NZZ Folio 04/01 - Thema: Pillen   Inhaltsverzeichnis

Literatur und Links

Von Reto U. Schneider

BÜCHER

Spezial: Pharmaforschung, Spektrum der Wissenschaft 1997.
Eine Sondernummer der Wissenschaftszeitschrift «Spektrum der Wissenschaft» mit zwölf Artikeln rund um die Pharmaforschung. Renommierte Forscher schreiben über kombinatorische Chemie, über die gentechnische Herstellung von Medikamenten, die Probleme von Placebo-Studien, Zulassungsverfahren und den Streit um die Abtreibungspille. Falls im Buchhandel nicht greifbar, direkt bestellen unter: www.wissenschaft-online.de/artikel/ 500227

Kurt Langbein, Hans-Peter Martin, Hans Weiss: Bittere Pillen. Nutzen und Risiken der Arzneimittel, Kiepenheuer und Witsch 1999.
Kritische Bewertung von über 3000 Medikamenten (Inhaltsstoffe, Kontraindikationen, Nebenwirkungen usw.). Ein Standardwerk. Der Schweizer Index dazu ist, da vergriffen, nur noch in Bibliotheken zu haben.

Bernard Asbell: Die Pille und wie sie die Welt veränderte, Fischer Taschenbuch Verlag 1998.
Die Geschichte der berühmtesten aller Pillen. Kein anderes Medikament hat die Welt stärker verändert und mehr Kontroversen ausgelöst als die Antibabypille. In Asbells spannendem Buch haben alle ihren Auftritt: exzentrische Wissenschafter, Feministinnen und die katholische Kirche.

Carl Djerassi: Die Mutter der Pille. Eine Autobiographie, Haffmans Verlag 1992.
Die Autobiographie von einem der Väter der Antibabypille. Carl Djerassi ist eine der farbigsten Figuren in der Wissenschaft: Chemiker, Roman- und Theaterautor und Gründer einer Künstlerkolonie in der Nähe von San Francisco.

Stephen M. Fried: Bitter Pills. Inside the Hazardous World of Legal Drugs, Bantam Doubleday Dell 1999.
Dieses Buch nahm seinen Anfang, als die Frau des Autors Stephen Fried nach der Einnahme eines Antibiotikums ins Koma fiel. Fried schrieb einen preisgekrönten Magazinartikel darüber und später dieses Buch über den saloppen Umgang von Pharmaindustrie und Zulassungsbehörden mit Nebenwirkungen.

Alexander Shulgin, Ann Shulgin: Pihkal. A Chemical Love Story, Transforming Press 1990. Alexander Shulgin: Tihkal. The Continuation, Transforming Press 1997.
Die Bibeln der bewusstseinsverändernden Drogen. Zum Schrecken der amerikanischen Behörden hat Sascha Shulgin, der Vater von Ecstasy, darin die Rezepte seiner psychedelischen Stoffe veröffentlicht. Von Shulgin handelt auch der Artikel «Der alte Mann und Ecstasy» auf Seite 32 im vorliegenden Folio.

INTERNET

Arzneimittel-Kompendium Schweiz www.kompendium.ch/app/ search_d.cfm
Das Lexikon der in der Schweiz erhältlichen Medikamente. Mit ausführlicher Fach- und Patienteninformation. Verschiedene Suchmöglichkeiten.

Infomed
Information über bewusstseinsverändernde Stoffe: rechtliche Aspekte, psychedelische Kunst, spirituelle Weisheiten. Vor allem aber ein Forum, wo unter Pseudonym Erfahrungen mit Stoffen von Absinth bis 5-MeO-AMT ausgetauscht werden. Wer eigene Drogenerfahrungen mitzuteilen hat, füllt das vorgefertigte Formular aus (Alter, Körpergewicht, Geschlecht, Dosis, chemische Formel der Substanz, Wirkung).

New York Times www.nytimes.com/library/national/science/health/ pharmaceuticals-health.html
Serie aus der «New York Times» über das Geschäft mit Medikamenten. Ausführliche Artikel über Medikamententests in Drittweltländern, Pillenmissbrauch, Generika-Produktion, Marketing. Passwort ist kostenlos.

Interpharma




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