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Zurück zu Sternenstaub
© Dirk von Nayhauss/Agentur Focu...
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| Wilhelm Schmid, Berlin |
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Der Philosoph Wilhelm Schmid hat als «philosophischer Seelsorger» Menschen beim Sterben begleitet. Sein Metier ist die Lebenskunst. Dazu gehört auch der Umgang mit dem Tod.
Von Anja Jardine
Wilhelm Schmid, geboren 1953, lebt als freier Philosoph in Berlin und lehrt Philosophie an der Universität Erfurt. Viele Jahre war er als Gastdozent in Lettland und Georgien tätig sowie als philosophischer Seelsorger am Spital Affoltern am Albis bei Zürich. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, darunter «Schönes Leben? Einführung in die Lebenskunst» und «Mit sich selbst befreundet sein»; beide sind im Suhrkamp-Verlag erschienen.
Herr Schmid, Sie haben Menschen sterben sehen. Spürt man den Tod kommen?
Der Blick des Sterbenden verändert sich, es ist, als habe er eine innere Verabredung mit einer anderen Welt. Sein Blick ist hier und schon nicht mehr hier. So, als sei er schon angetastet von dem, was nach dem Tod kommt – ob es real sein mag oder nicht. Aber es gibt eine Art Übergangszeit, die Sie auch als Begleiter wahrnehmen.
Jener oft erwähnte «Film», der einem das Leben noch einmal vor Augen führt – erlebt den jeder?
Es scheint so zu sein. Wenn das Sterben absehbar ist, setzt dieser Prozess ein. Es ist ein Blick zurück auf das gesamte Leben. Das kann Wochen dauern oder auch nur die letzten Sekunden. Ein eigenartiger Vorgang, der an unserer Zeitauffassung zweifeln lässt: Kann es sein, dass in Sekunden riesige Zeitspannen Platz haben? Kann es sein, dass in Sekunden ein Leben abläuft, als wäre es noch einmal ein langes Leben?
Was haben Sie von den Sterbenden gelernt?
Eben diesen Blick zurück. Ich habe gelernt, wie enorm wichtig der ist. Was habe ich gut gemacht? Was habe ich schlecht gemacht? Es macht einen grossen Unterschied, ob jemand am Ende sagen kann, das war ein gutes Leben oder das war ein verfehltes Leben. Ich habe nur wenige erlebt, die eine gute Bilanz zogen.
Der Mensch neigt rückblickend nicht zum Schönmalen?
Nein. Der Blick zurück ist ein kritischer Blick, fast überkritisch. Mir ist ein Mann in Erinnerung, der vor lauter Nichteinverstandensein mit dem eigenen Leben nicht sterben konnte. In intensiven Gesprächen haben wir herausgefunden, dass er immerhin zehn wundervolle Jahre erlebt hat. Ich habe ihm den Gedanken nahegelegt, dass zehn schöne Jahre doch vielleicht siebzig verfehlte überwiegen. Das hat ihn überzeugt, worauf er beruhigt sterben konnte.
Was versteht der Einzelne unter einem gelungenen Leben?
Die ältere Generation hat noch moralische Kriterien. Habe ich ein aufrechtes, gerechtes Leben geführt? Habe ich niemandem unrecht getan? Niemanden belogen, jedenfalls nicht allzu schlimm? Die jüngere Generation, 60 Jahre und jünger, hält sich nicht mehr mit moralischen Kriterien auf. Sie fragt: War es ein erfülltes Leben für mich?
Rechnen noch manche damit, vor ein höheres Gericht treten zu müssen?
