit einem grossen «woosh» sind sie gekommen, wie von einem Staubsauger angezogen.

Bei den Tieren wuchsen zuerst die Beine, dann der Hals, die Ohren und so weiter. Die Tiere kommen alle vom Mond. Heute gibt's allerdings keine mehr auf dem Mond.

Zuerst kam die Erde aus der Sonne, die zuerst. Dann kamen die Samen aus der Sonne, fielen herunter, und die Dinge fingen an zu wachsen.

Die Menschen kamen von der Milchstrasse. Zuerst waren sie tot, dann wurden sie lebendig und kamen auf die Erde. Die Menschen stehen auf zwei Füssen, die Tiere stehen auf allen Füssen. Was uns von den Affen unterscheidet? Wir sind genau gleich wie die Affen.

Philip (5), Stockholm

Ich liebe diese Welt und die Schönheit der Natur um sie herum, die ganz von Gott geschaffen wurde - Sonne, Mond, Sterne, Berge, Planeten, Pflanzen, Tiere und so viele andere Dinge. Im zweiten Leben würde ich gern eine Katze sein, so dass ich von jedermann geherzt und geliebt werden kann.

Aprajita Saxena (7), Delhi

In einer klaren Nacht zieren Sterne das Firmament, als ob sie Juwelen wären. Wenn ich den schönen Sternenhimmel betrachte, tauchen Fragen auf, eine nach der anderen. Vor allem wundere ich mich, woraus die farbigen Sterne gemacht sind. Das wollte ich erforschen, auf meine Weise.

Ist es vielleicht so, dass sich die Strahlen der Sonne in Wolken, die aus Wassertropfen gemacht sind, widerspiegeln? Doch als ich während meiner Sommerferien die Wolken auf der Erde betrachtete, verstand ich, dass deren Grösse, die Form und der Ort, wo sie hinziehen, an jedem Tag verschieden sind. Gleichzeitig sind sie, obwohl sie je nach Jahreszeit an verschiedenen Stellen des Himmels erscheinen, im Zeitablauf nicht allzu verschieden. Also war meine Idee nicht richtig.

Woraus bestehen die Sterne denn wirklich? Sind sie eine Gaswolke, so wie die Sonne? Oder bestehen sie aus Wasser, Luft und Land, wie die Erde? Oder sind es Felsen und Steine wie auf dem Mond? Wenn wir die Sterne nur von der Erde aus anschauen, können wir das nicht wissen. Als ich hier nachforschte, fand ich eine interessante Tatsache. Im All treibt Gas dahin, in dessen Mitte sich Körper herausbilden. Dann wird dieser Brocken von der Umgebung gedrückt und gesprengt, die Temperatur steigt, und so beginnt der Stern zu strahlen. So wird ein Stern geboren. Dann sinkt die Temperatur langsam, der Stern explodiert, und die Gase breiten sich wieder im All aus. Das ist dann wieder der Beginn für einen neuen Stern. Es ist wundersam, doch die Sterne gehören in den gleichen Kreis wie die Sonne. Daher werden im All wie auf der Erde Sterne recycelt. Ich geniesse es mehr und mehr, in der Nacht in den Himmel zu schauen, seitdem ich verstehe, wie diese bunten und glitzernden Sterne entstehen.

Erika Yamamoto (10), Tokio

Man weiss, dass es nach dem Leben ein Leben gibt. Aber es ist unsichtbar. Dort spielen sie nicht, sie essen nicht und singen nicht. Sie sprechen und sie schwimmen nicht. Sie heissen Seele oder Geister. Sie machen den Feiglingen angst. Sie machen ihnen angst, indem sie Dinge schütteln. Ich glaube, es gibt so etwas wie Geister. Aber wenn es so etwas wie Geister gibt, dann bin ich es, der am meisten Angst hat.

Sakshi Saxena (12), Delhi

Wie die Welt entstanden ist, weiss ich nicht. Die Tiere werden von ihren Müttern geboren, das mit den Pflanzen habe ich mir noch nie überlegt.

Wie der Mensch entstanden ist, weiss doch jeder, die Menschen werden von ihren Müttern geboren.

Die Tiere sind nicht bekleidet, sie können nicht sprechen und haben keine Hände. Die Menschen haben keine Wolle und keinen Schwanz.

Die Gestirne bestehen aus lauter Wolken, Vögeln und Flugzeugen.

