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NZZ Folio 06/93 - Thema: Atomzeitbomben Inhaltsverzeichnis
Eine heilige Kuh mehr
Kernenergie im Drittweltland Indien.
Von Bernard Imhasly
AM 24. JANUAR 1966 zerschellte ein Kursflugzeug der Air India beim Anflug auf Genf im Mont-Blanc-Massiv. Unter den Toten befand sich auch Dr. Homi Bhabha, der Vorsitzende der indischen Atombehörde. Sofort wurden in Indien Spekulationen angestellt, dass das Unglück auf Sabotage zurückzuführen sei. Obwohl konkrete Indizien dafür nie beigebracht werden konnten - erste Spuren des Wracks kamen erst vor zwei Jahren zum Vorschein -, zeigte allein der Verdacht auf Sabotage, welche Schlüsselrolle Bhabha damals offensichtlich in der indischen Politik innehatte.
Einige Monate vor diesem Vorfall hatten Indien und Pakistan bereits den zweiten Krieg in ihrer kurzen Geschichte als moderne Nationen geführt. Und 1962 hatte China der völlig unvorbereiteten indischen Armee in einem militärischen Grenzkonflikt eine demütigende Niederlage zugefügt. 1964 zündete dann China in Lop Nor seine erste Atombombe. Was die Inder früher als stolze Selbstbehauptung der Dritten Welt gefeiert hätten, wurde ihnen mit einemmal zum Albtraum. Der Krieg mit China und der Atomversuch bestätigten sie darin, dass der kommunistische Drachen im Norden nach der Vereinnahmung Tibets 1959 auch für Indien eine Gefahr darstellte.
Lal Bahadur Shastri, Nachfolger des 1964 verstorbenen Premierministers Nehru, traf noch 1965, stark beeinflusst von Homi Bhabha, den Entscheid für die Entwicklung einer indischen Nuklearwaffe. Im Gegensatz zu seinem engen Freund Nehru hatte der Atomphysiker Bhabha stets darauf gedrängt, dass Indien eine zweigleisige Nuklearpolitik verfolge. Schon 1944 hatte sich der junge Physiker um Mittel für einen Forschungsreaktor bemüht, der kurz darauf jenseits der Bucht von Bombay, in Trombay, mit Geldern aus einer privaten Stiftung errichtet wurde. 1948, bloss ein Jahr nach der Unabhängigkeit Indiens, stand Bhabha dem Atomgesetz Pate, dessen Präambel die Zielsetzung bereits klar formulierte: «Indien soll alle Ausgangsmaterialien herstellen, die zur Nutzung der Atomenergie nötig sind (. . .). Die strategische Natur dieser Aktivitäten und deren internationale und politische Bedeutung müssen dabei berücksichtigt werden.»
Nehrus Abscheu vor Kernwaffen liess diesen Nachsatz während zweier Jahrzehnte vergessen. Statt dessen engagierte sich Bhabha für die friedliche Entwicklung der Atomkraft. Als erster Präsident der Uno-Konferenz zur friedlichen Nutzung der Atomenergie suchte er dies zuerst in seinem eigenen Land zu realisieren. Er lieferte dazu die Argumente, die noch heute von Verteidigern der Nuklearenergie vorgebracht werden: Indiens Kohlereserven reichten nur noch für die nächsten 60 bis 80 Jahre; die Nutzung der Wasserkraft habe den Nachteil, dass die Stauseen das zunehmend knappe Land ertränkten. Warum also nicht besser die grossen Uranvorräte anzapfen und als Brennstoff für Schwerwasserreaktoren einsetzen, warum nicht Schnelle Brüter erstellen, betrieben mit Plutonium aus den abgebrannten Uranstäben der ersten Phase? Indien profitierte damals auch von einem atomfreundlichen internationalen Klima. Vor allem die USA waren mit ihrem «Atoms for Peace»-Programm bestrebt, das Trauma von Hiroshima vergessen zu lassen, und unterstützten die internationale Zusammenarbeit zur friedlichen Kernenergienutzung. Bis 1961 waren in Trombay schon drei Forschungsreaktoren in Betrieb, der dritte, «Zerlina», funktionierte dann bereits ohne ausländische Hilfe und Kontrolle. Die Uranförderung und -reinigung wurde ebenso organisiert wie die Produktion von Schwerwasser und von Brennstoff, die Urananreicherung und die Extraktion von Plutonium. So entstanden die ersten vier Atomkraftwerke.