Meine Mutter, die vor einem Jahr im Alter von 88 Jahren gestorben ist, war überzeugt, vor den Herrgott treten zu müssen. Aber sie hatte keine Angst. «Ich habe nichts Böses getan», hat sie gesagt. Sie ist mit grosser Ruhe und Gelassenheit gestorben. Ihre Auffassung war: Dieses Leben ist gelebt. Sie war sogar in freudiger Erwartung, weil sie davon überzeugt war, ihren Mann wiederzusehen, der ihr zehn Jahre vorausgegangen war. Das hat mich tief beeindruckt. Ich habe mir gesagt: «Mein lieber Intellektueller, erhebe dich bloss nicht über diese Auffassung, es kann nämlich sehr gut sein, dass sie recht hat und nicht du, der denkt: Da begegnen sich doch nicht zwei Personen!»
Was treibt jene um, die Versäumnisse beklagen?
Ein Mensch beurteilt sein Leben danach, ob die Wirklichkeit seinen Möglichkeiten entsprochen hat. Ob er zum Beispiel mit dem richtigen Partner gelebt hat. Oder ob die Beziehung hinter den eigenen Möglichkeiten zurückgeblieben ist. Dann quält das Gefühl, dass man eigentlich jemanden hätte haben können, mit dem man mehr Sex, intensivere Gefühle, geistreichere Gespräche erlebt hätte.
Und das wird einem auf den letzten Metern bewusst?
Ja, das gibt es. Und das ist bitter. Dann stellt sich die Frage, ob man es dem Partner noch zum Vorwurf macht, dass er einen gewissermassen lahmgelegt hat. Oder ob man ehrlich genug ist zu sagen: Ich war es. Ich hatte nicht den Mut für etwas anderes. Überhaupt spielen Beziehungen zum Lebensende hin eine enorm grosse Rolle. Es entsteht eine furchtbare Einsamkeit, wenn sie entbehrt werden müssen. Je intensiver sie sind, desto besser. Und das müssen nicht zwingend Verwandtschafts- oder Liebesbeziehungen sein, sondern können auch Freundschafts- oder sogar kollegiale Beziehungen sein. Wer sich nicht eingebettet fühlen kann, der stirbt vor der Zeit. Noch bevor er physisch stirbt.
Stirbt es sich leichter, je älter man ist?
Mein Eindruck ist ganz im Gegenteil, je jünger die Menschen sind, desto weniger Probleme haben sie mit dem Tod. Es könnte damit zu tun haben, dass junge Menschen noch eine Ahnung davon haben, woher sie kommen. Und dass das, wohin sie gehen, sich davon nicht unterscheidet. Mit zunehmendem zeitlichem Abstand zur Quelle verlieren wir offenkundig dieses unbewusste Bewusstsein. Dann ängstigt uns die Welt, in die wir gehen. Viele moderne Menschen nehmen ernsthaft an, dass sie aus dem Nichts kommen. Und dass sie ins Nichts gehen. Dabei steht es auch dem modernen Menschen frei, sich in die Unendlichkeit eingebettet zu fühlen.
Die Unendlichkeit ist ein sehr abstrakter Begriff.
Sie müssen nur am Abend auf den Balkon hinausgehen und den Blick heben: Da sind die Sterne. Die waren da, lange bevor Sie gekommen sind, und werden noch da sein, wenn Sie längst nicht mehr sind. Unendlichkeit ist nicht abstrakt. Die Astrophysik lehrt uns, dass der Kosmos nicht aufhört zu existieren, auch wenn das Leben eines Menschen oder das seiner Gattung endet.
Der Mensch wird nach seinem Tod zu einem Stern am Firmament eines anderen, schreiben Sie in einem Ihrer Bücher. Das klingt tröstlich.
Es ist aber keine poetische Formulierung, sondern eine wissenschaftliche Beschreibung. Wir sind aus Sternenstaub entstanden. Das kann die Astrophysik heute gut erklären. Die Moleküle und Atome, aus denen wir bestehen, sind in Sternen fabriziert worden. Insofern liegt es nicht fern zu sagen: Wir werden wieder zu Sternenstaub.
Was geschieht mit dem Geist?