Was das Nichts ist, weiss ich nicht. Was vorher war, als es noch nichts gab? Woher soll ich das wissen, da war ich doch nicht dabei. Das Nichts, das ist vielleicht das Dunkel.

Was das ist, «lebendig», das weiss ich nicht. Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Aber Steine sind sicher nicht lebendig.

Die Welt hört nirgends auf. Es wird sie immer geben. Ich weiss aber, wo alle sind, wenn sie tot sind: Die Tiere sind bei der «zumu» (Grossmutter väterlicherseits), die Pflanzen bei uns zu Hause und die Menschen bei der «walzumu» (Grossmutter mütterlicherseits) zu Hause. Sie sehen anders aus wie jetzt. Das weiss ich nicht, ob die noch zu essen bekommen und spielen dürfen.

Yao Lan (4), Jingzhou/China

Was man macht, wenn man im Himmel ist? Einige haben viel zu tun, weil sie Schutzengel sind.

Jordan (5), Washington

Die Welt entstand, als fünf Brücken und zwei Brücken zusammentrafen. Darauf wuchsen Bäume, aus den Bäumen wuchsen Blätter, ganz viele, und aus diesem Dschungel kamen Vögel und Tiere hervor. Gott setzte den Menschen dort hinein, und Vater, Mutter, Brüder und Schwestern sind die Welt.

Der Unterschied zwischen Tieren und Menschen ist, dass die Menschen reden und die Tiere weinen. Die Welt wird lange so bleiben, für viele Tage; aber alles, was auf der Welt ist, stirbt. Vögel, Tiere, Bäume und Sträucher werden weggeworfen, wenn sie tot sind, die Menschen werden verbrannt oder sie trocknen aus. Aber die Seelen werden weiterleben, in einer rotgelben Welt, wo es viel Reis gibt und Dal (Hülsenfrüchte) und Curry.

Renta Murmu (8), Orissa/Indien

Wenn du leben willst, musst du ein Haus haben. Du brauchst ein Haus.

Felsen sind nicht lebendig. Wir können gehen, die Felsen nicht. Und sie tragen keinen Schmuck. Sie haben kein Haar. Innen drin haben sie einen Kristall. Bäume sind lebendig, teilweise. Es ist eine Art bewegungsloses Leben. Der Stamm ist bewegungslos.

Annie (51/2), Washington

«Wach auf, Akitsugu!» Morgens um halb vier rieb ich mir schlaftrunken die Augen. Es war eine klare Nacht, als sich der Komet Heru-Boppu, Hale-Bopp, der Erde näherte. Wir leben im 22. Stockwerk, und mein Fenster geht nach Osten. Meine Mutter war ganz stolz, dass sie in der vorigen Nacht den Kometen hatte sehen können, und deshalb bat ich sie, mich zu wecken. Nun trat ich auf die Veranda und schaute dorthin, wo sie mit ihrem Finger zeigte. «Wau, das ist der Komet Heru-Boppu», entfuhr es mir, obwohl ich wirklich sehr schlaftrunken war. Ich schaute auf zum Himmel und konnte die Himmelserscheinung mit blossen Augen sehen. Hale-Bopp war grösser als die anderen Sterne, und er war in zwei Richtungen aufgetrennt. Ich fand das super, dass ich mit so einem Stern Bekanntschaft schliessen konnte.

Ich habe schon seit langem einen seltsamen Gedanken. Wie sieht wohl das Ende des Universums aus, frage ich mich. Am Ende des Universums könnte, wenn ein Stern scheint, ein Strahl in einer Sekunde siebenmal um die Erde kreisen, und es könnten auch Millionen oder Milliarden von Jahren vergehen.

Wenn wir Menschen eine Rakete starten und zum Ende des Universums fliegen, so würden wir nicht lebend auf die Erde zurückkehren können, wenn wir nicht so etwas wie einen «Warp»-Antrieb benutzten. Ich möchte gerne ans Ende des Universums fliegen mit einer von mir gebauten Maschine, die diesen «Warp»-Antrieb hat.