Zwar richtete Bhabha das Nuklearprogramm auf eine friedliche Nutzung aus, mit dem gewonnenen Plutonium blieb jedoch auch die militärische Option gewahrt. 1965, nach dem chinesischen Atomversuch und dem Krieg mit Pakistan, gab Premierminister Shastri die Entwicklung des Kernwaffenprogramms in Auftrag. Nur ein Jahr später waren Shastri und Bhabha tot, und das Programm für Kernwaffen kam ins Stocken. Es bedurfte einer erneuten Krise, um Indien schliesslich mit China gleichziehen zu lassen.
Wiederum diente ein Krieg mit Pakistan als Auslöser, wobei die atomare Bedrohung diesmal von den USA ausging: Als Indien 1971 die Bengalen in ihrem Unabhängigkeitsstreben militärisch unterstützte und Pakistan von seinem Ostteil trennte, entsandte Präsident Nixon den atomgetriebenen Flugzeugträger «Enterprise» in die Bucht von Bengalen und drohte, falls Indien auch Westpakistan «verschlingen» sollte, mit dem Einsatz von Nuklearwaffen. Drei Jahre später, im Mai 1974, fand unter dem Wüstenboden von Rajasthan die erste - und bisher einzige - «friedliche Nuklearexplosion» Indiens statt. Der erste Atomversuch war Ausdruck von Angst und Selbstbehauptungswillen zugleich, und er verstärkte die Isolation des Landes auf internationaler Ebene. Schon zuvor hatte sich Indien in die Nesseln gesetzt, als es sich weigerte, den Nichtverbreitungsvertrag von 1970, den Atomwaffensperrvertrag, zu unterzeichnen. In der Sicht der selbstbewussten Regierung war dieser Vertrag bloss Ausdruck des «atomaren Kolonialismus», indem er den nuklearen Besitzstand der fünf Atommächte (darunter China) sicherte und dessen Ausbau legitimierte.
Die Kombination von Atomversuch und völkerrechtlichem Abseitsstehen machte Indien zum nuklearpolitischen Aussätzigen. Die USA verzögerten Lieferungen für das mit ihrer Hilfe gebaute KKW von Tarapur, und Kanada beendete die Zusammenarbeit abrupt. In der Folge des indischen Atomtests formierte sich die Nuclear Suppliers Group («Londoner Club»), die ihren Mitgliedern verbot, Technologien mit nukleartechnischer Anwendbarkeit in jene Länder zu exportieren, die ihr Atomprogramm nicht den umfassenden Kontrollen der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) unterwarfen; ausgenommen waren wiederum die fünf Atommächte.
Die internationale Isolation zwang Indien zu einer Strategie der Geheimhaltung, die den Verdacht westlicher Technologielieferanten weiter nährte, und sie entzog auch das zivile Atomenergieprogramm der öffentlichen Kontrolle. Um sich zwischen der subjektiven Bedrohung durch die Nuklearmacht China und dem Bekenntnis zu einer kernwaffenfreien Welt hindurchzuschlängeln, erfand die Regierung den Begriff der calculated ambiguity (der kalkulierten Unentschiedenheit): Indien baut keine Atomwaffen, hält sich diese Möglichkeit aber offen.
