Cervelat schreibt sich die dickliche, kürzliche, rosafarbene Wurst, die uns vorab ab Grillrost oder zu Salat geschnetzelt durchs Leben begleitet. Cervelat, der, liest man im Fremdwörterduden, und als Erklärung: «Brühwurst aus Rindfleisch mit Schwarten und Speck». Sowie: vgl. Servela, Zervelatwurst. Also vergleichen wir und blättern weiter zu Servela, wo wir erfahren, dass man sowohl der Servela als auch die Servela schreiben kann und ausserdem überhaupt auch noch Serwela, letztere(r) ebenfalls männlich wie weiblich, sprachlich allesamt lateinisch-italienisch-französischen Ursprungs, die Zervelatwurst naheliegenderweise zusätzlich deutschen. Auf französisch heisst der oder die Servela/Serwela cervelas, le, auf italienisch cervellata, la, womit nur die Frage offenbleibt, woher die deutsche Zervelatwurst ihr t am Schluss her hat (das Z am Anfang kann sich der keks- und sossengeschädigte Mensch leicht erklären).
Soviel zur Schreibweise unserer Wurst, bei der wenigstens über die Aussprache Einigkeit herrscht, indem man sie übereinstimmend Serwela, Serwila, Serwola, Serwela, Serfela, Serwula oder Serbila nennt, wie eine kleine Umfrage unter acht Leuten bestätigt hat. Daraus ist nicht etwa auf eine Doppelnennung zu schliessen. Die achte, eine Ostschweizer Kollegin, hat vielmehr lediglich gesagt, sie esse immer nur Brodwoorscht.