Jeden Tag schnitt ich interessante Zeitungsartikel aus und klebte sie in mein Buch. Letzthin fand ich einen Artikel über Dioxin. Es stand darin geschrieben, dass die Asche von Müll, der in Öfen an den Schulen verbrannt wird, Dioxin abgibt, das die Menschen und die Natur schädigt. Der Vater erklärte mir diese erschreckende Geschichte. Angefangen bei den kleinen Dingen, wie dem Trennen von Müll, möchte ich etwas tun, damit die Welt für immer sauber bleibt. Wenn ich in der Zukunft vom Ende des Universums zurückkehre, wäre es schön, auf eine saubere Erde zu treffen.

Akitsugu Makino (10), Tokio

Wenn die Tiere, Menschen und Pflanzen sterben und wenn sie Gutes getan haben, gehen sie an einen Ort namens Himmel. Alle Götter leben dort. Es gibt dort viele interessante Dinge, wie das Phantasieland. Sie essen sehr gutes Essen wie zum Beispiel Eiscrème. Im Himmel gibt es eine lebenslange Fackel, die wir auch hier sehen können als Sonne, und in der Nacht dämpfen sie die Fackel, so dass alle schlafen können.

Und wenn sie dort eine Dusche nehmen, regnet es bei uns. Wenn sie etwas Schlechtes getan haben, gehen sie in die Hölle. Dort gibt es viele Monster und Hexen. Alle streiten untereinander, es ist dreckig und verschmutzt. Wenn jemand etwas Gutes tut, werden sie schön, und wenn sie etwas Schlechtes tun, werden sie hässlich.

Anisha Singh (11), Delhi

Der liebe Gott hat alles verzaubert. Er hat ein Stück Papier genommen, hat es angemalt und es verzaubert zu einem echten Mond und der Sonne. Und dass es fliegen kann.

Die Sterne könnten aus Eis sein. Eis, das nicht schmilzt, aber doch leuchtet und fliegen kann. Eis leuchtet ja auch, wenn man es in die Sonne hält.

Das Nichts hat die Farbe Weiss. Aber Leben heisst, dass man herumspringt und die Gelenke bewegt. Und rennt. Die Sonne und der Mond sind auch lebendig, weil sie fliegen.

Ich glaube, dass man in der Nacht, wenn man träumt, fliegt, oben im Himmel, und dass man es gar nicht merkt.

Es gibt auch Wesen, die nicht der liebe Gott gemacht hat - die Papageien.

Verschiedene Sprachen gibt es, weil der liebe Gott sich gedacht hat, manche Leute müssen sich ja auch mal nicht verstehen, zum Beispiel, wenn sie sich nicht mögen, dann sind sie froh, dass sie nicht miteinander streiten können, weil sie sich nicht verstehen können.

Sophie (61/2), Washington

Himmel, meine Familie: Sonne ist mein Vater. Mond ist meine Mutter. Mars ist mein Onkel. Venus ist meine Tante. Erde ist mein Bruder. Merkur ist meine Schwester. Jupiter ist Grossvater. Saturn ist Grossmutter. Uranus ist mein Freund. Neptun ist mein Lehrer.

Pluto bin ich. Das ist die Welt um mich herum. Ich wünsche, ich hätte mehr davon.

Piyush Bandopadhayay (8), Delhi

Gott hat alles gebaut, die Erde, die Sonne, den Mond und die Sterne. Die Tiere und die Menschen wurden einfach geboren, und vorher waren sie im Bauch von der Mama.

Die Tiere sind aber ganz anders. Die Hunde haben eine schwarze Nase, steife Ohren und einen langen Schwanz. Und die Tiger haben Streifen und gelbe Augen, und die Menschen, die unterscheiden sich natürlich auch voneinander, zum Beispiel die Franzosen.

Nina (5), Moskau

Seitdem meine Tante mir die Geschichte von den Pyramiden erzählte, habe ich mich für sie interessiert. Die Pyramiden sind voller Geheimnisse. Alle Steine, aus denen sie erbaut wurden, sind gleich gross. In Afrika gibt es solche Steine nicht, wurde mir gesagt, aber auf der entgegengesetzten Seite der Erdkugel.

Wie haben wohl die Menschen damals die Pyramiden gebaut? Für die heutigen Menschen ist das eine leichte Arbeit, aber damals war es schwierig. Wahrscheinlich hatten sie zu jener Zeit eine fortschrittlichere Technik als heute, die aus unerklärlichen Gründen verschwunden ist.