Niemand weiss - oder gibt vor zu wissen -, wo heute die Grenze zwischen Vorbereitung oder Bereitschaft und tatsächlichem Kernwaffenbesitz genau verläuft. Bekannt ist, dass Indien inzwischen genügend Plutonium aus abgebranntem Kernbrennstoff extrahiert hat, um zwischen 50 und 100 Trägersysteme mit Nuklearsprengköpfen zu bestücken. Indien hat auch ein Raketenprogramm entwickelt und besitzt heute eine atomare Mittelstreckenrakete. Das Land steht zudem am Beginn eines Raumfahrtprogramms, dessen Raketen Satelliten ins Weltall tragen, aber auch zu Interkontinentalraketen umgerüstet werden könnten. Militärexperten anderseits sind skeptisch: «Es fehlen Kommandostrukturen, logistische Einrichtungen, Montageeinrichtungen - Indien ist weit von der Bombe entfernt. Und gerade jene, die wir abschrecken wollen, wissen dies», meint ein Offizier. «Der sorgfältige Schleier der <atomaren Zweideutigkeit> ist eine billige Methode, mit der leeren Pistole eine Abschreckung zu bewirken.»
Adressat dieser Abschreckungsstrategie ist nicht in erster Linie Pakistan, sondern China. Pakistan seinerseits verfolgt seit bald zwanzig Jahren ein Atomwaffenprogramm, das spiegelbildlich zu dem des feindlichen Bruderstaats hinter einem Nebel von Eingeständnissen und Dementis verborgen bleibt. Mit grosser Hartnäckigkeit haben die Pakistaner ein minimales Kernwaffenarsenal aufgebaut, eingedenk des berüchtigten Ausspruchs des damaligen Premierministers Zulfiqar Ali Bhutto, der nach dem Schock der indischen Kernwaffentests geschworen hatte: «Wir werden eine Atombombe bauen, und wenn wir dafür Gras essen müssten.» Mit Hilfe entwendeter Konstruktionspläne aus der europäischen Urananreicherungsanlage im niederländischen Almelo, durch den systematischen Ankauf von Gaszentrifugen im Westen und wohl auch mit der Unterstützung westlicher Firmen hat Pakistan in Kahuta in der Nähe der Hauptstadt Islamabad - und in Schussweite der indischen Artillerie - eine Aufbereitungsanlage errichtet, in der es kommerzielles Uran auf die geforderte «Waffenfähigkeit» anreichern kann. Im Januar 1992 gab Staatssekretär Shahryar Khan zu, dass sein Land in der Lage sei, eine Bombe herzustellen. Im Januar dieses Jahres erklärte der russische KGB-Chef Primakow, Pakistan verfüge über Spaltmaterial für zehn bis zwölf Bomben.
Aber Pakistan hat stets erklärt, es würde einem Beitritt Indiens zum Nichtverbreitungsvertrag folgen und sein Nuklearwaffenprogramm damit effektiv begraben - falls Indien ein Gleiches tue. Dessen Atomängste sind aber, wie gesagt, weitgehend von China diktiert. Chinas Atompolitik ist im Gegensatz zu der Indiens primär auf Kernwaffen und nicht auf die zivile Nutzung von Kernenergie ausgerichtet; China nahm sein erstes KKW erst 1991, also 17 Jahre nach dem ersten Atomtest, in Betrieb, während Indien bereits fünf Jahre vor dem ersten Atomtest, im Jahr 1969, Atomstrom produzierte. «Der Nichtverbreitungsvertrag zwingt China nicht, sein nukleares Arsenal einzumotten», sagt K. Subrahmaniam, indischer Sicherheitsexperte und ehemaliger Direktor eines nationalen think tank für strategische Fragen. «Vielmehr ist es dabei, dieses auszuweiten, obgleich es schon heute grösser ist als jenes von Frankreich und Grossbritannien zusammen.» Dass Kernwaffenbatterien in grenznahen Stellungen in Sinkiang und Tibet installiert sind, erachtet er als besonders beunruhigend.