Ich bin überzeugt, dass kein Gedanke, der jemals gedacht worden ist, verloren geht. Ich wundere mich oft, woher die Gedanken kommen, die ich niederschreibe. Das ist nicht mein Verdienst, diese Gedanken gedacht zu haben. Ich bin vielleicht nur sensibel genug, sie irgendwoher aufzunehmen. Warum soll das Geistige nicht gleichermassen einer Verwandlung unterliegen wie das Materielle? Der Jesuit Baltasar Gracián empfiehlt in seinem Handorakel: «Die erste Tagesreise des schönen Lebens verwende man zur Unterhaltung mit den Toten.» Das spüren wir alle, dass wir auch mit Verstorbenen in einen inneren Dialog treten können. Über Jahrtausende hinweg. Für mich zeugt das davon, dass wir in einer Dimension der Transzendenz beheimatet sind, deren Ausdruck das Geistige ist.
Unsere Gesellschaft negiert den Tod, versucht ihn aus dem Blickfeld zu verbannen. Welche Konsequenzen hat das?
Der Lebende flieht den Tod in Panik, der Sterbende stirbt in grosser Einsamkeit. In Georgien habe ich das Gegenteil erlebt. Dort ist es üblich, den Toten zu besuchen. Eine Woche lang liegt er im Wohnzimmer aufgebahrt; es wird schwermütige Musik gespielt, die Frauen sitzen um ihn herum und weinen, überall stehen Fotos. Zunächst kommen die engsten Verwandten, dann Freunde, Bekannte und Nachbarn. Und an einem bestimmten Tag werden die Türen für die ganze Gemeinde geöffnet. Je nach Beliebtheit und Bekanntheitsgrad kommen bis zu Hunderte. Ich habe einen Mann besucht, den ich von der Universität kannte. Es wurde erwartet, dass ich mich an sein Haupt stelle und ihm noch etwas ins Ohr flüstere und mit auf den Weg gebe. Beim ersten Mal haut einen das aus der Bahn.
Was ist es, was einem so nahe geht?
Der Gedanke an den eigenen Tod – das ist es, was uns aushebelt. Das zweite: Man denkt an den Tod naher Angehöriger. All das birgt ein solches Unruhepotential, dass man für ein, zwei Tage nicht in der Lage ist zu arbeiten. Die Moderne kann den Tod nicht brauchen, er ist nicht effizient. Nicht produktiv – glauben wir.
Ist eine solche Begegnung mit dem Tod für die Georgier, die das Ritual kennen, weniger erschütternd?
Nein. Ich habe mit meinen Studenten gesprochen. Wann immer sie dem Ritual entkommen konnten, taten sie es. Die Menschen wollen in ihrem Lebensgenuss nicht gestört werden. Georgien ist eine Gesellschaft an der Schwelle zur Moderne. In dem Tempo, in dem eine Gesellschaft modernisiert wird, verdrängt sie den Tod. Ich träume von einer veränderten, von einer anderen Moderne. Ich bin überzeugt: Mit der Ökologisierung der Gesellschaft wird es auch ein Sichanfreunden mit dem Tod geben.
Inwiefern?
Ökologisierung bedeutet die Wiedereingliederung von Stoffen in den Kreislauf. Da liegt es nur in der Konsequenz des Denkens, dass wir entdecken, dass auch wir rezykliert werden. Das wird ein anderes Verhältnis zum Tod mit sich bringen. Der Tod ist dann nur noch ein Moment in unserem persönlichen Kreislauf.
Wird das dem Tod den Schrecken nehmen?
Nein, das sollten wir auch nicht wünschen. Das ist nun mal die Besonderheit des Todes, dass er eine Ungeheuerlichkeit ist. Aber im Gegenzug weist er uns auf die andere Ungeheuerlichkeit hin, nämlich auf das Privileg zu leben. Nur in diesem Bewusstsein wächst das Bedürfnis, die Zeit zu nutzen. Das Leben zu gestalten.