Oder vielleicht gingen die Menschen aus der Zukunft in die Vergangenheit, um uns auszutricksen. Oder Menschen aus dem All bauten die Pyramiden, und als sie fertig waren, wurden sie vertrieben. Ich würde zu den Allmenschen sagen: «Habt keine Angst vor uns, lasst uns Freunde werden.» Auch wenn das wahrscheinlich nicht die Wahrheit ist, glaube ich doch, dass in den Pyramiden viele Geheimnisse stecken. Vielleicht können wir Kinder sie enträtseln.

Fumi Sawatsu (10), Tokio

Soll ich dir ein Geheimnis verraten? Der liebe Gott hat die Welt gemacht. Er hat sie gezaubert. Er nahm einen Zauberstab und hat Tiere gemacht. Der Zauberstab war rot und blau und schillernd. Dann nahm er einen andern Stab und machte Pflanzen. Für die Menschen war der Stab blau und gelb. Und es lebt alles. Das heisst, was sich bewegt, lebt. Es gibt zum Beispiel Blätter, die tot sind. Dann bewegen sie sich nicht mehr. Dann sind die Blätter wie die Steine da draussen, die leben auch nicht, weil sie sich nicht bewegen.

Aber Tiere leben alle. Einen Unterschied zwischen Tieren und mir? Es kommt mir kein Unterschied in den Sinn. Mein Hund zum Beispiel unterscheidet sich nicht von mir. Er ist auch schwarz. Und Irene, mein Teddybär, ist meine beste Freundin. Manchmal bete ich zu Gott, dass er einen Zauberstab nimmt und auch Irene schwarz macht. Irene zum Beispiel würde ich ans Ende der Welt mitnehmen.

Aber der Weg dahin ist sehr weit. Deshalb müsste auch Mami mitkommen. Aber Mami ist manchmal nicht zu Hause, und vielleicht müsste ich auch ohne sie gehen. Dann nähme ich Margaret und Irene mit. Denn weisst du, dort, wo die Welt aufhört, steht eine Fähre. Und wenn du auf der Fähre bist, werden deine Träume wahr. Vielleicht wird dann Irene endlich schwarz?

Laura (6), Nairobi

Wenn die Menschen, Pflanzen und Tiere sterben, gehen sie in den Himmel und werden zu Sternen. Sie sehen dort anders aus. Nur die Knochen bleiben hier. Wenn die Pflanzen sterben, können sie nicht mehr aufrecht stehen. Das Leben geht dann in den Sternen weiter. Dort ist es sicher schön. Dort essen wir, wir spielen, baden, rennen, springen, wir weinen und lachen.

Anjaneya Singh (7), Delhi

Ich glaube schon, dass Gott die Welt erschaffen hat, vielleicht hat er das. Wenn es aber wirklich Gott war, dann hat er zuerst Sonne, Mond, Sterne und die Natur geschaffen, schliesslich die Tiere und die Menschen, und die sind aus den Tieren entstanden. Von allen Tieren ist der Mensch das gescheiteste.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es Himmel, Hölle und das Fegefeuer gibt. Wie der Himmel aussieht, weiss ich nicht. Die Hölle stelle ich mir lieber gar nicht erst vor. Und das Fegefeuer ist, glaube ich, wie eine chemische Reinigung.

Wenn die Menschen tot sind, können sie ganz normal leben.

Wolodja (9), Moskau

Vor langer Zeit gab es rundherum nur Dunkelheit. Es gab keine Nacht, keinen Tag, keine Bäume, keine Blumen, keine Vögel und keine Tiere. Es gab nur Gott. Gott hatte das Gefühl, dass das Leben sehr langweilig war. Eines Tages sass er allein und fühlte sich einsam. Er hörte das Geräusch von Wasser in der Nähe seines Heims. Er dachte, wie schön es wäre, wenn es mehr Geräusche gäbe wie dieses. Er nahm einen riesigen Stein und warf ihn hart auf den Boden. Er zerbrach in viele Stücke. Das grösste wurde die Sonne, und die kleineren wurden Planeten und Satelliten. Einer der Planeten ist unsere Erde.

Gott dachte, wie schön es wäre, wenn die Erde farbig wäre und voller Lachen und Geräusche. Von seinem Heim warf er einige Samen auf die Erde und befahl seinem Fluss, auf die Erde hinunter zu fliessen. Als diese Samen Wasser erhielten und Sonnenlicht, wuchsen sie zu Pflanzen, und aus den Pflanzen kamen Blumen, Früchte und Nahrungsmittel.