Um glaubhaft zu sein, war die jahrzehntelange Politik der calculated ambiguity darauf angewiesen, jede nukleare Tätigkeit hinter einer Wand der Geheimhaltung abzuschirmen. Dies hat dazu geführt, dass auch die zivile Atomenergiepolitik vor der Öffentlichkeit abgeschottet werden musste. Aber im Gegensatz zur bleibenden Unsicherheit über die militärische Potenz des Landes lässt sich der ökonomische Wert der Atomenergieindustrie nicht verheimlichen. 1970 setzte sich die Regierung euphorisch zum Ziel, bis zum Jahr 2000 mit insgesamt 33 Kernkraftwerken und einer Kapazität von 10 000 Megawatt einen Zehntel des nationalen Energiebedarfs zu decken. 23 Jahre später sieht die Bilanz ernüchternd aus: Heute sind lediglich zehn Kernkraftwerke in Betrieb, die auf eine Kapazität von 1200 Megawatt ausgerichtet sind, was knapp 2,5 Prozent des Energiehaushalts des Landes entspräche. Statt dem Land billigen Strom zu liefern, ist der Kilowattpreis zwei- bis dreimal höher als für Strom aus Kohlekraftwerken.
Für die kleine Zahl von Atomgegnern im Land ist diese klägliche Bilanz das Resultat einer Politik, die im Namen der nationalen Sicherheit der Atomenergiebehörde erlaubt hat, alle Forderungen nach Wirtschaftlichkeit und Effizienz zu missachten, um der Welt zu beweisen, dass auch ein armes Land fähig ist, aus eigener Kraft Energie - und Waffen - aus der Kernspaltung zu gewinnen. Dhirendra Sharma von der Nehru-Universität in Delhi hat berechnet, dass die staatliche Atomindustrie rund 20 Prozent aller Gelder für Forschung und Entwicklung verschlingt. Bereits vor zehn Jahren hatten die Ausgaben für den Nuklearsektor eine Summe von umgerechnet rund 4,5 Milliarden Franken erreicht. Auch dies sind allerdings nur Schätzungen, denn die Forderung der Geheimhaltung entzieht die finanziellen Allokationen und deren Überprüfung jeder parlamentarischen Kontrolle; und ein scharfes Atomenergiegesetz macht Nachforschungen zu einem rechtlichen Spiessrutenlaufen. Das krasse Missverhältnis zwischen Kapazität und Leistung - statt 1200 Megawatt fliessen im Durchschnitt nur 700 Megawatt Strom ins Netz - deutet überdies auf ökologische Kosten, die womöglich noch höher als die ökonomischen sind. Denn sie lassen vermuten, dass Sicherheitsprobleme in Kraftwerken und in den vorgelagerten Produktionsstätten die Behörde immer wieder zwingen, die Anlagen für längere Zeit stillzulegen.
Der erste Reaktor der Rajasthan Power Station (RAPS I) besitzt den zweifelhaften Rekord, über 250 mal abgeschaltet worden zu sein. Die längste derartige Periode begann im Jahr 1982, als ein Riss in der äusseren Reaktorumhüllung zweijährige Reparaturarbeiten nötig machte. Der Verdacht, dass dabei auch das Tritiumisotop entweichen konnte und Luft und Wasser verstrahlte, wurde offiziell immer verneint. Aber in der Folge erhöhten sich die Klagen aus den umliegenden Dörfern über das gehäufte Auftreten von Krankheiten - Geschwülste, Missbildungen, schwärende Hautausschläge. Die Regierung behauptet, dies seien die Folgen der in der Tat erschreckenden Unterentwicklung in der Umgebung dieses technischen «Wunderwerks». Sie hat es aber unterlassen, durch epidemiologische Studien diese Vorwürfe zu entkräften, und setzt sich damit dem Verdacht aus, die Feststellung der Wahrheit zu sabotieren - auf Kosten der Gesundheit armer Menschen.
