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Spektrum der Wissenschaft -- Autorenschabernack
Von Reto U. Schneider
MANCHMAL IST selbst für seriöse Wissenschafter die Aussicht auf eine Pointe so verlockend, dass sie dem Zufall etwas nachhelfen. So geschehen zum Beispiel 1948, als die Physiker George Gamow und Ralph Alpher ihren Kollegen Hans Bethe fragten, ob er in ihrer Arbeit «Der Ursprung der chemischen Elemente» (Physical Review, Vol. 73, S. 803-804) nicht als Mitautor erscheinen möchte.
Bethe hatte zwar nichts zu dieser Veröffentlichung beigetragen, aber Gamow, der immer für einen Spass zu haben war, liebte die Idee, dass die Autorenzeile mit Bethe wie der Anfang des griechischen Alphabets klang. Heute wird die darin aufgestellte Hypothese nur noch Alpher-Bethe-Gamow-Theorie genannt.
Durch das Geschenk eines ungewöhnlichen Namens schaffte es 1996 auch der Koreaner Moo Ving Van in die Autorenzeile einer Arbeit, mit der er eigentlich wenig zu tun hatte. Seine Kollegen B. S. Goh und Tom Vincent konnten nicht widerstehen, ihn als Mitautor der Arbeit «Ökologische Stabilität, evolutionäre Stabilität und das ESS-Maximum-Prinzip» (Evolutionary Ecology, Vol. 10, S. 567-591) aufzuführen. Mit dem Resultat, dass die Autorenzeile sich wie folgt liest: «T. L. VINCENT, M. V. VAN, and B. S. GOH.»
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