Ist es dafür notwendig, sich täglich seiner Vergänglichkeit bewusst zu sein? Dürfen wir es nicht leichternehmen?
Ich habe eher den Eindruck, dass viele Menschen unter der unerträglichen Leichtigkeit des Seins leiden. Ihr Sein erreicht keine Schwerkraft. Die erreicht es nur durch den Gedanken an den Tod. Aus gutem Grund gehört es seit Pythagoras zu den Aufgaben eines Philosophen, täglich den Tod zu bedenken. Memento mori – das wurde später im Christentum zu einer alltäglichen Übung gemacht.
Wie sieht diese Übung aus?
Es bedeutet, sich gedanklich an den letzten Tag zu versetzen und das Leben von dieser Warte aus rückblickend anzuschauen und sich zu fragen: Ist mein Leben, so wie ich es lebe, bejahenswert? Oder gibt es etwas, was ich vor mir nicht rechtfertigen kann? Etwas, was ich ändern sollte? Der Tod gibt dem Leben seinen Wert.
Seneca schreibt in einem Brief an Lucilius: «Übe dich täglich darin, das Leben mit Gleichmut verlassen zu können.» Können Sie sich vorstellen, spontan loszulassen?
Das ist sicher eine Frage, die ich mir im Denken stelle. Und ich gestehe gern, dass ich froh bin, nicht herausgefordert zu sein. Seneca hat ja sogar unter Beweis gestellt, dass er es ernst meinte. Als ihn eines Tages der Befehl Neros einholte: «Bring dich um!», hat er nicht gezögert. Ihm verdanken wir die Erkenntnis, dass es nicht darauf ankommt, wie lang das Leben tatsächlich dauert. Sondern darauf, sich bewusstzumachen, was vor und was hinter einem liegt. Und zwar über die eigene Person hinaus. Ich erfahre immer wieder, wie sehr ein Geschichtsbewusstsein vieles im Alltag relativiert. Menschen ohne dieses Bewusstsein müssen jeden Tag in der Krise leben. Wem es aber gelingt, die Wahrnehmung nach hinten und vorn zu erweitern, der lebt nicht nur gelassener, sonder per se ein langes Leben.
Was über die eigene Endlichkeit aber nicht hinwegtäuschen kann?
Nein, aber man lernt, von sich abzusehen. Und man lernt, dass «Person» nicht alles ist, was an uns existiert. Denn das ist genaugenommen nur die Persona, im Lateinischen: die Maske. Ich verliere im Augenblick meines Todes nur die Maske.
Warum fürchten wir uns denn so davor?
Dieser blosse Verlust von Maske ist eine Ungeheuerlichkeit. Wer jemals einen Toten gesehen hat, zumal einen, der einem sehr nah war, wird diesen Anblick nicht vergessen. Die Lider zucken nicht mehr, das Auge glänzt zwar, aber sieht mich nicht mehr. Die Hand wird meine nie mehr halten. Sie ist eiskalt. Das ist schlicht unfassbar. Wo ist dieser Mensch hin? Wo ist der jetzt? Die Kinderfrage! Und die Antwort kennen wir nicht. Das ist übrigens auch ein Gedanke, den ich Menschen nahezulegen versuche, die sich das Leben nehmen wollen.
Dass sie nicht wissen können, wohin sie gehen?
Ja. Es gibt aus meiner Sicht keinen moralischen Grund, der gegen Suizid spricht. Es gibt aber Klugheitsgründe. Dazu gehört: Haben Sie ausreichend erwogen, was das für die Menschen bedeutet, die Sie zurücklassen? Und: Was ist, wenn Sie es bereuen? Der Gedanke, so sagen mir viele, ist ihnen gar nicht gekommen. Sie gingen davon aus, es sei alles vorbei. Aber darüber gibt es keine Gewissheit.
Unter welchen Vorzeichen ist Sterbehilfe legitim?