Gott war sehr glücklich. Er dachte, es müsste Leben geben, das all dies geniessen könnte. So erschuf er einen Mann und eine Frau. Und auch einige Vögel und Tiere. Darauf wurden viele Babies geboren, und die Welt füllte sich. Allmählich hatte die Erde nicht mehr genug Platz für alle. Da dachte Gott, dass er einige Menschen von der Erde nehmen sollte.

So kam es, dass Leute krank werden, alt werden und sterben, um Platz für neue Kinder zu machen. Jene Leute, die sterben und die gute Leute waren, werden zu Sternen. Die Leute, welche andere belästigen, gehen in die Hölle, und Gott straft sie.

Nayan Sakhuja (8), Delhi

Mit der Gotteskraft hat Gott die Welt erschaffen. Er hat die Erde, die Menschen und die Tiere geschaffen. Von den Tieren gefällt mir der Löwe am besten, weil er am stärksten ist. Der Mensch unterscheidet sich von den Tieren, weil er menschlich denkt. Die Tiere können nicht denken.

Gott hat die Erde, die Sonne und die Sterne aus dem Nichts geschaffen, mit der Gotteskraft. Die Gestirne bestehen aus Sternen, die aber nicht lebendig sind. Die Steine sind auch nicht lebendig. Gott hat die Steine nicht als Pflanzen oder Tiere geschaffen. Wenn die Pflanzen sterben, sind sie nicht wie die Menschen, denn die Pflanzen verwelken und die Tiere werden begraben.

Zum Teil gefällt es mir auf der Erde, zum Teil nicht. Ich gehe gerne in die Schule, und ich spiele gerne, besonders mit dem Computer. Im Himmel gibt es aber mehr schöne Dinge als auf der Erde. Ich weiss es nicht genau, aber ich glaube, dass der Thron Gottes dort ist und der von Jesus Christus und vom Heiligen Geist, und beinahe hätte ich die Engel vergessen.

Kann ich hören, was du da aufgenommen hast? Da ist jetzt meine Stimme auf dem Aufnahmegerät, nicht wahr? Stell doch bitte auf «Play».

Danail Iwanow (8), Plowdiw

Alles auf der Welt lebt, nur Steine nicht, und das tut mir sehr leid.

Akshat Dave (7), Delhi

Anders als die Menschen haben die Tiere kein Gewissen. Ich gebe dir ein Beispiel. Einmal griff mich mein Hund an und biss mich in den Arm, weil ich ihn gehauen hatte, während er frass. Am folgenden Tag streckte er mir seine Pfote hin, als Zeichen der Versöhnung. Ich bin sicher, er machte sich kein Gewissen daraus, dass er mich verletzt hatte.

Einige sagen, das Ende der Welt komme im Jahr 2000, andere sagen, dass die Welt zum Fortschritt gehe. Ich glaube das zweite. Im Fernsehen habe ich gesehen, dass die Autos immer besser werden und bald so schnell sind wie die Flugzeuge.

Alban Shanai (10), Tirana

In der zweiten Schulklasse kaufte mir der Vater ein Buch über das Universum. Als ich über die Sonne las, überkam mich ein wundersames Gefühl: «Ich will zur Sonne.» Seit damals mag ich das Universum. Ab und zu habe ich dann andere Bücher gelesen. In einem stand: «Die Sonne ist so heiss, dass sich ihr Lebewesen nicht nähern können.» Ich fand das sehr schade. Trotzdem konnte ich das Universum nicht hassen. Ich dachte sogar, Astronaut zu werden.

Der wahre Charakter der brennend heissen Sonne ist, ich kann nur staunen, eine Gaswolke aus Wasserstoff. Sie ist etwa 110mal so gross wie die Erde und etwa 333 000mal so schwer. Wenn die Sonne nicht existieren würde, wie wäre es dann auf der Erde? Sie wäre eine Welt der Dunkelheit, Pflanzen würden verwelken, und die Tiere und wir Menschen, die Pflanzen essen, würden sterben. Das Wasser verwandelt sich dank der Sonnenwärme in Dampf, Wolken und Regen, was der Erde hilft.

Auch gibt die Sonne der Erde Geschenke wie den Regenbogen und die Morgenröte. Die Sonne, 149 600 000 Kilometer von der Erde entfernt, ist das Leben aller Geschöpfe dieser Welt. Wir sollten die Kraft, die uns von der Sonne, der Königin des Universums, gespendet wird, sorgfältig nutzen.