Während das KKW in Rajasthan durch die Zahl der Stilllegungen alle Rekorde geschlagen hat, geniesst das erste Kernkraftwerk Indiens, Tarapur (TAPS I), den Ruf, das am stärksten radioaktiv verseuchte KKW der Welt zu sein. Die mit der gleichen Technologie gebauten Siedewasserreaktoren in den USA, Deutschland und Italien sind längst eingemottet. Tarapur dagegen produziert weiter Strom - und eine radioaktive Strahlung, die bereits 1984 jährlich 6000 Rem betrug. Um die durchschnittliche jährliche Bestrahlung des einzelnen Arbeiters auf 5 Rem zu reduzieren (auch diese Dosis liegt bedeutend über dem internationalen Durchschnitt), sieht sich die Werksleitung veranlasst, immer mehr Teilzeitarbeiter in immer kürzeren Zeiträumen zu beschäftigen. Das Resultat ist eine Verwässerung der Sicherheitsvorkehren, da die aus der Umgebung rekrutierten armen Tagelöhner kaum auf ihre gefährlichen Einsätze vorbereitet werden. Statt dessen werde, so lautet ein Vorwurf, die Ignoranz dieser Analphabeten ausgenützt, um sie zu Reparaturarbeiten im Reaktorinnern zu zwingen, die sie bei Kenntnis der Risiken ohne den Anreiz des bitter benötigten Lohnzuschlages wohl nie auf sich genommen hätten.
Die Sicherheitsprobleme der Kernkraftwerke Indiens sind nicht auf eine mangelnde technische Fähigkeit seiner Ingenieure zurückzuführen. Das Land bildet jährlich mehrere tausend Atomtechniker und -wissenschafter aus, von denen allerdings eine grosse Zahl ins Ausland abwandert. Die beiden schlimmsten Anlagen, TAPS I und RAPS I, sind überdies eben jene, die mit amerikanischer und kanadischer Hilfe und Technologie errichtet wurden. Die «technologische Verweigerung» des Westens hat somit keineswegs bewirkt, dass Indien von seinem Nuklearprogramm Abschied genommen hat. Als die USA die Lieferungen von kritischen Geräten für Tarapur als «Strafe» für den Atomtest von 1974 verzögerten, zwang dies die Inder lediglich, korrodierte Bauteile durch minderwertige einheimische Produkte zu ersetzen und TAPS I allmählich in eine gefährliche Strahlungszone zu verwandeln.
Die westliche Nichtverbreitungspolitik hat in Indien das Gegenteil ihres Ziels erreicht. Die mangelnde westliche Anerkennung der dort subjektiv empfundenen Bedrohung aus China hatte den Effekt eines nationalen Schulterschlusses. Hinter dem Konsens, dass eine nukleare Abschreckung unerlässlich sei, konnte sich während Jahrzehnten eine ineffiziente und zunehmend demoralisierte Nuklearbürokratie verschanzen. Eine kritische Öffentlichkeit existierte praktisch nie, und auch der westliche technology denial verhinderte, dass Indien in einen internationalen Dialog über wissenschaftliche Erkenntnisse, Gefahrensignale und Lösungsversuche eingebunden wurde und die Sicherheitsstandards überprüfbar wurden. Getrieben von nationalen Ängsten und angespornt durch seine Aussenseiterrolle, zog sich so ein demokratisches Land, das versucht hatte, seine Armut mit Hilfe des Atoms zu überwinden, immer mehr in eine selbstgerechte Isolation und undemokratische Dialogverweigerung zurück.
Hinter der calculated ambiguity kommt nun immer deutlicher ein teures Atomprogramm zum Vorschein, dem sowohl die echte Abschreckungspotenz fehlt als auch die Segnungen einer sauberen und unbegrenzten Energiequelle. Statt die staubigen Dörfer Indiens in grüne Oasen zu verwandeln, haben die leise summenden Kraftwerke vor allem eines fertiggebracht - ihren eigenen atomaren Staub dort abzulagern.
Bernard Imhasly ist Korrespondent der NZZ in Delhi.
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