Wenn es darum geht, einem Menschen zu helfen, der selber die Entscheidung getroffen hat, aus dem Leben zu scheiden, und der diese Entscheidung noch selber umsetzen kann. Die Hilfe kann darin bestehen, ihm die Mittel zu beschaffen oder am Ende mit ihm zu sprechen, sofern er es noch möchte.
Der Helfer darf die Mittel also nicht verabreichen?
Genau. Und um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, verlässt die helfende Person auch den Raum, damit sicher ist, dass sie nicht in den Vollzug involviert ist.
Auch Organisationen wie Exit oder Dignitas tun nicht mehr als das.
Richtig. Deswegen wundere ich mich, warum Menschen zum Sterben in die Schweiz reisen. Eine solche Sterbehilfe ist auch in Deutschland erlaubt. Es genügt eine Überdosis Schlaftabletten, und an die kommt auch in Deutschland jeder heran. Aber ich vermute, dass diese Menschen beim Sterben absolut auf Nummer sicher gehen wollen. Und sich gern jemandem anvertrauen, der Erfahrungen hat.
Darf Sterbehilfe Ihres Erachtens institutionalisiert sein?
Das ist ein heikles Gebiet. Auf keinen Fall darf mit dem Tod ein Geschäft gemacht werden. Das Streben nach Profitmaximierung birgt viele Gefahren.
Wie beurteilen Sie aktive Sterbehilfe, wenn ein Sterbewilliger sich das Mittel nicht mehr selbst verabreichen kann?
Mich irritieren die Kirchen, die es sich hier sehr einfach machen und sagen: Christliches Mitleid gibt es in dieser Angelegenheit nicht. Als Vorbild eignet sich meiner Meinung nach ein Modell, das seit 15 Jahren in den Niederlanden praktiziert wird. Unter klaren Vorgaben kann ein Mensch dort aktive Sterbehilfe erhalten. Er muss notariell dokumentieren, dass er willens ist, aus dem Leben zu scheiden, und diese Willensäusserung muss er in einem gewissen zeitlichen Abstand wiederholen, damit sichergestellt ist, dass es sich bei seinem Wunsch nicht um eine momentane Aufwallung handelt. Geleistet werden darf die Hilfe nur von Menschen, die dafür ausgebildet sind. Und es muss eine unheilbare Krankheit vorliegen.
Darf ein Mensch Sterbehilfe erwarten, der nicht krank ist, aber alt und des Lebens müde?
Nur passive. Und vorausgesetzt, dass Verwandte und Freunde die Grenze beachten: «Wir beschaffen dir das Mittel. Aber mit dem Vollzug haben wir nichts zu tun. Es muss klar sein, dass es allein deine Entscheidung ist.» Diese Grenze ist absolut notwendig, damit es nicht zu frühzeitigen und unfreiwilligen Erbregelungen kommt. Fragen wie diese werden übrigens sehr an Bedeutung zunehmen. Wir werden in absehbarer Zeit vor dem Problem stehen, wie wir mit Leben umgehen, das nicht mehr von selbst endet.
Wie meinen Sie das?
Den Nobelpreis in Medizin haben 2009 zwei Frauen aus der Telomerforschung erhalten. Grob vereinfacht geht es dabei um den Prozess der Zellteilung. Wir wissen jetzt: Theoretisch ist bei menschlichen Zellen Unsterblichkeit möglich. Stellen Sie sich das einmal vor: ein Leben ohne Tod! Würde es das Leben spannender machen? Besser? Ich bezweifele das. Ich persönlich habe mich jedenfalls schon mal auf maximal 500 Jahre festgelegt. Dann kann ich meine Enkel und Urenkel noch aufwachsen sehen. Meine Frau und ich machen uns auch schon kundig, was wir alles anstellen können. Nun haben wir 27 Jahre sehr gut zusammen verbracht, da werden wir die 450 auch noch schaffen.
Anja Jardine ist NZZ-Folio-Redaktorin.
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