Naoki Abe (10), Tokio

Menschen werden geboren, dann sterben sie. Da es ein Leben gibt, existieren Lebewesen, die verschiedene Körper haben und daher zu verschiedenen Tierarten gehören. Gehen wir für einen Moment davon aus, dass das Leben eine Batterie ist und der Körper nichts anderes als ein Roboter. Wenn der Brennstoff, das Leben, verbraucht ist, dann denken die anderen Menschen wohl doch, dass hier der Tod eingetreten ist. Leben kann für gewöhnlich nicht sichtbar gemacht werden. Aber man sieht den Körper, den Behälter. Vielleicht ist die Funktion, die Leben und Körper verbindet, das Empfinden, das Herz und der Geist. Körper und Empfinden (Herz, Geist) überlappen sich, und so entstehen Lebewesen.

Ausserdem, denk einmal über die weite Welt nach. Stell sie dir einmal als Versuchslabor eines Wissenschafters vor. Wir sind die Versuchsobjekte. Wir, die Versuchskaninchen, können den Körper so lange gut kontrollieren, bis der Brennstoff aufgebraucht ist. Es muss auch gar kein Versuchslabor sein. Verbrenne im Weltraum diesen Brennstoff, das Leben, habe starke Gefühle, sei traurig, lache. Dann - warum müssen wir weiterleben? Es ist zu untersuchen, warum das so ist, nicht wahr? Vielleicht ist es die Mission des Menschen, zu erforschen, warum er weiterleben soll. Das muss jeder Mensch herausfinden.

Minako Nakano (10), Tokio

Das Land ist vom Meer gemacht worden. Die Tiere sind darauf gewachsen. Die Pflanzen sind angebaut worden, die können nämlich nicht gehen. Ich bin im Bauch von der Mama entstanden, dann sind wir ins Spital gefahren. Dort haben sie mich rausgedingsbumst. Ich bin immer grösser und grösser geworden, bis ich so gross war wie jetzt. Der liebe Gott ist auch so entstanden. Zuerst war er ein Baby, dann war er fünf Jahre alt wie ich. Zum Schluss ist er erwachsen geworden.

Der Mond ist aus Energie. Er hat nichts dagegen, dass Raketen zu ihm fliegen, glaube ich. Er mag es nur nicht, wenn sie auf ihm repariert werden. Das macht Lärm. Die Sonne ist auch lebendig, ich zeichne sie immer mit einem Gesicht.

Das Ende der Welt ist ganz weit weg. Hinter dem Ende der Welt gibt es nur mehr Wasser. Es gibt keine Lebensmittel, keinen Baum, kein Haus, keinen Computer - nichts halt. Das ist ganz schlecht.

Wenn Tiere tot sind, dann liegt ihr Skelett auf dem Beton oder auf der Wiese. Wenn die Menschen sterben, bekommen sie ein Begräbnis. Dann geht die Haut runter, und das Fleisch kommt weg. Was dann ist, weiss kein Mensch und kein Baum auch nicht.

Stefan (5), Wien

Wie der Mensch erschaffen wurde? Ich weiss es nicht, Du weisst es nicht. Aber eine Person gibt's, die weiss es. Und das ist Gott. Doch wir können nicht zu Gott sprechen, bis wir in den Himmel kommen. Aber es geht nicht darum, mit Gott zu reden. Sondern darum, nachzudenken, wie der Mensch erschaffen wurde. Darum lasst uns nachdenken. Wenn jemand eine Idee hat: Sag es mir bitte, wie der Mensch erschaffen wurde.

Neha Katyal (11), Delhi

Die Welt wird nie ein Ende nehmen. Der Mensch lebt, und die Erde lebt. Tiere, Pflanzen und Menschen gehen zu Gott, wenn sie sterben. Nach dem Tod geht es ihnen besser.

Ila Garg (7), Delhi

An der Umfrage wirkten mit: Sergio Aiolfi (Stockholm), Mimoza Puto Dhima (Tirana), Werner Enz (Tokio), Bernhard Imhasly (Delhi), Andrea König (Nairobi), Urs Morf (Peking), Luchasara Naitschowa (Sofia), Irina Scherbakowa (Moskau), Ulrich Schmid (Washington), Andreas Wysling (Wien), Franz Zauner (Wien).


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